Kottern nicht der Lieblingsgegner

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SVK-Spieler Max Vogl steht morgen wieder zur Verfügung. Seine Rot-Sperre ist abgelaufen. (Foto: Butzhammer)

Eine Mannschaft, die man nicht unbedingt als Lieblingsgegner des SV Kirchanschöring bezeichnen kann, gastiert am morgigen Samstag um 15 Uhr im Stadion an der Laufener Straße: der TSV Kottern, Stadtteilclub von Kempten. Dennoch wollen die »Anschöringer« ihre Sensationsserie in der Fußball-Bayernliga Süd – zwölf Spiele, null Niederlagen – weiter ausbauen und gegen die Allgäuer möglichst ihren siebten Saison-Dreier feiern.


»Wir können schon stolz darauf sein, was wir in Hankofen geleistet haben. Wir waren ja die Ersten, die dort in dieser Saison etwas mitgenommen haben«, freute sich der spielende SVK-Co-Trainer Christoph Dinkelbach nach dem jüngsten 1:1-Remis im Gipfeltreffen im Landkreis Straubing-Bogen. In der Tat: Die SpVgg Hankofen-Hailing hatte zuvor jedes ihrer sechs Heimspiele gewonnen, insofern bestanden die Gelb-Schwarzen eine Herkulesaufgabe mit Bravour.

Gegen Kottern weisen die Rupertiwinkler eine insgesamt schwache Bilanz auf (2-2-6), was grundsätzlich gegen so einen etablierten, ja renommierten Bayernligisten kein Problem sei. Dennoch stellt Dinkelbach klar. »Dreimal hintereinander wollen wir gegen diese Mannschaft nicht daheim verlieren.« Das sagt der verlängerte Arm von Chefcoach Mario Demmelbauer in Anspielung an die letzten beiden Niederlagen gegen die Allgäuer (0:1 in der Liga im Oktober 2019, 5:6 nach Elfmeterschießen im Toto-Pokal-Duell im August 2019). Die SVK-Fans – die sicher wieder sehr zahlreich erscheinen werden – brauchen also keinerlei Bedenken zu haben, dass ihr Team die Gäste auf die leichte Schulter nehmen könnte. In der Tabelle steht Kottern als aktueller Rangzwölfter zwar nur zwei Punkte über der Relegationszone, doch Dinkelbach geht davon aus, dass sich der TSV im weiteren Saisonverlauf deutlich nach oben arbeiten wird. »Die haben in allen Mannschaftsteilen Leute mit unheimlich viel Regionalliga- und Bayernliga-Erfahrung, in meinen Augen stehen sie derzeit unter Wert da«, redet der Co-Trainer, der stets einen bärenstarken Sechser vor der ohnehin sehr sattelfesten Abwehr spielt, Klartext.

Positiv sei in personeller Hinsicht, so Dinkelbach, dass Florian Hofmann langsam wieder im Kommen ist – der Routinier mit der Rückennummer 28 tauchte bei den jüngsten beiden Begegnungen schon auf dem Spielberichtsbogen auf, ohne jedoch eingewechselt zu werden. Seine Rückkehr auf den Rasen scheint also nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Auch Max Vogl steht morgen wieder zur Verfügung, nachdem seine Rot-Sperre (zwei Spiele) abgelaufen ist. Er darf sich zweifellos Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation machen. Fraglich ist dagegen der Einsatz des einen oder anderen krankheitsbedingt fehlenden SVK-Spielers – hier dürfte die Entscheidung darüber, bei wem es tatsächlich geht, wohl relativ kurzfristig fallen.

cs

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