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Auch er will beim SV Kirchanschöring wieder für Schwung sorgen: Luca Schmitzberger, der zuletzt in Gundelfingen einen Treffer für den SVK erzielt hatte. (Foto: Butzhammer)

Konzentration auf Kottern und die Zukunft

Wenn der SV Kirchanschöring am morgigen Samstag (15 Uhr) den TSV Kottern empfängt, dann sollen nicht nur die 90 Minuten Bayernliga-Fußball zu einem Spektakel für die Besucher werden. Bereits um 14.30 Uhr präsentieren die Rupertiwinkler all ihre Jugendmannschaften auf dem Rasen des Stadions an der Laufener Straße.

Es lohnt sich also durchaus, etwas früher zu kommen, um dem Nachwuchs Applaus zu spenden. Es könnte ja durchaus sein, dass aus diesen Teams der eine oder andere künftige Spieler der »Ersten« hervorgebracht wird.

Das Besondere ist jedoch nicht allein die Vorstellung des Nachwuchses an sich, »sondern halt auch die Tatsache, dass wir seit dieser Saison – die letzte Woche so richtig losgegangen ist – lauter eigenständige Jugendmannschaften haben und nicht mehr als JFG Salzachtal auftreten«, erklärt Simon Wadislohner. Er packt seit etwa zehn Jahren – überwiegend im Hintergrund – beim SVK mit an und steht dem »Anschöringer« Organisationsteam mit Rat und Tat sowie guten Ideen zur Seite.

Wenn Referee Michael Freund (SV Perlesreut) dann jedoch die beiden Bayernliga-Teams aufs Feld führt, gilt die Konzentration 90 sicherlich interessanten Minuten mit der Mario-Demmelbauer-Elf und der Crew von TSV-Trainer Matthias Günes. Dass die Allgäuer aktuell derzeit keinen Lauf haben (vier Niederlagen in den letzten fünf Begegnungen), gefällt Wadislohner nicht unbedingt: »Das muss in dieser starken Liga nicht viel heißen. Wir werden auf alle Fälle eine starke Leistung bringen müssen, wenn wir endlich den dritten Heimsieg landen wollen – was natürlich das Ziel ist.« Für den SVK waren die Kemptner schon immer sehr unangenehm: In zwölf Vergleichen gab es nur drei gelb-schwarze Siege, da kann man definitiv nicht von einem Lieblingsgegner sprechen.

Insofern ist es nicht schlecht, dass Kirchanschörings Cheftrainer Demmelbauer wieder auf seinen Co-Trainer Thomas Leberfinger (nach Hochzeitsreise) in der Abwehr zurückgreifen kann. Zuletzt, beim eminent wichtigen 2:1-Sieg in Gundelfingen, bildeten der zweite Co-Trainer Christoph Dinkelbach und Elias Huber die Innenverteidigung, die sich schon deutlich stabiler als eine Woche zuvor gegen Memmingen präsentierte. Für Huber wurde dann Mitte der zweiten Halbzeit Luca Obirei positionsgetreu eingewechselt, der im Defensivzentrum schon oft bewiesen hat, dass er eine Bank ist. »Außerdem sind wir auch froh, mit David Lobendank den variabelsten Spieler geholt zu haben, den du dir nur vorstellen kannst.« Er könne »von links hinten bis rechts vorne quasi alles spielen«, freut sich Wadislohner.

Auffällig beim Blick in den Terminplan der Bayernligen: Wegen diverser BFV-Abstellungen für den UEFA-Regionen-Cup (geht im Zeitraum von 29. September bis 5. Oktober über die Bühne) wird am ersten Oktober-Wochenende nicht gespielt. Beide Mannschaften können also morgen alles raushauen, ehe ihnen eine zweiwöchige Pause gegönnt wird – die die Kirchanschöringer übrigens zu einem zünftigen Wiesn-Besuch nutzen werden.

Danach gastiert der SVK gleich zum »Hammer-Match« beim TSV Landsberg (Samstag, 8. Oktober, 14 Uhr), wo es dann eine Herausforderung wird, Ex-Bundesliga-Torjäger Sascha Mölders (103 Spiele und 18 Tore im Oberhaus) an die Kette zu legen. Der Ex-Löwe führt ja aktuell die Bayernliga-Torschützenliste mit 15 Treffern an. Doch auch Kottern hat einen gefährlichen Torjäger in seinen Reihen, den es möglichst gut in Griff zu bekommen gilt: Fatlind Vezaj – der 24-jährige Slowene kam im Sommer aus Ottobeuren – hat im bisherigen Saisonverlauf bereits sechs Mal getroffen.

Für Spannung ist also gesorgt – und das nicht erst in zwei Wochen. »Wir haben außer den Langzeitverletzten alle Kaderspieler zur Verfügung«, so Wadislohner mit Blick aufs Kottern-Spiel. Und weil ja der gelb-schwarze Nachwuchs auch sehr interessant ist, erwartet er morgen wieder eine Top-Kulisse im Stadion.

cs

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