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Klarer Sieg und viele Strafminuten

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Auch wenn das Duell zwischen Simon Kohl (links/EVB) und dem Inzeller Christian Rieder hier etwas deftig wirkt: Insgesamt war das Lokalderby in der Max-Aicher-Arena trotz der vielen Zeitstrafen eine weitgehend faire Begegnung. (Foto: Wukits)

Der DEC Inzell hat in der Eishockey-Bezirksliga auch sein drittes Spiel gegen den EV Berchtesgaden gewonnen. Diesmal gab es ein glattes 7:3 in der heimischen Max-Aicher-Arena. Im Mittelpunkt standen allerdings die Schiedsrichter. Sie verhängten 101 Strafminuten, davon für die Hausherren 73. »Völlig überzogen«, schimpfte DEC-Trainer Thomas Schwabl. Ähnlich sahen es auch die Verantwortlichen des EV Berchtesgaden.


Das Derby begann zunächst optimal für den DEC. Thomas Kilian und Christian Rieder sorgten für eine schnelle 2:0-Führung. Nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch Christian Fegg geriet allerdings Sand ins Getriebe der Inzeller. Bis zur Drittelpause kamen die Gäste zu einigen guten Chancen und erwiesen sich als gleichwertiger Gegner.

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»Keine Ahnung, warum wir im ersten Drittel gegen so eine Mannschaft so viel zugelassen haben«, kritisierte Schwabl sein Team. Offensichtlich zeigte seine Pausenansprache aber Wirkung. Matthias Mayer und erneut Christian Rieder sorgten bei einem Gegentreffer von Stefan Fegg für eine 4:2-Führung nach dem Mitteldrittel.

Jedoch rückten zum Leidweisen der beiden Teams immer mehr die Schiedsrichter in den Mittelpunkt der Partie. »Das geht gar nicht, was die gepfiffen haben«, wetterte Schwabl. Vor allem die 5 + Spieldauerstrafe gegen Matthias Mayer wurmte den Trainer. Nach dem Abpfiff des Drittels soll Mayer von seinem Gegenspieler noch einen Schlag mitbekommen haben. Die Strafe kassierte allerdings der Inzeller. Die Begründung der Unparteiischen lautete auf »unnötige Härte« von Mayer.

Im letzten Drittel ging den Berchtesgadenern sichtlich die Kraft aus. Mit einem Doppelschlag binnen einer Minute entschieden Thomas Scheck und Thomas Kilian das Spiel. Wenig später stellte Thomas Plenk mit einem sauberen Alleingang auf 7:2. Trotzdem war auch das Schlussdrittel von Strafen geprägt. »Klar, dass da mal einer den Mund aufmacht und denen die Meinung geigt«, so Schwabl. Insgesamt sahen die rund 120 Zuschauer ein hartes, aber keineswegs unfaires Spiel.

Letztendlich gelang dem EV Berchtesgaden noch mit dem 3:7 durch Christian Fegg eine kleine kosmetische Korrektur des Ergebnisses. »Ich glaube, trotz allem haben wir zwei Drittel ordentlich gespielt und der Sieg ist verdient«, gab sich Schwabl am Ende etwas versöhnlich. Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) geht es für den DEC Inzell zum Tabellenführer nach Klostersee.

DEC Inzell - EV Berchtesgaden 7:3 (2:1/2:1/3:1): Tore: 1:0 (4.) Thomas Kilian, 2:0 (7.) Christian Rieder, 2:1 (8.) Christian Fegg, 3:1 (22.) Matthias Mayer, 3:2 (24.) Stefan Fegg, 4:2 (34.) Christian Rieder, 5:2 (45.) Thomas Scheck, 6:2 (46.) Thomas Kilian, 7:2 (50.) Thomas Plenk, 7:3 (51.) Christian Fegg. – Strafen: DEC (28 + 5 + 10 +10 +20 Spieldauer für Matthias Mayer). – EVB (18 + 10). – Zuschauer: 120. SHu