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»Kopf hoch, Leute!«

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Felix Loch konnte die teilweise harte Kritik der Fans an den deutschen Biathleten nicht nachvollziehen. Er bat daher auch in schwierigen Zeiten für Unterstützung. Foto: dpa

Emotionaler Post von Rodler Loch – Ex-Biathlet Wolf sieht Trainer gefordert


Das historisch schlechte WM-Ergebnis der deutschen Biathleten um Arnd Peiffer, Erik Lesser, Benedikt Doll und Johannes Kühn am Freitag im Sprint hat auch Felix Loch nicht kalt gelassen. Der Rodler des RC Berchtesgaden, der sich in diesem Jahr wieder den Gesamtweltcup sicherte, stand seinen »Kollegen und Freunden« bei und kritisierte auf seinem Facebook-Account mit einem emotionalen Post die teilweise überzogene Kritik an den Sportlern. »Sorry Leute, so geht man einfach nicht miteinander um. Ja, wir sind Leistungssportler und werden dafür bezahlt, auf den Punkt stark zu sein und unser Bestes abzurufen. Glaubt mir: Wir hängen uns immer voll rein, keiner von uns will verlieren.«

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Loch bat die Fans um Unterstützung – und zwar nicht nur in erfolgreichen Zeiten. »Wenn's aber einfach nicht läuft und so viele von euch 'wahre Fans' sind, dann unterstützt uns doch und haut nicht noch drauf! (...) Wir sind doch alle ein Team!« Zum Schluss richtete Felix Loch noch ein paar aufmunternde Worte an die vier Biathleten: »Arnd, Erik, Benedikt, Johannes: Kopf hoch, Leute! Ihr habt es so oft bewiesen, dass ihr es könnt! Abhaken, weiterlaufen! Haut rein!«

Auch der ehemalige deutsche Biathlet Alexander Wolf zweifelt nicht an der Leistungsfähigkeit des aktuellen WM-Teams. »Dass die Jungs mehr draufhaben, wissen wir. Dass das jetzt so schlecht läuft, ist natürlich schwierig«, sagte Wolf in einer Facebook-Gesprächsrunde der ARD. »Da sind die Trainer jetzt gefordert, die Jungs wieder aufzubauen und einfach zu hoffen, dass sie die Kurve kriegen. Man muss positiv bleiben«, ergänzte er.

Man müsse sich zusammensetzen, alles analysieren und zusammen wieder einen Weg beschreiten, sagte Wolf. »Wenn man jetzt den Kopf in den Sand steckt, kann man gleich abreisen«, ergänzte er.

Der 42-jährige gebürtige Thüringer Wolf ist als Trainer der Schweizer Biathleten in Slowenien. Auch seine Sportler enttäuschten im ersten Einzelrennen der WM und verpassten die Top 40. Zuvor hatte Wolf, der als Aktiver drei Weltcupsiege und zwei WM-Medaillen holte, mehrere Jahre als Coach mit dem deutschen Nachwuchs gearbeitet.

SB

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