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Kontrollierte Offensive wie einst bei »König Otto«

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Er hat sich in dieser Saison schon oft durchgesetzt, sollte es aber nach Meinung seines Trainers noch deutlich öfter tun: Johannes Schreiber (rechts) vom TuS Traunreut, hier im Duell mit Lucas Berndl vom ASV Au. (Foto: Weitz)

Bis auf den verletzten Abwehrmann Konstantin Klein hat Tom Stutz, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Traunreut, im Heimspiel gegen den TSV Ottobrunn alle Mann an Bord. Er kann also eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen schicken, die am morgigen Samstag um 14 Uhr den dritten Saisonsieg nach dem 3:1 gegen Dorfen und dem 4:3 über Au realisieren soll.


»Natürlich sollte in einem Heimspiel ein Dreier das Ziel sein – und das ist es auch«, erklärt Stutz, »aber gegen diese technisch starke Mannschaft, die im Vergleich zu unserem letzten Gegner Ebersberg jüngere, dynamischere Spieler hat, bin ich unter gewissen Umständen auch mit einem Unentschieden nicht unzufrieden.« Vor allem auf die beiden torgefährlichsten TSV-Kicker, Timo Aumayer (kehrte im Winter vom Landesligisten FC Deisenhofen zurück) und Sebastijan Cacic (früher SC Baldham-Vaterstetten) werde man gut aufpassen müssen. Aumayer hat wie der erfolgreichste TuS-Stürmer »Jo« Schreiber viermal getroffen, Cacic immerhin dreimal.

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Mit Schreibers Bilanz ist Stutz übrigens einigermaßen zufrieden, »auch wenn diese vier Treffer für ihn eher die untere Grenze sind«, so der TuS-Trainer, »der 'Jo' hat ja in dieser Saison durchaus seinen Anlauf gebraucht und gemerkt, dass es nicht mehr so leicht geht wie in der Kreisliga.«

Die Truppe um Kapitän Michael Müller wird mit einem 4-5-1-System versuchen, den Ottobrunnern das Leben schwer zu machen und eigene Torchancen zu erarbeiten. Während Stutz fürs Mittelfeld um Ersel Aydinalp viel Lob übrig hat (auch was die Defensivarbeit anbelangt), sorgt die Viererkette nach wie vor für Sorgenfalten beim Ex-Oberteisendorfer.

So stand vor dem Abschlusstraining auch noch nicht fest, wer Klein ersetzen wird. Harald Renges könnte da sogar Vorteile im Vergleich zum am vergangenen Samstag in Ebersberg (2:2) eingewechselten Christoph Raue besitzen, zumal dieser nicht optimal trainieren konnte. »Wir haben diese Woche vor allem Zweikämpfe trainiert und versucht, der Abwehr mehr Stabilität zu geben«, erklärt Stutz. »Das Positive in Ebersberg war, auch wenn Gegentore nie positiv sind: Diesmal haben wir sie 'nur' noch nach Standards bekommen, eines nach einem Freistoß, das andere nach einer Ecke.«

Dass man vor den Ottobrunnern – die zwei Punkte vor dem TuS auf Position acht rangieren – Respekt haben sollte, ist klar. Doch Angst ist auf gar keinen Fall angebracht, denn das jüngste 1:1-Remis der Tarkan-Kocatepe-Truppe gegen den TSV Waging dokumentiert, dass auch die Mannen aus dem Münchner Süden nur mit Wasser kochen. »Mit kontrollierter Offensive« wolle man die Aufgabe lösen, sagt Stutz, der auf die altbewährte Taktik von »König Otto« Rehhagel zurückgreifen möchte. »Ins offene Messer dürfen wir dieser cleveren Mannschaft auf gar keinen Fall rennen«, betont er. cs