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Kirchanschöring servierte Aufsteiger ab

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Er besorgte die Führung für den SV Kirchanschöring gegen Aufsteiger Heberstfelden: Mannschaftsführer Alexander Köberich (Bildmitte). (Foto: Butzhammer)

Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring hat beim SV Hebertsfelden nichts anbrennen lassen und den Aufsteiger aus Niederbayern verdient mit 4:2 besiegt. »Wir waren drückend überlegen, haben uns aber leider auch Fehler erlaubt. Sonst wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen«, resümierte SVK-Neuzugang Patrick Mölzl. Zweimal nutzten die Platzherren Missverständnisse der »Anschöringer«, um jeweils den Rückstand zu verkürzen, zu holen gab's jedoch trotzdem nichts.


Vom Anpfiff weg hatten die Gelb-Schwarzen das Spiel unter Kontrolle und zogen ein gepflegtes Pass- und Ballbesitzspiel auf. Hebertsfelden hingegen agierte relativ schnörkellos und geradlinig; so segelte eine Vielzahl langer Bälle in Richtung Abwehrzentrum um Albert Eder und Alexander Köberich, die damit jedoch kaum Probleme hatten. Mannschaftskapitän Köberich war es dann auch, der nach 40 Minuten zur längst verdienten Führung einnickte. Am langen Pfosten stieg der Trostberger nach einem Eckball von Bernd Eimannsberger am höchsten und versenkte das Leder aus gut sechs Meter mühelos zum 1:0.

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Nur zwei Minuten später legte der SV Kirchanschöring nach. Gut bedient von Patrick Mölzl marschierte Torjäger Sebastian Leitmeier von der Grundlinie in den Rückraum, umkurvte einen Verteidiger und hämmerte den Ball aus spitzem Winkel hoch ins kurze Eck – 2:0. Trotz der Führung kehrte keine Ruhe ins SVK-Spiel ein. Albert Eder ließ den Ball Richtung eigenes Tor rollen, um neu aufzubauen, übersah dabei jedoch Tobias Bachmeier. Der SVH-Stürmer spritzte dazwischen und schob vor Dennis Kracker zum Anschlusstreffer ein (45.).

Nach der Pause hatte die Heimelf ihre stärkste Phase, wobei sich das Angriffsmuster wenig änderte. Mit Vehemenz kämpften die Hebertsfeldener um jeden ihrer lang gespielten Flugbälle in Richtung SVK-Gehäuse – allerdings ohne nennenswertes Ergebnis.

Stattdessen schlugen die Gäste zu, die nicht nur spielerisch weiter deutlich die besseren Anlagen zeigten: Florian Hofmann belohnte sich für seine starken Auftritte in den vergangenen Wochen mit einem direkten Freistoß-Tor. Der Mittelfeldmann setzte das Leder scharf flach in die Ecke von Torwart Bartosz Gajewski, dem gehörig die Sicht versperrt war – 3:1 (67.).

Doch auch Hofmann blieb in Hebertsfelden nicht makellos: Eine Faustabwehr von Kracker landete 25 Meter vor dem eigenen Tor beim Teisendorfer, dem der Ball ein wenig versprang. Nutznießer war Daniel Federholzner, der das Leder gefühlvoll über Kracker hinweg in den Winkel hob – ein sehenswerter Treffer (88.).

Doch schon im direkten Gegenzug zeigte Sebastian Leitmeier seine Qualitäten auf: Er spielte einen Querpass zum mitgelaufenen Michael Lissek, doch Leitmeiers Service prallte an einem Abwehrbein ab. Der Ball kam erneut zu dem »Anschöringer« Torjäger, der nach innen zog, vor Torhüter Gajewski einen Haken schlug und bei seinem Drehschuss auch noch eine Lücke im, mit Verteidigern vollgestellten SVH-Gehäuse fand – 4:2. bts