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Kracker trifft ehemaligen Torwarttrainer

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Kirchanschörings Torwart Dennis Kracker kann beim VfR Garching seinem früheren Torwarttrainer beweisen, was er alles gelernt hat. (Foto: Butzhammer)

Wenn der SV Kirchanschöring heute, Samstag, um 14 Uhr in der Fußball-Bayernliga Süd beim VfR Garching antritt, feiert Torwart Dennis Kracker ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Der Regionalliga-Absteiger und Tabellenfünfte wird nämlich von Daniel Weber trainiert, »der mich in meinen Jugendzeiten als Torwarttrainer in der Bayernauswahl trainiert hat«, so der 31-jährige Torwart der Gelb-Schwarzen.


Doch auch sonst birgt die heutige Begegnung jede Menge Brisanz, denn im Jahr 2011 hatten die »Anschöringer« – seinerzeit unter der Leitung von Robert Berg und Günter Heberle – den VfR im Relegationsspiel in Eiselfing mit 2:0 besiegt und damit den Aufstieg in die Landesliga Süd perfekt gemacht.

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Seitdem traf man sich nur noch in der Landesliga-Südost-Saison 2012/13, in der die Garchinger das Auswärtsspiel beim SVK mit 3:0 gewannen und in ihrem Stadion am See nicht über ein 1:1 hinauskamen.

Kracker ist trotz der hohen Hürde, die vor dem Team von Patrick Mölzl steht, optimistisch: Die Stimmung im Team sei gut, nach dem ersten Heimsieg (3:2 gegen den TSV Dachau 1865) spüre man »echte Erleichterung«. Die Mannschaft habe sich und die Zuschauer »endlich mal belohnt«, sagt der frühere Burghauser. »Wir hatten knappe Partien, gerade zu Hause, als wir unentschieden gespielt oder leider verloren haben«, erklärt die Kirchanschöringer Nummer eins. Mittlerweile habe man jedoch »endlich bewiesen, dass wir in der Bayernliga mitmischen können«, freut sich Kracker.

Er ist sich darüber im Klaren, dass die Garchinger auf Wiedergutmachung brennen, nachdem sie zuletzt dreimal in Folge sieglos blieben. »Die wollen mal wieder einen Dreier, gerade daheim, denn die letzten Ergebnisse waren mit Sicherheit nicht das, was sie erwartet haben«, betont Kracker. Für den SVK sei die Lage dennoch nicht schlecht, »weil wir selbstbewusst zum VfR fahren und unbedingt etwas mitnehmen wollen«.

Die Garchinger sind für Kracker »am Samstag klarer Favorit«. Denn der SVK sei schließlich nur der Aufsteiger. »Wir kommen aus der Landesliga, Garching aus der Regionalliga. Das ist schon eine andere Hausnummer.« Was die vielen Ausfälle anbelangt, so sieht der Keeper der Gelb-Schwarzen darin auch die Chance für Nachwuchskräfte, denn diese müssten im Moment zwangsläufig dazulernen, wenn sie »ins kalte Wasser geworfen werden«. Das Fehlen etablierter Stammkräfte wie Christian Jung, Tobias Janietz oder Thaddäus Jell sei eben nicht ohne weiteres wegzustecken. »Auf solche Typen will und kann keine Mannschaft verzichten«, so Kracker. Nur »mit Geschlossenheit und Kampf« könne man das »gemeinsam kompensieren«.

Auch der Hausherren-Torwart ist im Fußball-Kreis Inn/Salzach kein Unbekannter: Daniel Maus hat schon für den TSV Buchbach in der Regionalliga gehalten. Fehlen wird dagegen auf Garchinger Seite mit Mario Staudigl ein weiterer höherklassig erprobter Akteur: Der Mittelfeldmann, der unter anderem für den TSV Buchbach, FC Ingolstadt II sowie die beiden Rosenheimer Clubs TSV 1860 und SB/DJK spielte, flog am vergangenen Wochenende bei der 0:1-Niederlage in Hankofen-Hailing mit Rot vom Platz. cs