»Komme mit meinen Sportlern gerne hierher«

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Konzentrierte Analyse: Österreichs Trainer Ricco Groß (links) in der Chiemgau-Arena im Gespräch mit seinem Athleten Simon Eder. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Zu einem Trainingslager mit Testwettkämpfen trafen sich die österreichischen Biathleten mit ihrem Trainer Ricco Groß in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. »Wir wollten die Form überprüfen und schauen, wo noch an den Stellschrauben gearbeitet werden muss«, so Groß, der als Ruhpoldinger in der Arena ein Heimspiel hatte.


»Ich komme natürlich immer gerne mit meinen Sportlern hierher«, so der 50-Jährige, der seit zwei Jahren Herrentrainer des ÖSV-A-Kaders ist. Sechs Sportler umfasst aktuell sein Team, die bekanntesten sind Simon Eder, Julian Eberhard und Felix Leitner. Verzichten muss er ab sofort auf Dominik Landertinger: Der Bronzemedaillengewinner der WM von Antholz hat seinen Rücktritt vom Leistungssport erklärt. »Der Landi wird uns schon fehlen, ich kann aber seine Entscheidung nachvollziehen«, so der viermalige Olympiasieger.

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Für diese Saison hat Groß die sportlichen Ziele für sein Team klar abgesteckt. Bei der WM 2021 in Pokljuka (Slowenien) soll mindestens eine Medaille gewonnen werden. Dazu will er den fünften Platz in der Nationenwertung verteidigen und wieder drei Athleten in den Top 25 der Weltcup-Gesamtwertung unterbringen. So kam Julian Eberhard auf den 20. Platz, 22. wurde Felix Leitner und Oldie Simon Eder erreichte Rang 24.

Dementsprechend steuert Ricco Groß das Training in der Saisonvorbereitung. Denn eines ist klar: »Zum Saisonstart siehst du es knallhart, ob du fit bist und im Sommer gut gearbeitet hast.« Dafür steckt auch Groß zurück. Zwischen den beiden Testrennen seines Teams stand sein 50. Geburtstag an. »Meine Arbeit ist in diesem Fall wichtiger als eine große Feier.« So ist der runde Geburtstag nach seinen Worten nichts Außergewöhnliches. Er gibt aber zu, zumindest ganz normal gefeiert zu haben.

Bis mindestens zu den Olympischen Spielen 2022 in Peking will der dreifache Familienvater das österreichische Herrenteam als Trainer begleiten. »Da kann ich noch einiges entwickeln«, ist er sich sicher. Immerhin hat Biathlon in unserem Nachbarland mittlerweile einen guten Stellenwert und eine gestiegene Präsenz mit Live-Übertragungen im Fernsehen.

Nicht ganz einfach ist für Groß und seine Sportler die aktuelle Lage durch die Corona-Pandemie. »Wir werden regelmäßig getestet und beachten alle Hygienemaßnahmen. Trotzdem haben wir unsere geplanten Umfänge umsetzen können«, sagt er. Sollten in der kommenden Weltcupsaison keine Zuschauer zugelassen werden, würde er das als sehr schade empfinden.

»Für die Weltcup-Orte wäre das natürlich wegen fehlender Zuschauer fatal. Die Fans werden ja durch die Übertragungen im Fernsehen versorgt und das ist natürlich auch wichtig für die Sponsoren, dass die Rennen übertragen werden«, so der neunfache Weltmeister mit Blick in die Zukunft. SHu

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