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Kirchanschöring wartet weiter auf den ersten Erfolg

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Kirchanschörings Manuel Jung (links, hier im Duell mit dem Ruhmannsfeldener Martin Kress) muss die nächsten Spiele zusehen. Er sah in der 90. Minute die rote Karte. (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Kracker, Janietz, Eder, Straßer (46. Heinrich), Höller, Gürcan, Söll, Hofmann (78. Vogl), Schild (64. Obermeier), Sturm, Jung.


SpVgg Ruhmannsfelden: Scholz, Schmidt Fruechtl (22. Karl), Kilger, Wittenzellner Stefan, Weidlich (79. Maierhofer), Bielmeier (53. Müller), Kress, Krawetz, Scheßl, Wittenzellner Michael, Pfeffer.

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Schiedsrichter: Florian Riepl (SpVgg Altenerding).

Zuschauer: 674.

Tore: 0:1 Kilger (33.), 1:1 Heinrich (48.).

Rote Karte: Jung (90.) wegen Tätlichkeit / - .

Der SV Kirchanschöring muss in der Fußball-Bayernliga Süd weiter auf den ersten Sieg warten. Im Heimspiel am Mittwochabend kam die Elf von Trainer Patrick Mölzl gegen den Meister der Landesliga Mitte, der SpVgg Ruhmannsfelden, trotz 90-minütiger Überlegenheit und Chancen am Fließband nicht über ein 1:1 hinaus. Es war für Kirchanschöring damit bereits das dritte Spiel in Folge, das mit diesem Ergebnis endete.

Ruhmannsfeldens Trainer Wolfgang Kammerl war folglich mit dem Punkt zufrieden. »Jeder hat gesehen, dass die Heimmannschaft feldüberlegen war und die Mehrzahl an Chancen hatte.« Patrick Mölzl war hingegen nach dem Schlusspfiff »angefressen«. Seine Elf habe ein sehr ordentliches Spiel gemacht und habe keine einzige Situation vom Gegner im Sechzehner zugelassen. Trotzdem »kriegen wir ein Gegentor, das wir selbst verschuldet haben«, ärgerte sich Mölzl. Auf die Führung der Gäste angesprochen meinte der SVK-Trainer: »Zuerst der Fehlpass, dann ein Foul, das total unnötig war«, dem sei ein »sensationell gut geschossener Freistoß« gefolgt. »Das war mehr als ein Geschenk.«

Dabei machten die Gelb-Schwarzen von Beginn an Druck und zeigten, wer Herr im Haus ist. Die Zuschauer erlebten beinahe Chancen im Minutentakt: In der 11. Minute spielte Tobias Schild Alois Straßer in der Tiefe frei, der rechts am Kasten vorbeizog. In der 15. Minute war es wieder Schild, der Manuel Jung bediente, doch dessen Abnahme ging über das Gehäuse der Gäste. In der 20. Minute scheiterte Josef Höller an Gäste-Torwart Fabian Scholz.

Dann kam die Szene, über die sich Mölzl hinterher am meisten ärgerte: Zunächst gab es einen Fehlpass im Spielaufbau des SVK und Albert Eder wusste sich in der Folge nur mit einem Foul zu helfen. Es gab einen Freistoß für die Gäste. Den versenkte Bastian Kilger von der Sechzehner-Grenze hoch über die Mauer hinweg rechts ins Kreuzeck – unhaltbar für SVK-Torhüter Dennis Kracker.

In der 39. Minute hatte das SVK-Publikum schon den Torschrei auf den Lippen. Yasin Gürcan wurde auf der rechten Außenbahn steil in den Raum geschickt, er passte flach in die Mitte, aber Jung rutschte am Fünfmeterraum um Haaresbreite am Leder vorbei.

Zur Halbzeit wechselte der SVK: Christian Heinrich kam für Alois Straßer und Heinrich gelang prompt der Ausgleich: Wieder war es Gürcan, der über rechts kam, Torwart Fabian Scholz tunnelte und am »Fünfer« stand Heinrich goldrichtig, versenkte die Kugel rechts unten.

Der SVK war nun weiter am Drücker. Gürcan schoss in der 66. Minute nach Vorarbeit von Michi Obermeier über den Kasten. Von Ruhmannsfelden kam kaum etwas, obwohl der SVK hinten immer offener agierte. Einen Aufreger gab es dann noch in der 90. Minute: Manuel Jung trat nach einem Foul und dem theatralischen Fall seines Gegenspielers offensichtlich nach und flog mit Rot vom Platz. Am Ende nützte alles Anrennen der Heimelf also nichts, es blieb beim 1:1. mw