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Kostner will zwei Serien ausbauen

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Auf sein Mitwirken dürfen sich die Kirchanschöringer Fans noch länger freuen: Tobias Schild. (Foto: Butzhammer)

Ein kurioses Bild gibt die Heimtabelle der Fußball-Bayernliga Süd ab: Obwohl der SV Kirchanschöring in seinem »Wohnzimmer« an der Laufener Straße sieben Punkte aus drei Spielen geholt hat und dabei – teils gegen Spitzenteams – sogar ohne Gegentor geblieben ist, belegt er in dieser Rangliste nur Platz zwölf.


Das hat Gründe: Zum einen hinken die Gelb-Schwarzen wegen ihrer Stadionsanierung den besten Mannschaften der Heimtabelle um drei Partien hinterher. Zum anderen wurde ja das erste Saison-Heimspiel gegen die SpVgg Hankofen-Hailing mit 1:2 in den Sand gesetzt – allerdings auf der Anlage des Nachbar- und Kooperationsvereins TSV Fridolfing.

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»Jetzt wollen wir natürlich die Serie unserer Erfolge in Kirchanschöring ausbauen«, sagt SVK-Trainer Michael Kostner vor dem Heimauftritt gegen den Tabellen-15. FC Ismaning am morgigen Samstag um 14 Uhr. Zudem haben die Mannen um Kapitän Albert Eder gegen den FCI eine erfreuliche Gesamtbilanz zu Buche stehen: Vier Siege und zwei Remis gab’s in den letzten sechs Punktspielen. »Auch diese Serie möchten wir fortsetzen«, betont Kostner.

Allerdings ist er sich dessen bewusst, dass die Ismaninger »ein gefährlicher Gegner« sein könnten. Seit dem Trainerwechsel Mitte August (Mijo Stijepic, früher als Spieler unter anderem beim FC Schalke 04 II und TSV Buchbach unter Vertrag, löste Rainer Elfinger ab) hat der FCI sechs Punkte aus vier Spielen geholt und dabei zuletzt den TuS Holzkirchen im Kellerduell mit 6:2 zerlegt. Insofern werde die Partie gegen diese »mit sehr guten Einzelspielern gespickte Mannschaft« (Kostner) kein Selbstläufer.

Durch den jüngsten Ismaninger Sieg wuchs der Vorsprung der Rupertiwinkler auf den einzigen Direktabstiegsrang auf elf Punkte an. »Es ist auf alle Fälle ein ganz anderes Arbeiten«, gewinnt auch Kostner diesem Vorwochen-Resultat einen positiven Aspekt ab. »Allerdings möchten wir heuer auch der Relegation entgehen, was uns letzte Saison nicht gelungen ist. Insofern können wir uns noch lange nicht zurücklehnen.«

Kleine Unzulänglichkeiten – wie sie etwa zuletzt beim 0:3 in Kottern zum Führungstreffer der Allgäuer geführt hatten – wolle man morgen von Beginn an vermeiden. Der SVK-Coach monierte, »dass wir da den Spieler einfach nicht flanken lassen dürfen und dann auch noch das Pech haben, dass Albert Eder den Ball unglücklich abfälscht.«

Die Kadersituation bei den Gelb-Schwarzen ist übrigens gut, auch wenn das Comeback des verletzten Maximilian Sturm wohl frühestens im Oktober in Frage kommt und Maximilian Streibl nach einem Trainings-Zusammenprall diesmal wohl ebenso passen muss. »Bei ihm wird’s für dieses Wochenende zu eng werden«, erklärt Kostner, »bei Daniel Muteba, der ebenfalls angeschlagen ist, hoffe ich dagegen schon, dass es geht.« Erneut nicht zur Verfügung steht »Ötzi« Kart, den der Trainer »gerne als Backup dabei gehabt hätte« – Kart ist aus beruflichen Gründen verhindert.

Eine wichtige Personalie konnten die Kirchanschöringer auch noch vermelden: Offensivmann Tobias Schild hat seine Zusage gegeben, dem SV Kirchanschöring bis Sommer 2020 die Treue zu halten. »Eine tolle Sache, dass er bei uns verlängert hat«, freut sich Tom Dengel aus dem Abteilungsleiterteam.

Schild, der am vergangenen Montag seinen 24. Geburtstag feierte, ist zwar derzeit in der teaminternen Torschützenliste gemeinsam mit Kart (beide drei Treffer) »nur« Zweiter hinter Neuzugang Albert Deiter (vier Einschüsse). Doch vor allem in der vorherigen Saison lief’s bei ihm wie am Schürchen. Mit 15 Treffern während der regulären Saison plus einigen wichtigen Treffern in der Relegation hatte er maßgeblichen Anteil am Ligaverbleib. cs

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