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Lässt Dachau auch den SVK zittern?

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SVK-Spieler Manuel Jung möchte morgen im Heimspiel gegen den TSV Dachau mit seinem Team die 0:5-Schlappe in Pipinsried vergessen machen. (Foto: Butzhammer)

Mit einer Mannschaft, die es kürzlich dem Drittligisten TSV 1860 München im BFV-Toto-Pokal verdammt schwer gemacht hat, das Viertelfinale zu erreichen, bekommt es der SV Kirchanschöring am morgigen Samstag (15 Uhr, Stadion an der Laufener Straße/anschließend A-Klassen-Derby der »Zweiten« gegen den TSV Petting) in der Bayernliga Süd zu tun, wenn der TSV Dachau seine Visitenkarte beim SVK abgibt.


Die Kicker aus dem Norden Münchens mussten sich am Dienstag vergangener Woche den gut aufgestellten »Löwen« erst im Elfmeterschießen mit 5:6 beugen. 2500 Zuschauer waren von den Mannen um Spielertrainer Fabian Lamotte (übrigens selbst ein Ex-Sechziger) höchst angetan, auch wenn der Favorit letztlich dann doch das glücklichere Ende auf seiner Seite hatte.

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Auch in der Bayernliga Süd läuft es sehr ordentlich für die morgigen SVK-Gäste: Mit einer 5-2-3-Bilanz liegen sie auf Rang fünf des 18er-Feldes, acht Punkte beträgt ihr Rückstand auf Relegationsplatz zwei, den aktuell der bärenstarke Aufsteiger TSV Wasserburg einnimmt. Neun Zähler sind es zu Tabellenführer FC Pipinsried, der ohnehin in einer eigenen Liga zu spielen scheint, was der SVK am vergangenen Samstag beim 0:5 am eigenen Leib erfahren musste.

Trotz der leichten Favoritenrolle, in der sich die Dachauer morgen gegen das Ensemble von Trainer Michael Kostner befinden, steht fest: Die Gelb-Schwarzen brauchen sich bestimmt auch nicht zu verstecken. Zwar beträgt der Rückstand des Tabellenzehnten auf die Gäste vier Punkte, doch die Jungs um Kapitän Tobias Janietz haben eine Partie weniger ausgetragen als der TSV – und der hat nicht unbedingt ein besseres Torverhältnis (14:20) als der SVK (11:17) zu bieten.

Insofern sollten die Kirchanschöringer mit Mumm und ihren typischen Tugenden an die Sache herangehen und versuchen, mindestens ein Pünktchen zu behalten – frei nach dem Motto »Pipinsried war gestern, jetzt gilt der Fokus dem Dachau-Spiel«.

Das sieht auch SVK-Pressesprecher Michael Wengler so, der weniger die Kostner-Elf kritisierte (»die Leistung in der ersten Halbzeit war gut, wir hätten ja beinahe durch Anton Peter den Ausgleich gemacht«) als die Pipinsrieder lobte: »In diesem 600-Einwohner-Dorf hat eine für Bayernliga-Verhältnisse einzigartige Stimmung geherrscht. Das Pub- likum dort war richtig enthusiastisch und hat bei jedem gewonnenen Zweikampf der Pipinsrieder gejubelt. Irgendwann sind wir dann richtig ins Schwimmen geraten.«

Es wäre schön, so Wengler weiter, »wenn so eine Euphorie auch mal zu Hause zu spüren wäre«. Ein wenig Hoffnung bereitet ihm mit Blick aufs Dachau-Spiel die Schiedsrichter-Ansetzung des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV). Denn: Der für morgen eingeteilte Matthias Zacher (SV Nußdorf/Inn) leitete unter anderem das Bayernliga-Auftaktspiel des SVK in der Saison 2018/19 beim TuS Holzkirchen. Das Ergebnis ist bekannt: Die Kostner-Elf feierte einen unvergessenen 7:1-Kantersieg. cs