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Klarer Sieg beim Bergpokal macht Mut

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Mit einem klaren Sieg beim »Wilder-Kaiser-Bergpokal« hat Radrennfahrer Robert Glaßl (RSV Traunstein) kräftig Selbstvertrauen getankt für den Senioren-Weltpokal, bei dem er am heutigen Freitag am Start ist.


Doch das Straßenrennen bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Senioren – dem Senioren-Weltpokal – in St. Johann/Tirol ist eine eher »verzwickte« Sache: »Erst gibt es ein paar kleinere Wellen, dann ein ewig langes gerades Stück, aber keine selektiven Anstiege. Da fahren ständig Ausreißergruppen weg, und es ist Glückssache, ob man da die richtige erwischt«, zeigt sich der Traunsteiner eher zurückhaltend.

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Weniger zurückhaltend war er beim »Wilder-Kaiser-Bergpokal«, einem Rahmenrennen des Weltpokals. Denn da geht es schon bald nach dem Start in Kirchdorf (640 m Höhe) auf einen ersten Anstieg, der auf ungefähr einem Kilometer Streckenlänge gleich gut 100 Höhenmeter mit sich bringt. Es folgt ein gut fünf Kilometer langes Flachstück bis Griesenau, ehe es dann zur Griesener Alm auf über 1000 Meter Höhe geht.

Schon beim ersten steilen »Stich«, so Glaßl, setzte sich der Franzose Jean-Claude Bougouin gemeinsam mit dem Sportler des RSV Traunstein vom Feld ab. »Da musste ich schon am Limit fahren, um dranzubleiben«, berichtet er. Auf dem folgenden Flachstück arbeitete das Duo gut zusammen. Am letzten langen Anstieg fuhr das Führungsduo bis gut zwei Kilometer vor dem Ziel gemeinsam, »dann habe ich gemerkt, dass er etwas nachlässt und ich gut drauf bin«, berichtet Glaßl. Er versuchte, sich abzusetzen – und dies gelang. Glaßl kam mit 28 Sekunden Vorsprung vor Bougouin ins Ziel. Mit 53 Sekunden Rückstand wurde Angelo Curi (Italien) Dritter.

Ebenfalls erfreulich aus Glaßls Sicht: Sein Sohn Daniel Bichlmann (Team Baier Landshut) trat erstmals nach seiner Verletzungspause wieder an und hielt sich im Renner der Amateure sehr ordentlich. Bichlmann wurde Dritter in seiner Klasse. Hier gab es einen russischen Doppelsieg durch Alexander Fadeew vor Matvej Mamykin, Vierter wurde Paolo Rinaldi (Italien) vor Thomas Stallinger (Polen). Nun hofft Glaßl heute beim Weltpokal auf ein gelungenes Rennen – aber dazu braucht er eben auch das nötige Glück. who