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Kreisklassist ASV Grassau überrascht auch im Endspiel

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Spannend ging es im Halbfinale zwischen dem TuS Traunreut und dem ASV Grassau zu, das der ASV mit 1:0 gewann. In dieser Szene will Ersel Aydinalp (TuS Traunreut/links) den Schuss von Helmut Hain abblocken. (Foto: Weitz)

Mit einem überraschenden, aber doch verdienten Triumph des ASV Grassau ist das 49. Trostberger Fußball-Hallenturnier um den Sparkassenpokal zu Ende gegangen. Florian Lindlacher war mit zwei Toren der entscheidende Mann beim 2:0-Erfolg im Finale gegen den Titelverteidiger TSV Peterskirchen.


Damit ist der Kreisligist nach einem Jahr wieder vom Thron gestoßen worden und die ASV-Truppe um Torhüter und Spielertrainer Viktor Gruber feierte den zweiten Triumph nach 2012. Der dritte Platz ging an Topfavorit TuS Traunreut, der sich im Halbfinale beim 0:1 die Zähne an der starken Grassauer Abwehrarbeit ausbiss, das kleine Finale gegen den SV Aschau/Inn aber klar mit 6:1 gewann.

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Der ASV stand in der Vorrunde jedoch schon kurz vor dem Aus und musste nach zwei Remis gegen Peterskirchen (1:1) und den SC Danubius Waldkraiburg (2:2) unbedingt gegen den bereits ausgeschiedenen TuS Mettenheim gewinnen. Und erst kurz vor dem Ende gelang mit dem Treffer zum 4:3 der entscheidende Schritt ins Semifinale. Der Gruppensieg ging an den Titelverteidiger, der gegen Mettenheim (4:0) und Waldkraiburg (3:1) gewann.

In der Parallelgruppe ließ Traunreut keine Zweifel aufkommen und dominierte mit drei klaren Siegen. Der Kampf um Platz zwei war dagegen umso spannender. Zwischen den punktgleichen SV Aschau, FC Waldkraiburg und TSV Heiligkreuz musste eine Sondertabelle entscheiden, in der Aschau knapp vorne lag.

Für Heiligkreuz ging es nach einem klaren 6:1-Sieg im »kleinen Halbfinale« gegen Danubius Waldkraiburg zumindest ins Spiel um Platz fünf und dort sicherte sich der Lokalmatador mit einem 6:4-Sieg nach Siebenmeterschießen über den FC Waldkraiburg den ersten mit einem Geldpreis prämierten Rang. Mettenheim – immerhin noch Sieger der ersten Vorrunde – kam durch ein 3:2 gegen Danubius auf Platz sieben.

»Der Grassauer Sieg ging am Ende in Ordnung. Die haben sich immer weiter gesteigert. Wir sind auch mit dem zweiten Platz sehr zufrieden«, zeigte sich Peterskirchens Trainer Hermann Reiter nach dem Turnier als fairer Verlierer. Große Freude herrschte dagegen bei Grassaus Abteilungsleiter Manfred Kaltenhauser, der selbst noch aktiv dabei war: »Wir haben zwar nicht immer den schönsten Fußball gespielt, aber taktisch sehr sauber gearbeitet. Super, dass es am Ende zum Sieg gerreicht hat.«

Neben dem Wanderpokal der Stadt Trostberg gab es vom Turniersponsor wieder einen Scheck über 500 Euro. Peterskirchen konnte sich immerhin mit 350 Euro trösten, Traunreut durfte noch 250 Euro mit nach Hause nehmen. Die weiteren Geldpreise gingen an Aschau (150 Euro) und Heiligkreuz (100 Euro).

Zum ersten Mal wurde zudem von Trainern und einer Jury ein Top-Team gewählt. Neben dem besten Torschützen des Turniers, Luca Radu vom SC Danubius Waldkraiburg mit neun Treffern, wurden Sinan Aydin vom FC Waldkraiburg als bester Torwart sowie Christian Kreuz (ASV Grassau), Birol Karatepe (SV Aschau) und Ersel Aydinalp (TuS Traunreut) als beste Spieler gewählt. Aydinalp lag in der Abstimmung dabei mit deutlichem Vorsprung in Front.

Auch der TSV Heiligkreuz durfte noch einen klaren Sieg feiern: Für den lautstärksten Fanblock gab es einen Getränkepreis. Unter den fast 250 Zuschauern gaben die Fans aus »Santa Cruz« klar den Ton an und unterstützten im Finale auch den ASV Grassau lautstark.

»Das war toll, was unser Nachbarverein da auf die Beine gestellt hat. Insgesamt war der Zuschauerzuspruch mit deutlich über 500 Zuschauern an den drei Spieltagen sehr erfreulich«, zog auch Turnierorganisator Bernhard Eiter ein positives Fazit.

Bei der Siegerehrung bedankten sich Josef Schallinger (Kreissparkasse Traunstein-Trostberg) und Birgit Seeholzer von der Stadt Trostberg bei allen Mannschaften für die faire Spielweise.

Trostbergs Abteilungsleiter Robert Magerl richtete den Blick bereits nach vorne: »Das älteste Hallenturnier in Bayern feiert nächstes Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Da würden wir uns freuen, wieder viele Mannschaften begrüßen zu dürfen und wir werden uns sicher auch etwas Spannendes einfallen lassen.« be

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