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Kostners klare Forderung: »Sechs Punkte«

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Das Ziel genau im Visier: Kirchanschörings Thomas Liener, der zuletzt auch im Testspiel gegen Wacker Burghausen mitmischte. (Foto: Butzhammer)

»Sechs Punkte aus den nächsten zwei Spielen« – diese klare Forderung richtet Michael Kostner, Trainer des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring, an seine Mannschaft. Soll heißen: Zum Vorrunden-Abschluss gegen den TSV Nördlingen soll morgen (14 Uhr) ebenso ein Heimsieg gelingen wie am Samstag, 27. Oktober, zum Rückrunden-Auftakt gegen Kellerkind TuS Holzkirchen, das man ja zum Saisonstart auswärts mit sage und schreibe 7:1 abgefieselt hatte.


»Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir solche Gegner einfach schlagen«, so Kostner, »und das hat sicher nichts mit Überheblichkeit zu tun.« Man wolle auch nicht auf Konter setzen wie etwa in den Heimspielen gegen die Spitzenteams SV Türkgücü-Ataspor München (1:0) und SV Pullach (3:0), sondern dominanter agieren.

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»Zu Hause musst du gegen diese Gegner präsenter auftreten und sie richtig unter Druck setzen«, erklärt der 49-jährige Ex-Profi, dessen Team sich am Dienstagabend im Trainingsspielchen beim Regionalligisten SV Wacker Burghausen (0:1) sehr gut aus der Affäre zog. »Das war eine coole Sache. Wir werden das auch sicher wiederholen – das habe ich mit Wacker-Trainer Wolfgang Schellenberg schon ausgemacht«, sagt Kostner.

Der SVK-Trainer war sogar froh, dass die Partie nicht in der Arena, sondern nur auf Platz 1 ausgetragen wurde, »weil ich dadurch diejenigen Spieler, die nebenan trainiert haben, besser unter Kontrolle hatte. Wir hatten ja den kompletten Kader in Burghausen dabei – auch Mittelfeld-Allrounder Istvan Makai aus der Zweiten Mannschaft, der seine Sache wirklich gut gemacht hat«.

Wie die gelb-schwarze Startformation gegen den Heimatverein von »Bomber« Gerd Müller – mit 22 Punkten Vorsprung als Meister der Landesliga Südwest aufgestiegen – aussieht, konnte Kostner gestern noch nicht sagen. Fest steht jedoch, dass gleich mehrere Spieler ausfallen – neben dem gesperrten Daniel Muteba (den zudem Knieprobleme plagen) auch Christian Jung (Zerrung beziehungsweise Muskel- fasserriss aus dem Wacker-Spiel), Toni Peter, Maxi Willinger und Maxi Vogl (alle Magen-Darm-Grippe).

Jammern will Kostner dennoch nicht, »weil wir einen Riesen-Kader haben und sicher eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung haben werden.« Vor der Partie gegen die »Wundertüte Nördlingen«, die kürzlich gegen 1860 München II 0:8 verlor, dann jedoch den TuS Holzkirchen 4:0 abfertigte, betonte der Kirchanschöringer Coach, dass während der Winterpause nicht unbedingt mit Neuzugängen zu rechnen sei. »Trotzdem ist doch klar, dass ich nicht auf dem Baum schlafe, sondern immer schaue, wer zu haben ist. Doch ein Neuer muss sowohl finanziell als auch regional zu uns passen, wir holen niemanden aus München.«

Erschwerend im Kampf um den Ligaverbleib komme hinzu, so Kostner, »dass mit der DJK Vilzing eine der aktuell hinter uns stehenden Mannschaften in meinen Augen sicher den Klassenerhalt schaffen wird – die haben seit dem Trainerwechsel in vier Spielen nur gegen uns (0:0) nicht gewonnen und dabei kein einziges Gegentor kassiert.« Und der morgige Gegner Nördlingen, unmittelbarer Tabellen-Vordermann des SVK, liegt aus Sicht der Gelb-Schwarzen schon sechs Punkte entfernt. Insofern ist die Zahl der Abstiegskandidaten momentan ziemlich überschaubar und Kostners Sechs-Punkte-Forderung für die nächsten beiden Heimspiele auch völlig verständlich.

Danach ist der SVK übrigens spielfrei, ehe zwei weitere Heimspiele (1. FC Sonthofen am 10. November, TSV Rain/Lech am 17. November) im Kalender stehen. Nur noch einmal im Jahr 2018 muss man auf Reisen gehen: Am 24. November wartet zum Herbstrunden-Abschluss die SpVgg Hankofen-Hailing. cs

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