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Kirchanschöring ist gewarnt

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Ob der SV Kirchanschöring, Tabellenzweiter der Fußball-Landesliga Südost, mit einem Ein-, Zwei- oder gar Vier-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter VfB Hallbergmoos-Goldach ins heutige 15-Uhr-Heimspiel gegen den FC Gerolfing geht, stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Der Grund: Die Toni-Plattner-Elf aus Hallbergmoos hatte bereits gestern Abend den abstiegsbedrohten TuS Holzkirchen zu Gast.


Doch Patrick Mölzl, der Spielertrainer der Gelb-Schwarzen, vermeidet derzeit ohnehin den Blick auf die Tabelle, »weil wir unser Ding machen und nicht auf die Konkurrenten schauen wollen.« Er sei auf alle Fälle überzeugt, dass seine Truppe am Saisonende einen Top-Tabellenrang belegen wird.

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Dass die »Anschöringer« am Osterwochenende die Pole Position an den VfB abgeben mussten, lag ja schließlich nicht etwa an eigenem Versagen (die Partie in Ergolding wurde abgesagt), sondern vielmehr an der Tatsache, dass Hallbergmoos gleich doppelt im Einsatz war und dabei vier Punkte holte. Insofern ist das vergangene Wochenende für den SVK sogar ganz ordentlich gelaufen, da der Hauptkonkurrent im Kampf um den Bayernliga-Aufstieg nicht die maximale Ausbeute von sechs Zählern erobern konnte.

Andererseits kam aber auch eine indirekte Warnung an die Truppe um Torjäger Christian Heinrich (15 Treffer), der übrigens gemeinsam mit dem Freisinger Benjamin Held die Landesliga-Torschützenliste anführt. Denn: Jene Mannschaft, die den Hallbergmoosern am Karsamstag überraschend einen Zähler abknöpfte, ist heute im Stadion an der Laufener Straße zu Gast.

Und auch die Erinnerungen ans Hinspiel in Gerolfing (0:0) sind bei Mölzl nicht die allerbesten: »Wir haben damals für die Anreise wegen eines Staus vier Stunden gebraucht, dann war auch der Platz nicht optimal und der Gegner sehr passiv. Diese zwei verlorenen Punkte waren jedenfalls sehr ärgerlich.«

Heute werde es »mit Sicherheit keinen Deut leichter«, vermutet der Ex-Profi, »denn ich gehe nicht davon aus, dass der Gegner zu uns kommen wird, um das Spiel zu machen.« Zudem benötigen die Schützlinge von FCG-Chefanweiser Michael Olah als aktueller Rangelfter – mit nur einem Zähler Vorsprung auf die rote Zone – dringend Punkte gegen den Abstieg.

Das freie Wochenende haben die Kirchanschöringer, bei denen Christian Jung wegen seines Australien-Aufenthalts erst wieder zur neuen Saison zur Verfügung stehen wird, zu einem internen Testmatch auf dem Traunsteiner Kunstrasen genutzt. »Wir haben gewisse Dinge ausprobiert und werden am Samstag gut vorbereitet ins Spiel gehen«, sagt Mölzl, den es im Nachhinein nicht sonderlich gestört hat, dass ein freundschaftlicher Vergleich mit dem Liga-Konkurrenten SV Erlbach – dessen Partie ebenfalls ausfiel – nicht zustande kam. »Wir sind ja keine Vollprofis, so konnten wir das Osterwochenende wenigstens genießen. Vielleicht war das gar nicht so schlecht.«

Für den restlichen Saisonverlauf sei er optimistisch, dass die Jungs »Gas geben« werden – »dann sehen wir, was passiert«. Wenn jeder seine Aufgabe konzentriert erfülle, könne die Bayernliga gerne kommen. »Von so einem Aufstieg würde jeder von uns profitieren.«

Mölzl selbst natürlich auch. Deshalb ist auch davon auszugehen, dass er selbst die Mannschaft auf dem Feld unterstützen wird. Das tat er während der Herbstunde einige Male nicht, weil er auf Trainer-Lehrgang in Dortmund weilte. Doch momentan gehe er davon aus, dass er spielt – »wenn der Trainer mich aufstellt ...«, wie er schmunzelnd hinzufügt. cs