weather-image

Kreisligisten auf die kommende Saison eingestimmt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er zeigte sich zufrieden: Spielgruppenleiter Bernd Schulz. (Foto: Donhauser)

Eine durchwegs positive Bilanz zog Fußball-Kreisspielleiter Bernd Schulz (Großkarolinenfeld) bei der Kreisliga-Tagung in der Sportgaststätte beim TuS Traunreut. Schulz und sein Funktionärsteam informierten die 28 Clubs – die in zwei Gruppen mit je 14 Mannschaften antreten – über die bevorstehende Saison. Zudem informierte Bayernliga-Spielleiter Andreas Mayländer (Teisendorf) über die Neuerungen aus dem Verband.


Schulz wies die Spekulationen über seinen möglichen Rücktritt zurück. »Der ist im Frühjahr beim nächsten Kreistag 2018 und den bestimme ich selbst.« Damit führt er wie vorgesehen noch knapp drei Jahre den Kreis. Schulz bedankte sich bei den Vereinen für die problemlose Vorsaison: »Nur der letzte Spieltag hat uns nicht gefallen.« Da gab es beim Spiel der SG Schönau gegen den TSV Buchbach II eine Nichtantretung. Die Relegation mit 23 Spielen lief gut, dabei musste jedes Spiel mit einer Verbandsaufsicht besetzt werden.

Anzeige

Sorgenkind bleibt der Toto-Pokal. Für heuer ist das Teilnehmerfeld von 32 auf 26 nochmals geschrumpft. »Aber es ist eine tolle Sache, das Endspiel war in Traunreut vor 500 Zuschauern.« Dort hatte der SV Ostermünchen mit 3:2 gegen den gastgebenden TuS gewonnen.

Deshalb sollen für 2016/17 unter den gemeldeten Mannschaften Blitzturniere mit je vier Teams stattfinden. »Nun haben die Vereine bis zum kommenden Jahr Zeit zum überlegen«, so Schulz. Gesucht wird dann auch ein Veranstalter mit Flutlicht. Im Gegensatz zu den Vorjahren wird in dieser Saison wieder ein Schiedsrichter-Pool eingeführt, bei dem sich die Vereine mit 850 Euro beteiligen müssen, hinzu kommen 90 Euro Beobachtergebühren.

Vom Sportgericht berichtete der Vorsitzende Stephan Bierschneider (Altenmarkt) über eine Steigerung der Fälle von 600 auf 647. »Die Anzeigen an der Passstelle explodieren, hier waren es 40 Fälle gegenüber zehn des Vorjahres.« Die Stellungnahmen waren meist in Ordnung, einige Ausreißer gebe es immer. »Aber hin und wieder würde den Vereinen eine Entschuldigung an den Schiedsrichter nicht schlecht zu Gesicht stehen.«

Dauerproblematik sind die Nichtantretungen mit 99 Fällen. »Die ist eine klare Wettbewerbsverzehrung«, sagte der Sportrichter. »20 Prozent kommen dabei schon aus dem Damenbereich, dabei haben die nur fünf Prozent aller Spiele.«

Erfreulich: Der Bezirk Oberbayern ist der fairste. Die Kreisliga selbst war mit 41 Fällen betroffen, davon 34 Rote Karten und drei Verfahren gegen Trainer. Eine Änderung gibt es zum Nachreichen des Spielerpasses, die Drei-Tages-Frist wurde auf zehn Tage angehoben. Die Fristen für Stellungnahmen bleiben dagegen bei drei Tagen.

Kreisschiedsrichter-Obmann Josef Kurzmeier (Ramerberg) berichtete über 615 aktive Schiedsrichter in den drei Gruppen. Aushängeschilder sind Florian Kornblum (TSV Chieming), der in der III. Liga pfeift und in der II. Bundesliga an der Linie steht. In der Regionalliga pfeifen Michael Bacher (SV Amerang) und Markus Huber (SSV Wurmannsquick), Matthias Zacher ist Assistent in der III. Liga. »Ein großer Erfolg für uns«, freute sich Schulz.

In der Kreisliga stellt jede Gruppe (Inn/Chiem/Ruperti) 13 Referees, die neutral beobachtet werden. Doch könnten Kreisliga-Spiele nicht mit Gespannen besetzt werden. »Da würden mehr Schiedsrichter gebraucht, die aber nicht da sind«, stellte er klar. Er appellierte an die Vereine: »Macht Werbung dafür.« Es bestehe immer noch die Gefahr, dass nicht mehr alle der rund 13 000 Spiele pro Saison besetzt werden können.

Carmen Jutta Gardill (Pittenhart) sagte, für den DFB-Sonderpreis und den Ehrenamtspreis müssten die Vereine nur ihre »Ehrenamtler« melden. Eine Ehrenamtsschulung ist am Donnerstag, 30. September im Gasthaus »Gehrlein« in Höslwang.

Andreas Mayländer (Teisendorf), Mitglied des Verbandsausschusses, informierte über das Hochladen von Passbildern, erklärte die BFV-App über Neuerungen und verwies auf den Liveticker. »Es ist von der Kreisliga abwärts keine Pflicht, aber es wäre wünschenswert, wenn viele tickern würden.« Sperren der Spieler werden – wie bisher – nach Wettbewerben und nach Spieltagen ausgesprochen.

Schulz sagte, dass ihm nach dem Ausscheiden von Michael Baumann (Rosenheim) noch immer ein Spielleiter fehle. Dadurch wurden die Chiemgruppen an ihn, Thomas Langner (Taching) und Andreas Hänsel (Neumarkt/St. Veit) verteilt.

Verlegungswünsche sind bis 2. August kostenfrei, zur Verlegung von Samstag oder Sonntag auf einen Wochentag und umgekehrt braucht man die Zustimmung des Gegners. Letzter Spieltermin ist der Sonntag um 16 Uhr. Die Relegation so wie heuer ist Geschichte, es gibt wieder eine Rückkehr zu den Spielen auf neutralen Plätzen. »Dazu brauchen wir 2016 28 Spiele«, so Kurzmeier zum Abschluss. td