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Kostner erwartet »richtiges Kampfspiel«

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Er wird dem SV Kirchanschöring im Duell mit dem 1. FC Sonthofen fehlen: Daniel Muteba. Ansonsten ist der SVK personell aber gut besetzt. (Foto: Butzhammer)

Vor dem spielfreien Wochenende gab’s zwei Heimspiele in Serie, nun steigen erneut zwei Heimvorstellungen in Folge: Der abstiegsbedrohte Fußball-Bayernligist SV Kirchanschöring möchte am morgigen Samstag (14 Uhr/Stadion an der Laufener Straße) den Tabellenneunten 1. FC Sonthofen in die Schranken verweisen. Eine Woche drauf kommt der TSV Rain/Lech zur Kostner-Truppe, und am Samstag, 24. November, wird die Herbstrunde mit dem Gastauftritt bei der SpVgg Hankofen-Hailing abgeschlossen. Klar: Von den neun Punkten, die heuer noch greifbar sind, möchten die Gelb-Schwarzen so viele wie nur irgendwie möglich auf ihr Konto buchen.


SVK-Cheftrainer Michael Kostner kann gegen die Allgäuer, die am vergangenen Samstag nur 3:3 beim sieglosen Kellerkind TuS Holzkirchen spielten, eine schlagkräftige und wegen des spielfreien Wochenendes auch gut erholte und entsprechend fitte Truppe auf den Rasen schicken. Ausfallen werden nur der Ex-Burghauser Daniel Muteba (Knieprobleme) und der frühere Freilassinger Christian Jung, der sich noch im Aufbautraining befindet.

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Ansonsten hat der 49-jährige Ex-Profi Kostner voraussichtlich alle Mann an Bord, sodass jeder einzelne Akteur seines Teams einen gewissen Konkurrenzdruck spürt und sich trotz der fortgeschrittenen Runde keinen Schlendrian erlauben kann. »Die Statistik spricht natürlich nicht für uns, aber wir müssen am Samstag einen Dreier einfahren, um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten«, weiß Kostner. »Ich denke, es wird ein richtiges Kampfspiel, in dem sich diejenige Mannschaft durchsetzen wird, die ihre Chancen konsequent nutzt, mehr Laufarbeit leistet und hinten weniger Fehler macht.«

Nicht nur weil das Wetter ja ganz gut passen soll, sondern auch ganz allgemein erhofft sich der Kirchanschöringer Trainer im vorletzten Heimspiel 2018 »wieder viele Zuschauer, die unsere Mannschaft unterstützen.« Mit der »Statistik, die nicht für uns spricht« wollte Kostner noch einmal verdeutlichen, dass sich die Kirchanschöringer gegen Sonthofen stets sehr schwer tun. Im Hinspiel gelang ihnen zwar ein 2:2-Remis (sogar nach einem 0:2-Rückstand), auch vergangene Saison (2:0 auswärts und 0:0 zu Hause) überzeugte man und blieb in 180 Minuten ohne Gegentreffer. Doch in den Bayernliga-Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 blieben die Gelb-Schwarzen gegen die Allgäuer ohne Dreier. Und auch in der Landesliga-Süd-Saison 2011/12 war der SVK zweimal leer ausgegangen.

»Zu Hause haben wir gegen Sonthofen überhaupt noch nicht gewonnen – ich hoffe, das ändert sich am Samstag«, betont Kirchanschörings Pressesprecher Michael Wengler. Er kennt die Gesamt-Ausrichtung der Allgäuer bestens und erklärt dazu Folgendes: »Hinter dem Trainerwechsel – Esad Kahric verkündete im Januar 2018 seinen Abschied, ihm folgte Yusuf Bakircioglu – verbirgt sich mehr. Wie die Kollegen vom FCS im Hinspiel verraten haben, will sich der Verein neu aufstellen und wieder mehr auf die eigene Jugend setzen, anstatt nur fertige Spieler von auswärts zu holen.« Dass Trainer und Verantwortliche bei solch einem brisanten Thema durchaus unterschiedliche Vorstellungen haben können und dass das auch bei Trainerwechseln eine Rolle spielen kann, wisse man ja auch »aus eigener Erfahrung«, so Wengler.

Entscheidend wird jedoch am morgigen Samstag das rein Sportliche sein – und da steht eines fest: Wollen die Mannen um Kapitän Albert Eder, jüngst wieder in die rote Zone abgerutscht, die Gäste noch mit in den gefährlichen »Sumpf« ziehen, dann brauchen sie einen Sieg. Denn aktuell beträgt der Rückstand des SVK auf die Allgäuer schon sechs Punkte. Dass Sonthofen schon eine Partie mehr absolviert hat, ist in der momentanen Saisonphase eher sekundär. cs