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Kirchanschöring gibt 2:0-Führung aus der Hand

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Zwei Torschützen im Duell: Zwischen Kirchanschörings Stephan Schmidhuber (links) und Bernd Eimannsberger (rechts) kämpfen Kotterns Tanju Köse und Kirchanschörings Albert Eder vor Torwart Dennis Kracker um den Ball. (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Kracker, Janietz (66. Willinger), Eder, Heinrich (46. Schmidhuber), Höller (63. Straßer), Omo, Gürcan, Söll, Eimannsberger, Schild, Sturm.


TSV Kottern: Liebherr, Perner, Miorin, Hänschke, Purschke, Celik (58. Köse), Fichtl (58. Volland), Landerer (86. Saur), Yilmaz, Mangler, Frasch.

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Schiedsrichter: Gschwendtner (SSV Wurmannsquick).

Zuschauer: 608.

Tore: 1:0 Omelanowsky (48.), 2:0 Eder (61.), 2:1 Volland (69.), 2:2 Köse (81.).

Die Fans des SV Kirchanschöring müssen weiter auf den ersten Heim-Dreier in der Bayernliga Süd warten. Gegen den TSV Kottern, den letztjährigen Meister der Landesliga Südwest, reichte es nach einer 2:0-Führung nur zu einem 2:2-Unentschieden.

SVK-Trainer Patrick Mölzl, war nach dem Spiel enttäuscht: »Wir haben außer einer Aktion gegen den Ball alles richtig gemacht«. In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft nicht eine Situation zugelassen, »die aus dem Spiel heraus gefährlich war«. Das Spiel nach vorne seiner Elf ließ allerdings zu wünschen übrig.

Der SVK findet nicht zu seiner Offensivstärke

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein munteres und flottes Bayernliga-Spiel. Auf der Heimseite prüfte Yasin Gürcan mit einem Schuss Michael Liebherr im Kasten der Gäste. Der TSV Kottern störte den SVK früh im Spielaufbau, ließ die Heimelf nicht zur gewohnten Offensivstärke finden. Größte Chance für die Gäste: Nach einem Eckball von rechts durch Manuel Purschke köpfte Maximilian Miorin vom hinteren Fünfereck an die Querlatte, einer der wenigen Aufreger in Halbzeit eins.

In Halbzeit zwei hätten seine Jungs es »viel besser gemacht. So sind wir auch zu beiden Toren gekommen«, erklärt Patrick Mölzl. Zu Beginn der zweiten Hälfte kam der SV Kirchanschöring wie ausgewechselt aus der Kabine. Keine Minute war gespielt, da schoss Manuel Omelanowsky halbhoch knapp links vorbei. Dann das 1:0 in der 48. Minute: Der zur Pause eingewechselte Stephan Schmidhuber legte mit dem Rücken zum Tor mustergültig auf Omelanowsky ab, der ließ zwei Gegenspieler stehen und schoss trocken links unten für die Gelb-Schwarzen ein. Das 2:0 in der 61. Minute fiel nach einem Freistoß von Josef Höller, der die Kugel von rechts, nahe der Mittellinie an das linke Eck des Fünf-Meter-Raumes beförderte. Dort stieg Kapitän Albert Eder in die Luft und köpfte das Leder über den herauseilenden Gästetorwart Liebherr zum 2:0 ins hintere Toreck.

Was dann passierte, war dem SVK-Trainer jedoch ein Rätsel: »Wir führen 2:0, kriegen das Gegentor nach einem Einwurf und fangen komplett an, zu wackeln«. Am Ende müsse er über das 2:2 noch froh sein, »normalerweise verliert man solche Spiele noch«, so der Ex-Profi.

In der 69. Minute kam der Einwurf der Gäste von rechts in den Sechzehner, Johannes Landerer legte vom rechten Fünfer-eck aus der Drehung quer in die Mitte zu Robin Volland und der schob die Kugel durch die Beine von Dennis Kracker zum Anschlusstreffer. Nur noch 2:1.

Die gelb-schwarzen Hausherren wirkten nun sichtlich verunsichert, die Gäste aus dem Allgäu rochen Lunte. 81. Spielminute: Tanju Köse wurde nach einem Freistoß im Mittelkreis und einem Pass in die Spitze mustergültig bedient, setzt sich im Zweikampf durch und schoss aus 18 Meter links unten zum 2:2-Endstand ein.

Kotterns Co-Trainer Andreas Meier, der den im Urlaub verweilenden Chef-Trainer Kevin Siegfanz auf der Bank vertrat, war mit dem Unentschieden im Bayernliga-Aufsteiger-Duell am Waginger See durchaus zufrieden: »Wir wollten hier etwas mitnehmen, das haben wir auch erreicht.« Die erste Halbzeit sei ausgeglichen gewesen, »ohne große Chancen auf beiden Seiten«.

Zwei der eingewechselten TSV-Spieler treffen

Was nach der Pause mit seiner Mannschaft los war, konnte sich Meier nicht erklären. Die ersten 10, 15 Minuten hätte sein Team »komplett verschlafen«. Dass der Co-Trainer selbst ein glückliches Händchen bewies und zwei seiner eingewechselten Joker trafen, genoss Meier: »Wir können zufrieden nach Hause fahren.«

Bereits morgen, Dienstag, können die Gelb-Schwarzen um 18 Uhr beweisen, wie sie eine Führung zu Hause auch in einen Sieg ummünzen: Dann heißt der Gegner TSV Bogen, der am Samstag in Erlbach mit 1:3 unter die Räder kam. SVK-Trainer Patrick Mölzl weiß, dass ein Heim-Dreier nicht vom Himmel fällt: »Wir werden gegen Bogen nur gewinnen, wenn die letzte Viertelstunde anders verläuft«.

Seine Mannschaft müsse daran arbeiten, »über 90 Minuten die Vorgaben durchzuziehen«. Taktisch sei sein Team stabil, »um auf alles reagieren zu können«. Mannschaft und Zuschauer müssen wohl über 90 Minuten alles geben, um den ersten Heim-Dreier in der Bayernliga feiern zu können. mw