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Kostner-Debüt soll zahlreiche Fans anlocken

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Sein Debüt soll zahlreiche Fans anlocken: Kirchanschörings neuer Trainer Michael Kostner. (Foto: Weitz)

Die Punktspielpremiere von Michael Kostner auf der Kommandobrücke des SV Kirchanschöring soll zahlreiche Zuschauer ins Stadion an der Laufener Straße locken: Wenn der DFB-Pokalsieger von 1988 am morgigen Samstag (14 Uhr) mit den gelb-schwarzen Kickern den FC Ismaning zum oberbayerischen Derby der Fußball-Bayernliga Süd erwartet, werden wohl viele neugierige Fans nach »Anschöring« pilgern – um zu sehen, was der Nachfolger von Yunus Karayün mit seinem neuen Team bewegen kann.


»Nach turbulenten Wochen geht es endlich los«, sagt der Ex-Profi, der unter anderem für Eintracht Frankfurt, den Hamburger SV und 1. FC Köln am Ball war. »Ich habe jetzt drei Wochen mit der Mannschaft arbeiten können – und es hat trotz der Witterung sehr viel Spaß gemacht. Die Jungs haben super mitgezogen.«

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Das sollte eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit sein, denn der SVK rangiert in der Abstiegszone und hat zwei Begegnungen weniger absolviert als der punktgleiche Tabellennachbar aus Ismaning. Insofern ist die morgige Partie gleich ein echtes Schlüsselspiel im Kampf ums Überleben in der V. Liga.

Zufrieden zeigt sich Kostner mit der Art und Weise, wie die Mannschaft auch im taktischen Bereich drauf ist: »Wir haben unser neues 3-5-2-System mittlerweile sehr gut umgesetzt«, erklärt der 49-Jährige. Er gibt dennoch zu: »Natürlich läuft noch nicht alles optimal, aber das wird schon«, meint er – auch in Anbetracht der Tatsache, dass in der Generalprobe (1:1 beim Liga-Konkurrenten SB Chiemgau Traunstein) vor allem in spielerischer Hinsicht noch jede Menge Sand im Getriebe war.

Dennoch attestiert die SVK-Abteilungsleitung dem neuen Trainer – der vom abstiegsbedrohten Bezirksligisten TSV Dorfen kam – schon gute Arbeit, wobei man Kostners Handschrift sicher im Laufe der nächsten Wochen immer besser lesen können wird. Thaddäus Jell aus der SVK-Spartenleitung: »Michael hat schon bewiesen, dass er mit jungen, talentierten Spielern langfristig zusammenarbeiten kann.«

Der ehemalige SVK-Kicker sei von den Qualitäten des Ex-Profis überzeugt und betont: »Die Tendenz geht klar dahin, dass wir mit Michael langfristig arbeiten wollen. Aber das ist noch nicht spruchreif«, erklärte Jell. »Unsere nächsten Ziele neben dem Klassenerhalt sind: Eine schlagkräftige Zweite Mannschaft aufstellen und eine breite Organisationsmannschaft in der Abteilungsleitung formen.«

Dass die Ismaninger – bei denen man das Hinspiel mit 2:0 gewinnen konnte – zum Frühjahrsrunden-Auftakt gleich eine harte Nuss darstellen, darüber ist man sich im gelb-schwarzen Lager absolut im Klaren: »Am Samstag erwarten wir eine sehr spielstarke Mannschaft, die vor der Saison eigentlich andere Ziele hatte als gegen den Abstieg zu spielen«, sagt Kostner. »Ich erwarte von meiner Truppe Leidenschaft, Disziplin und Mut. Und ich hoffe, dass uns die Zuschauer auch mal Fehler verzeihen und voll hinter dem Team stehen.« Denn nur gemeinsam könne man den Klassenerhalt schaffen.

Mit einem »Amt« weniger ausgestattet ist beim SVK Michael Wengler: Nachdem er im Herbst sowohl als Pressesprecher (diesen Posten erfüllt er schon seit einigen Jahren) als auch als Teammanager des Vereins fungierte, übt er die zweitgenannte Funktion nun nicht mehr aus. »Das war damals eine Idee von Patrick Mölzl, die dessen Nachfolger Dominik Hausner gerne mitnahm und Yunus Karayün auch so weiter haben wollte«, teilte Wengler unserer Sportredaktion mit. »Bei Michi Kostner, mit dem ich natürlich auch schon zusammenarbeite, möchte ich aber die ganze Arbeit nicht mehr machen.« Künftig liege sein Fokus wieder auf dem Medien-Bereich. cs