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Kurzweiliger Festabend: SG Kammer-Rettenbach feiert 130-jähriges Bestehen

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Eine große Schar Gratulanten feierte mit der SG Kammer-Rettenbach deren 130-jähriges Bestehen und gratulierten: (von links) die Schützenmeister Helmut Wohlfarth und Stefan Kraller von der SG »Eichengrün« Hufschlag und der SG »Seerose« Taching, Hans Stöhr von den Schützen aus Biberachzell, 3. Gauschützenmeister Alois Wimmer, Oberbürgermeister Christian Kegel, die Schützenmeisterin des Jubelvereins, Pia Oberkandler, Gauehrenschützenmeister Ernst Saxberger und der 2. Schützenmeister der SG Nußdorf, Willi Kecht.

Ihr 130-jähriges Bestehen feierte im Rahmen eines bunten Festabends die Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach. Mitglieder, zahlreiche Ehrengäste sowie Vertreter der Orts- und Nachbarvereine erlebten einen kurzweiligen Abend mit einem Rückblick auf das Gründungsjahr, mit Musik, Ansprachen und guter Unterhaltung.


Schützenmeisterin Pia Oberkandler freute sich, dass an die Hundert Gäste der Einladung gefolgt waren und skizzierte die Bedeutung des Schützenvereins im gesellschaftlichen Leben der Altgemeinde Kammer. Besonders erfreut zeigte sie sich, dass neben Vertretern aller Ortsvereine auch Abordnungen der vier Schützenvereine zum Jubiläum gekommen sind, zu denen man besonders enge freundschaftliche Beziehungen pflegt.

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Ein Fass Bockbier als Geschenk

Diese würdigten das harmonische Verhältnis zum Jubelverein. Die Schützenmeister der SG »Seerose« Taching, Stefan Kraller, der SG »Eichengrün« Hufschlag, Helmut Wohlfarth, und der Stellvertretende Schützenmeister der SG Nußdorf, Willi Kecht, hoben hervor, welch gute Beziehungen man zu den Kammerern unterhält. Sie überbrachten Gastgeschenke und viele gute Wünsche. Eine Abordnung der Schützen aus Biberachzell bei Ulm hatte die fast 300 Kilometer Anreise nicht gescheut, um die kameradschaftlichen Bande zu vertiefen. Als Gastgeschenk hatten sie ein Fass hochprozentiges Bockbier mitgebracht, das im Laufe des Abends bei dem einen oder anderen Besucher Wirkung zeigte.

Vertriebsleiter Reinhold Steinbeger von der Schlossbrauerei Stein, die seit vielen Jahren Partnerin der SG Kammer-Rettenbach ist, war daran auch nicht ganz schuldlos, denn er erklärte, Bier und alkoholfreie Getränke gingen an diesem Abend auf Kosten der Brauerei.

Neben einer Reihe weiterer Redner würdigte auch der Gauehrenschützenmeister des Alzgaus Trostberg, der 87-jährige Ernst Saxberger aus Trostberg, die Gastgeber als rührigen Verein, der im Gau eine wichtige Rolle spiele. Das hatte zuvor auch 3. Gauschützenmeister Alois Wimmer hervorgehoben. Oberbürgermeister Christian Kegel unterstrich dies und wies auf die Großveranstaltungen wie Dorfschießen und Radlbildersuchfahrt hin, mit denen die SG das Dorfleben bereichere.

Neben dem Oberbürgermeister waren auch die Stadträte Wolfgang Osenstätter, Peter Forster, Albert Rieder und Stefan Namberger zur Feier gekommen, wobei Letzterer als Vorsitzender des Stadtverbandes der Sportvereine ankündigte, dass der Verband als Geschenk zum Jubiläum 300 Euro überweisen werde.

In seiner Festansprache hatte Schriftführer Klaus Oberkandler zuvor das Gründungsjahr 1886 aus vielerlei Sicht beleuchtet und kurzweilig geschildert, was damals in Kammer, in Traunstein und in der großen weiten Welt alles geschehen ist. Bei dem kleinen Quiz, das er mit seinem Vortrag verband, taten sich die Besucher schwer und es gab kaum eine richtige Antwort. Niemand wusste, wer 1886 Bürgermeister in Kammer war (Johann Mair), wie hoch nach Angaben des Traunsteiner Wochenblattes von damals der Hochfelln ist (5714 Fuß) und wie weit damals der neue Weltrekordler im Skispringen »flog« (26 Meter).

Nach einem guten Abendessen, musikalisch stimmungsvoll umrahmt von Maxi Klammer und Theresa Reiter mit Ziach und Harfe, berichtete Schützenmeisterin Pia Oberkandler, dass dieser Jubiläumsabend auch ein Wendepunkt in der Vereinsgeschichte sei. Man werde in den nächsten Wochen damit beginnen, die alten Stände abzubauen. Den Sommer über werde die Anlage umgebaut und mit zehn modernen elektronischen Ständen ausgerüstet. Bis zum Beginn der neuen Schießsaison im September soll alles fertig sein. Dann werde eine neue Ära beginnen, von der man hoffe, dass sie der altehrwürdigen SG eine gute Zukunft sichere. Angesichts der vielen guten Wünsche, die der SG zum Jubiläum zugedacht waren, könne da wohl kaum etwas schiefgehen.

Der Abend endete humorvoll: Waltraud Haindl las einige Anekdoten vor, die in den letzten Jahren in der SG-Vereinszeitung, dem »Schießblattl« veröffentlicht worden sind. Sie sind ein Beweis, dass die Kammerer Schützen mit Humor das Dorf-, Stadt- und Weltgeschehen begleiten.