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»Klarer Auftrag« für die Waginger Fußballer

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Er will sich mit dem TSV Waging in Hammerau durchsetzen: Veit Gröbner. (Foto: Butzhammer)

Während oben schon seit geraumer Zeit alles erledigt ist (ESV Freilassing Meister/TSV Kastl Relegation), geht es in der Fußball-Bezirksliga Ost am heutigen Samstag (alle Partien 15 Uhr) unten gleich für vier Teams noch um alles: direkter Klassenerhalt, Relegation oder Abstieg? Das Zünglein an der Waage ist dabei ein Team, das sich längst aus der Bezirksliga verabschiedet hat: der FC Hammerau.


Der »Club« empfängt den aktuellen Relegationsplatz-Inhaber TSV Waging zum Derby. Und die Konstellation ist klar: Gewinnen die »Seerosen«, dann ist ihnen die Relegation sicher – und kommt der Zwölfte SV Heimstetten II daheim gegen Au nicht über ein Remis hinaus, wäre die Elf von Bruno Tschoner sogar direkt gerettet, da sie gegen Heimstetten bei Punktgleichheit den um ein Tor besseren direkten Vergleich aufweist (4:1/1:3).

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»Schauen ganz allein auf unser Spiel«

»Aber wir schauen ganz allein auf unser Spiel. Der Auftrag ist klar: drei Punkte in Hammerau«, so Trainer Tschoner, der sich allerdings nur ungern an das Hinspiel erinnert: »Da haben wir mit 3:1 geführt, hatten alles voll im Griff und am Ende hieß es 3:3.« Überhaupt ein Saisonproblem des TSV Waging: »Wir haben uns eigentlich nicht schlecht verkauft, die Ergebnisse haben dann halt oft nicht gepasst«, ärgert sich Bruno Tschoner. Er spekuliert vor dem großen Derby-Finale gar nicht erst auf einen eventuellen Heimstettener Ausrutscher, um direkt die Liga zu halten: »Wir wissen, dass wir liefern müssen. Ein Sieg, dann ist uns die Relegation sicher. Und davon, dass Hammerau Letzter ist, lassen wir uns auf keinen Fall blenden. Zumal sie locker aufspielen können«, meint Tschoner. Er könnte heute eventuell auf den wiedergenesenen Simon Singhammer zurückgreifen. »Aber ich denke, ein Einsatz in Hammerau käme etwas zu früh. Da wir mit der Relegation rechnen, soll er dann da auflaufen«, so der Waginger Teamchef.

«Wir wissen, dass wir das Zünglein an der Waage sein könnten. Die Gäste aus Waging dürfen sich auf eine harte Partie einstellen. Hergeschenkt wird nichts in Hammerau«, so FC-Pressesprecher Oliver Bickelmann. Er ergänzt: »Es ist alles angerichtet für einen spannenden Fußball-Nachmittag. Im Anschluss steht ja das DFB-Pokalfinale auf dem Programm, das wir alle gemeinsam im Vereinsheim anschauen.«

Auch Traunreuts TuS-Teamchef Tom Stutz kommt nicht umhin, den FC im Munde zu führen: »Wenn die Hammerauer nicht mitspielen, dann geht es für uns sowieso um nichts.« Konkret heißt das: Während die Traunreuter selbst beim Zweiten in Kastl gewinnen müssen, hofft man zugleich, dass Waging beim »Club« und auch noch Raubling beim SC Baldham-Vaterstetten jeweils nicht über ein Remis hinauskommen. Denn nur dann wäre der TuS Traunreut Relegationsteilnehmer.

Auf einen eventuellen direkten Vergleich können sich die »Siemensstädter« in keinem Fall verlassen – sowohl Waging als auch Raubling haben da die besseren Karten. »Wir hätten es in den Wochen davor selbst in der Hand gehabt«, ärgert sich Trainer Stutz, der den TuS verlässt, aber stark hofft, dass das heute noch nicht seine Abschiedsvorstellung ist. Doch er weiß auch: »Auch wenn Hammerau und Baldham für uns spielen, in Kastl wird es natürlich nicht leicht – der TSV ist mit Freilassing das heimstärkste Team der ganzen Liga. Außerdem werden sie sich für die Relegation warmspielen wollen.«

Trainer Tom Stutz lässt noch alles offen

Die sportliche Zukunft von Stutz selbst ist im übrigen noch ungewiss. »Angebote sind da, aber ich lasse noch alles offen. Wenn etwas attraktives dabei ist, ist es möglich, dass ich einen Verein als Trainer übernehme, vielleicht mach ich aber auch ein Jahr Pause«, so der Oberteisendorfer.

Während Waging und Hammerau noch rechnen, zittern und hoffen, darf sich der ESV Freilassing als Meister der Bezirksliga Ost und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga (nach 20 Jahren) ganz aufs Feiern konzentrieren.

Aus diesem Grunde veranstalten die »Eisenbahner« für alle Fans und Freunde ihre Meisterfeier, die heute um 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen den VfL Waldkraiburg beginnt. Im Anschluss ab 17 Uhr werden dann Impressionen der abgelaufenen Saison auf einer großen Leinwand gezeigt. Ab 20 Uhr wird dann das DFB-Pokalfinale angeschaut. Die Meisterfeier sponsert eine heimische Brauerei übrigens mit 400 Liter Freibier. sts