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»Krönende Zugabe« für Roxanne Dufter

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Roxanne Dufter (Foto) hat sich für die WM qualifiziert. Ihr Trainer Danny Leger wäre »mit einem Platz zwischen 14 und 16« bereits zufrieden. (Foto: Wukits)

Für die Inzeller Eisschnellläufer Roxanne Dufter und Moritz Geisreiter geht es am Wochenende zur Mehrkampf-Weltmeisterschaft nach Berlin – für Roxanne Dufter muss das ein Gefühl wie Weihnachten sein. Vor neun Monaten vom Verband fast ausgemustert, ist es für die 24-Jährige bereits die zweite WM-Teilnahme in dieser Saison.


»Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Dass ich jetzt auch noch in Berlin dabei sein darf, ist die krönende Zugabe«, freut sich Dufter. Sie hat sich in einem Ausscheidungsrennen gegen die höher eingeschätzte Berlinerin Bente Kraus durchgesetzt. Vor allem auf den kurzen Strecken spielte die Inzellerin ihre Stärke aus. »Das war so nicht geplant«, freut sich auch ihr Trainer Danny Leger. »Sie kann entspannt rangehen und ist auch dementsprechend motiviert.«

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Ob Roxanne Dufter es in das Finale der besten Acht schafft, ist allerdings fraglich. 1000, 1500, 3000 und 5000 Meter stehen auf dem Programm. »Mit einem Platz zwischen 14 und 16 wäre ich zufrieden«, erklärt Danny Leger.

»Ich freue mich auf unsere Hauptstadt«, ließ der zweite Inzeller Teilnehmer Moritz Geisreiter seine Fangemeinde auf Facebook wissen. Auch für ihn wäre eine Teilnahme am Finale eine Überraschung. Dafür fehlt ihm nach seiner Verletzung noch etwas die Spritzigkeit über 500 und 1500 Meter.

»Einen ordentlichen 5000-Meter-Lauf erwarte ich mir aber schon«, sagt Leger. Bedauerlicherweise kommt die Paradestrecke von Geisreiter, die 10 000 Meter, erst im Finale. »Mal schauen, wie es ihm geht. Zuletzt hat er ein wenig gekränkelt, aber er soll die Sache entspannt angehen«, gibt ihm Leger mit auf dem Weg.

Der Trainer ist erst Anfang der Woche aus Seoul in Südkorea zurückgekehrt. Dort hat er Gabi Hirschbichler bei der Sprint-WM betreut und ein erfreuliches Ergebnis mitgebracht: Am Ende war es mit dem 14. Platz das beste Ergebnis der 32-Jährigen bei einer WM in ihrer Karriere. Als Sahnehäubchen hatte Hirschbichler über die 1000 m in 1:17,78 Minuten den 9. Platz erreicht. »Das Ergebnis hat gepasst, das war mehr als erwartet«, lobt Leger seinen Schützling und gibt zu: »Die Sprint-WM war gar nicht geplant, das war eher eine Zugabe.«

Eine Zugabe für Gabi Hirschbichler könnte möglicherweise auch noch das Weltcupfinale in Heerenveen sein. Die Teilnahme daran ist aber noch nicht ganz sicher. SHu