weather-image
22°

Kirchanschöring verliert gegen Regionalligisten

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Kirchanschörings Albert Deiter (Mitte) ließ sich von Schaldings Fabian Burmberger (links) und Kilian Grabolle nicht aufhalten und traf zum 1:1-Ausgleich. Am Ende verlor der SVK aber mit 1:2. (Foto: Zucker)

Der Fußball-Bayernligist SV Kirchanschöring hat sein Testspiel gegen den Regionalligisten SV Schalding-Heining auf dem Kunstrasenplatz in Fridolfing vor weit über 200 Zuschauern mit 1:2 (0:1) verloren.


Die Gäste gingen mit einem Traum-Freistoßtor nach 20 Minuten in Führung: Von der rechten Strafraumgrenze schlenzte Stefan Rockinger die Kugel in den rechten Winkel. Danach folgte eine Situation, die den Schaldingern jedoch richtig »weh« tat, wie es Trainer Stefan Köck bezeichnete: In der 25. Minute kam Fabian Schnabel nach einem Zweikampf unglücklich zu Fall. Der Spieler verletzte sich am Ellbogen und musste mit dem Rettungswagen ins Klinikum gebracht werden – der Regionalligist hofft, dass es keine zusätzliche Verletzung gab. »Sehr, sehr bitter in dieser Personalsituation«, so der Spielertrainer des Regionalligisten, bei dem am Mittwoch ein Kreuzbandriss diagnostiziert worden war.

Anzeige

Lange blieb es bei der Gästeführung, auch wenn Stefan Köck erklärte: »Die eine oder andere Chance hätten wir besser nutzen, drei, vier Tore hätten wir schon schießen können.«

Aber auch der SVK hatte weitere Chancen. So schnappte sich Tobias Schild zehn Minuten vor dem Schluss das Leder, marschierte trotz Bedrängnis durch zwei Gegenspieler bis in den Strafraum, konnte dann aber nicht mehr auf den mitgelaufenen Maximilian Probst ablegen. Da fehle in der Offensive »die Durchschlagskraft«, wie Kirchanschörings Trainer Seppi Weiß erkannte. Er und sein Co-Trainer Markus Huber hätten da noch einiges zu tun. »Nach hinten sind wir gut gestanden«, freute sich der SVK-Coach, sah »gute Situationen« und lobte das Stellungsspiel seiner Mannschaft. Doch nach vorne »war das einfach wenig«, die Entlastungen seien zu gering gewesen. »Wir haben die Bälle zu wenig festgemacht.« Der SVK wolle künftig öfter vor das Tor des Gegners kommen. Wenn das Pressing stimme, käme seine Mannschaft auch zu ihren Möglichkeiten, lobte Weiß.

So auch kurz vor Ende des Testspiels, als sich Maximilian Reiter über rechts durchsetzte, uneigennützig auf Albert Deiter in die Mitte abgab und der eiskalt zum 1:1 einnetzte (88. Minute). Stefan Köck sah dabei »Leichtsinnig- und Leichtfertigkeiten, mit denen wir unser eigenes Tor in Gefahr bringen«.

Dennoch habe es seine Mannschaft insgesamt »sehr, sehr ordentlich« gemacht, erklärte der Gästetrainer, der sich noch über den späten Siegtreffer freuen konnte: Köck sah Maximilian Tiefenbrunner als letzten Spieler am Ball, als in den Schlussminuten nach einem Eckball von rechts ein Gewimmel entstand und dieser das Leder noch über die Linie drückte.

Positiv empfand Schaldings Trainer, »dass wir aus dem Spiel nur einen Torschuss zugelassen haben«. Nach vorne sei es schwierig gewesen, weil der Platz eng war. Da habe der Gegner nicht so weit verschieben müssen, wenn der Ball einmal lief. Der Regionalligist selbst musste sich nicht auf viele Umschaltmaßnahmen einlassen, »da waren wir geduldig«, lobte Köck. Ärgerlich war für den Schaldinger Coach, der vor einigen Jahren für eine Saison in Kirchanschöring als Gastspieler mittrainiert hatte, »dass wir uns am Schluss wieder selbst eines schießen«. Das müssen er und seine Mannen noch in den Griff kriegen.

Kirchanschörings Trainer Weiß kann gut mit dem Ergebnis leben. Trotzdem hofft er, »dass wir noch dominanter werden und uns einfach mehr zutrauen«. Seppi Weiß wünscht sich mehr Willen, »Präsenz zu zeigen« und die Angst abzulegen, auch wenn der Gegner höherklassig spiele. mw

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein