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Kirchanschöring hat noch eine Rechnung offen

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Der SV Kirchanschöring hat in dieser Saison bisher erst eine Niederlage kassiert – und zwar am zweiten Spieltag in Hallbergmoos. Für diese Pleite will Kirchanschörings Stephan Schmidhuber (am Ball) und sein Team nun am Sonntag Revanche nehmen. (Foto: Butzhammer)

Es soll ein Fußballfest werden und die Vorzeichen stehen für den neuen Spitzenreiter der Landesliga Südost, dem SV Kirchanschöring, vor dem Kracher am Allerheiligen-Sonntag um 14 Uhr gegen den Tabellenzweiten VfB Hallbergmoos gut. Dafür sprechen die Zahlen, denn mehr auf Augenhöhe kann den Fakten nach ein Duell zweier Spitzenteams kaum sein. Der SVK hat 37 Punkte bei einem Torverhältnis von 31:11, der VfB sammelte bisher 35 Zähler bei 31:12 Toren. Beide Teams kassierten in 16 Spielen zudem erst eine Niederlage.


Einzige Niederlage bislang setzte es beim VfB

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Pikanterweise musste der SVK am zweiten Spieltag ausgerechnet in Hallbergmoos beim 0:1 Federn lassen. Seitdem hält die Kirchanschöringer Serie von 14 Spielen ohne Niederlage. Die Gäste unterlagen zuletzt im Derby gegen den SC Eintracht Freising mit 1:2 und nachdem auch die weitere direkte Konkurrenz der Kirchanschöringer patzte, war's für den SVK ein perfekter Spieltag.

Zwei Punkte Vorsprung auf den Konkurrenten, lange nicht verloren, einen starken Kader, einen Sebastian Leitmeier, der beim 4:1-Sieg in Töging nach seiner Einwechslung einen Hattrick binnen acht Minuten schnürte – das alles sind Gründe, warum es beim SVK derzeit läuft und es auch gegen Hallbergmoos klappen soll.

Auf einen ganz besonderen Trumpf hoffen die Gelb-Schwarzen übrigens ebenfalls: den Heimnimbus. Und dieser dürfte von der Kulisse her diesmal besonders üppig ausfallen, denn es passt alles zusammen. Die unteren Spielklassen haben bis auf einige Nachholpartien alle eine Pause genehmigt bekommen. Das heißt, im unteren Amateurbereich geht es am Feiertag ruhig her. Umso lauter, hoffen die Kirchanschöringer, geht’s deshalb dann im Stadion an der Laufener Straße zu. Gegen Töging kamen 700 Zuschauer und gegen Erlbach 650, von einer erneuten Topkulisse ist also durchaus auszugehen.

Sogar die Kreisklassen-Nachholpartie der U 23 des SVK bei der DJK Otting wird wegen des Spitzenspiels am Sonntag bereits um 11 Uhr in Otting angepfiffen. Die Ottinger willigten der Verlegung ein und erhalten dafür Freikarten für den Landesliga-Kracher. Sie dürfen, so wünscht man es sich in der SVK-Fußballabteilung, mit rund 800 bis 1000 weiteren Gästen das Spiel anschauen, während die U 23 zum Arbeiten rundherum eingespannt wird.

Das härteste Stück Arbeit hat aber mit Sicherheit die Truppe um Spielertrainer Patrick Mölzl vor sich. Der Tabellenzweite besticht durch eine eingespielte und gestandene Truppe. Das heißt, eine Mannschaft, die mit Sicherheit selbst aktiv werden will, und das war in letzter Zeit oft nicht so. Der Respekt vor dem SVK in der Liga ist mittlerweile so groß, dass sich einige Teams erst einmal hinten einigeln und Kirchanschöring das Spiel machen muss. Diesmal sind die Vorzeichen andere – den Fans könnte ein wahres Fußballfest bevorstehen. bts