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Kirchanschöring »marschiert weiter«

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Kirchanschörings Yunus Karayün (rechts) war Vorbereiter bei allen drei Toren des SVK. Obwohl der den Klassenerhalt bereits geschafft hat, lässt das Team nicht nach. (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Kracker, Janietz, Eder, Jell (72. Hofmann), Karayün (81. Maierhofer), Straßer (59. Vogl), Omelanowsky, Gürcan, Köberich, Schild, Manuel Jung.


BCF Wolfratshausen: Pradl, Kaya, Scheck, Duswald, Rödl, Misirlioglu, Hoffmann, Ratte, Korkor (81. Marinkovic), Diep, Lehr.

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Schiedsrichter: Baumann (München).

Tore: 1:0 Eder (1.), 2:0 Omelanowsky (32.), 3:0 Jell (39.), 3:1 Misirlioglu (52.).

Zuschauer: 455.

Die Kirchanschöringer Elf von Trainer Patrick Mölzl gibt sich in der Bayernliga Süd keine Blöße: Trotz längst erreichtem Klassenerhalt siegten die Gelb-Schwarzen vor 455 Zuschauern mit 3:1 gegen Wolfratshausen.

Keine zwei Minuten waren gespielt, da durften die SVK-Fans zusammen mit Traunsteins Landrat Siegfried Walch und Kirchanschörings Bürgermeister Hans-Jörg Birner jubeln: Nach einem Freistoß von links aus dem Mittelfeld von Yunus Karayün köpfte SVK-Kapitän Albert Eder das Leder am linken Fünfmeter-Eck zum 1:0 ins Tor.

Bis zum 2:0 der Gelb-Schwarzen gab es zwei Chancen für die Gäste, fünf Möglichkeiten für die Mölzl-Elf – ein sehr unterhaltsames Spiel. Tobias Schild fing in der 32. Minute einen Fehlpass der Loisachtaler ab, schickte rechts Karayün in die Gasse, der passte völlig frei vor Torwart Kevin Pradl nach links und Manuel Omelanowsky schob das Leder eiskalt ins linke untere Eck zum 2:0.

Nur sechs Minuten später legte »Thaddi« Jell den Ball nach einem Eckball von der linken Seite von Yunus Karayün mit dem linken Innenriss fein säuberlich über die Linie – 3:0 für den SV Kirchanschöring.

Der SVK – längst gerettet – machte ein grandioses Spiel gegen einen Gast, der eigentlich um jeden Zentimeter kämpfen muss. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Gastgeber dann doch zwei Gänge zurück. So fiel der Anschlusstreffer für die Gäste in der 52. Minute: Nach einem Freistoß von rechts durch Christian Duswald markierte Onur Misirlioglu per Kopf ins lange Eck des SVK-Gehäuses den 3:1-Endstand.

Wolfratshausens Sportlicher Leiter Klaus Brand, der während der Woche als Interimstrainer für den zurückgetretenen Rainer Leitl eingesprungen war, war nach dem Spiel »vor allem vom Ergebnis her nicht zufrieden«. Seine Mannschaft sei in der ersten Halbzeit »sehr schlecht« gewesen – man habe gemerkt, »wie verkrampft, wie verunsichert die Elf« war. Über 90 Minuten gesehen »war der Sieg des SVK mehr als verdient«.

Dafür zollte Kirchanschörings Trainer Patrick Mölzl seiner Mannschaft »einfach nur Respekt«: Die Spieler wüssten »seit eineinhalb Wochen, dass sie nicht mehr absteigen können und trotzdem lässt keiner nach«. Alle würden weiterhin »anschieben«. »Die Mannschaft funktioniert und marschiert weiter. Der SVK wollte heute Charakter zeigen, deshalb bin ich sehr zufrieden«, erklärte der Ex-Profi. Seine Jungs hätten »eine sehr, sehr gut« erste Hälfte gespielt«. Das 3:0 zur Halbzeit sei deshalb »völlig in Ordnung« gewesen. mw