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Kostner sieht »verdienten Erfolg«

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Mit großem Einsatz gingen die SVK-Spieler zur Sache, so wie hier Luka Ban bei diesem Kopfball. Sein Teamkollege Lukas Pöllner (links) beobachtet die Szene. (Foto: Wengler)

Einen etwas ungewöhnlichen Nachmittag erlebte der SV Kirchanschöring beim Auswärtssieg beim Tabellenzweiten in der Fußball-Bayernliga Süd. Mit 2:1 (0:1) konnten die Männer von Coach Michael Kostner an der Gistlstraße im Münchner Süden vor nur 70 Zuschauern drei Punkte mitnehmen – und das trotz mancher Widrigkeiten. Bei der Anreise streikte ein Gefährt und als in Pullach gerade einmal zwei Minuten gespielt waren, ging Schiedsrichter Florian Wernz nach einem Sprint mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden.


20 Minuten gingen vorüber, während derer die Mannschaften versuchten, sich »warm« zu halten. Letztlich musste Schiedsrichter-Obmann Thomas Lutz die Rolle des Linienrichters einnehmen, während einer der Assistenten, Matteo Heiß, den Referee ersetzte. In der 28. Minute kassierten die bis dahin besseren Gäste in ihren türkis-blauen Trikots auch noch die Führung des SV Pullach. Nach einem Eckball von rechts durch Lukas Dotzler, konnte SVK-Torhüter Dominic Zmugg die Verlängerung nur an die Latte »retten«, von dort sprang das Leder vor das SVK-Gehäuse, und Alexander Jobst donnerte den Ball in die Maschen.

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Kurz vor der Pause jubelte man im SVK-Lager, als Manuel Jung aus kurzer Distanz den Ball gen Pullacher Gehäuse donnerte, Josef Urban gab dem Leder einen letzten Schwung, stand dabei aber im Abseits (39.).

Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff trat Manuel Omelanowsky einen Freistoß aus dem Mittelfeld, das Leder segelte ans hintere Eck des Fünfmeterraumes und dort verwertete Albert Deiter per Kopf ins rechte Toreck zum 1:1-Ausgleich (47.). Nur sieben Minuten später waren die Pullacher samt Anhang entsetzt: Zunächst reagierte Schlussmann Marjan Krasnic noch mit einer Glanzreaktion bei einem Schuss von Omelanowsky, ehe Daniel Muteba zur 2:1-Führung für den SVK vollstreckte.

»Wir sind irgendwie leblos aus der Kabine gekommen«, meinte Pullachs Coach Frank Schmöller, »da haben wir nicht mehr an uns geglaubt.« Das habe der SVK »gut ausgenutzt«. Die Gäste hätten die Führung sogar noch erhöhen können, doch Omelanowsky scheiterte mit einem Heber (66.). Auf der Gegenseite verfehlten Martin Bauer per Kopfball (70.) und der eingewechselte Vinzenz Loistl (90.) das SVK-Tor. SVK-Coach Kostner sah seine Elf als »die bessere Mannschaft« und zwar über das gesamte Spiel. »Wir hatten in der ersten Halbzeit drei klare Torchancen«, betonte er. Zur Pause habe er an »ein, zwei grundlegenden Stellschrauben« gedreht, »das haben die Jungs dann toll gemacht«. Trotz mehr Pullacher Ballsitzes »waren wir druckvoller und energischer und haben noch einige Möglichkeiten liegengelassen.« So sah am Ende nicht nur Kostner den Erfolg als »verdient für uns« an.

SV Pullach: Krasnic, Heinzlmeier, Dinkelbach, Dotzler, Braun (83. van Boyen), Jobst, Bauer, Gaigl (75. Loistl), Koudossou, Hutterer, Zander.

SV Kirchanschöring: Zmugg, Janietz, Eder (55. Köck), Muteba (70. Jäger), Deiter, Ban, Pöllner, Omelanowsky, Urban, Schild (86. Peter), Jung.

Tore: 1:0 Jobst (28.), 1:1 Deiter (47.), 1:2 Muteba (55.).

Schiedsrichter: Matteo Heiß (TSV Königsbrunn).

Zuschauer: 70. mw

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