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Knapp an einer Medaille vorbei

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Sie konnte mit ihrer Leistung und der von Selina Grotian zufrieden sein: Johanna Puff vom Stützpunkt Ruhpolding, die mit der Staffel Vierte wurde. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Das war diesmal nichts: Kein Edelmetall gab's für das deutsche Team bei den Staffeln bei der Junioren-WM in Obertilliach in der Altersklasse Jugend. In beiden Staffeln gab es je einen »Pechvogel«, der durch mehrere Strafrunden die Chancen auf einen absoluten Spitzenplatz zunichtemachte.


Bei der weiblichen Jugend (3 x 6 km) waren die deutschen Medaillenhoffnungen im Prinzip schon nach dem ersten Schießen beendet: Nathalie Horstmann (WSC Ruhla) hatte da drei Nachlader gebraucht und davon zwei nicht ins Ziel gebracht – so büßte sie nicht nur fürs Nachladen, sondern auch noch durch zwei weitere Strafrunden viel Zeit ein. Auf Rang 20 (von 22 Mannschaften) ging sie bereits mit 1:36,2 Minuten Rückstand in die nächste Runde. Dort unterlief ihr nur ein Fehler, und von Rang 16 nach dem zweiten Schießen arbeitete sie sich bis zum Wechsel immerhin noch auf den 14. Platz (+ 2:02,0) vor.

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Johanna Puff (SC Bayrischzell/Stützpunkt Ruhpolding) musste zunächst zwei, im folgenden Anschlag dann nur einen Nachlader verkraften. Sie brachte das Team damit auf Platz 11 (+ 2:49,6) nach vorn und übergab an Schlussläuferin Selina Grotian (SC Mittenwald). Diese lieferte eine hervorragende Leistung ab: Sie schoss zweimal fehlerfrei und war auch in der Loipe eminent schnell. So brachte sie das deutsche Team noch auf Platz vier nach vorn. Es gewann Frankreich (53:30,5 Minuten/0 Strafrunden + 7 Nachlader) vor Slowenien (+ 13,2/0+8), Italien (3+10/+ 1:31,7) sowie dem deutschem Quartett (+ 1:56,9/2 + 7). Rang 5 ging an Österreich (+ 2:00,3/0 + 10).

Bei der männlichen Jugend über 3 x 7,5 km war Moritz Seeber (SWV Goldlauter) als zweite deutscher Läufer mit drei Strafrunden der »Pechvogel«. Dabei hatte Startläufer Franz Schaser (SV Hermsdorf) eine herausragende Leistung geboten: Er musste nur je einmal nachladen und lief noch vor dem Wechsel sogar auf Platz eins nach vorne, wenn auch nur mit 0,1 Sekunden Vorsprung vor Frankreich. Auch Italien (+ 10,8) hatte nur geringen Rückstand, die ersten acht Teams lagen noch innerhalb einer Minute.

Aber Seeber kassierte bei seiner ersten Schießeinlage drei Strafrunden. Dennoch lag er nach dem ersten Schießen mit 1:33,6 Minuten hinter Frankreich auf Rang sieben noch ordentlich im Rennen.

Doch als er beim zweiten Schießen noch einmal drei Nachlader benötigte, fiel er weiter zurück und übergab als Zehnter (+2:43,0). Derweil führte Italien vor Polen (+ 5,5), Frankreich (+ 25,6), Estland (+ 50,4) sowie Russland (+ 1:39,2).

Deutschlands Schlussläufer Benjamin Menz (SVM Tambach-Dietharz) schoss im ersten Durchgang fehlerfrei, brauchte im zweiten Anschlag drei Nachlader und kam dennoch dank starker Laufleistung letztlich mit 2:48,6 Minuten Rückstand auf Sieger Polen auf Rang sieben. Hinter Weltmeister Polen folgten Frankreich(+ 13,2), Italien (+ 29,9), Russland (+ 1:30,8) sowie die USA (2:23,7) und Österreich (+ 2:42,1). who

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