weather-image
11°

Klassensieg für Fahrer aus Inzell

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Fahrer des Teams mit von links Georg Niederberger, Jürgen Wohlfarth, Andi Gülden und Jordi Gene zeigten eine starke Leistung und landeten am Ende auf Platz 32 unter 160 Teilnehmern.

Eine hervorragende Leistung bot beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring Georg Niederberger vom AC Inzell. Er holte sich gemeinsam mit Jürgen Wohlfarth, Andi Gülden und Jordi Gene im Seat-Team Mathilda Racing den Sieg in der TCR-Klasse sowie den 32. Gesamtplatz. Einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leisteten aber insbesondere die Mechaniker von Seat aus Barcelona und von RWS (Rudi Walch) Motorsport aus Anger, die grandiose Arbeit verrichteten und so den Grundstein für dieses erfolgreiche Wochenende legten.


Im Training war das Auto pfeilschnell, aber es tauchten immer wieder – wie bei den vorherigen Rennen – die alten Probleme auf, sodass immer nur zwei bis drei Runden mit Vollgas möglich waren. Nach dem Qualifying wurde das Auto nochmal komplett überholt und man konnte nur hoffen, dass es auch funktioniert.

Anzeige

Unwetter macht Fahrern zu schaffen

Startfahrer Andi Gülden, der die Tücken des Nürburgringwetters am besten kennt, machte Platz für Platz gut und das Team lag von 160 Teilnehmern bereits auf Rang 56. Hubert Niederberger saß auf der Tribüne und der Sprecher berichtete von Beginn an von einer Unwetterwarnung. In der fünften Runde vermeldete der Streckensprecher, dass sich die Unwetterwarnung verstärke und teilweise auf der Strecke bereits Regen falle, der immer stärker werde. Doch zunächst reagierte die Rennleitung nicht darauf.

In den Boxen wurde alles vorbereitet, denn man war sich sicher, dass alle drei Autos in die Box kommen würden, um die Reifen zu wechseln. Sogleich kam die Meldung, dass Andi Gülden von der Strecke abgekommen war. Das Auto des AC Inzell war das erste, insgesamt rund 15 Autos schleuderten am AC-Auto vorbei und wurden teilweise auch dagegen geschleudert. Der Frust war groß, denn an eine vernünftige Reparaturmöglichkeit glaubte so richtig keiner mehr. Doch die Mechanikertruppe von Seat hatte im Zelt bereits alle Teile vorbereitet und wartete mit Spannung auf den Rücktransport des Fahrzeugs.

Der Einschlag war um 16.25 Uhr und der Neustart war um 18 Uhr geplant. Doch die Rennleitung nahm dann die nächste Unwetterwarnung ernst und verlegte den neuerlichen Start auf 19.30 Uhr. Das half, denn das Auto wurde auf den Punkt fertig!

Zwar befürchteten alle Techniker noch mögliche Folgeschäden am Getriebe und am Motor, doch diese stellten sich zum Glück für das Team nicht ein. Zwischendurch gab es nochmal einen kleinen Schreck, denn Georg Niederberger kam unplanmäßig an die Box und meldete Probleme im Lenkungsbereich. Es stellte sich aber heraus, dass sich bei den neuen Teilen das Problem vom vorherigen Rennen, wo er abgeflogen war, wieder zeigte. Auch dies erledigten die Mechaniker schnell und perfekt und von diesem Zeitpunkt an lief das Auto ohne Probleme.

Letztlich wurde das Auto schonend und doch sehr schnell ins Ziel gebracht. Die Freude ob der guten Leistung war natürlich groß. Besonders Georg Niederberger war sehr erleichtert, dass die Probleme, die bei ihm auftraten, so schnell in toller Zusammenarbeit behoben werden konnten. Niederberger war neben Max Sandritter aus Raubling (dieser wurde mit dem Team Walkenhorst Motorsport im BMW M6 GT3 22.) waren die einzigen Fahrer aus der Region, die das Rennen auch beenden konnten. hw