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Kirchanschöring erfüllt seine Pflicht

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Kirchanschörings Bernd Eimannsberger (rechts) jubelte mit Tobias Janietz über seinen Siegtreffer. (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring hat seine wichtige Auswärtsaufgabe in der Fußball-Landesliga Südost beim TSV Eching knapp, aber verdient gemeistert. Im Willi-Widhopf-Stadion brachte Christian Heinrich seine Farben kurz vor der Pause mit seinem siebten Saisontreffer in Führung. Für die Gastgeber traf nach 71 Minuten der ewige Kirchanschöring-Schreck Fabijan Hrgota. Doch sechs Minuten später erwischte SVK-Spieler Bernd Eimannsberger nach seiner Einwechslung ein echtes Pfund – eines der Marke »Tor des Monats«.


Partie mit Pfiff wollten nur wenige Zuschauer sehen

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Schiedsrichterin Marieta Menner aus Mauerbach hatte die Partie gerade angepfiffen, da legten die Kontrahenten gleich ordentlich los. Mit etwas Glück hätte Stephan Schmidhuber bereits nach einer Minute, als er Echings Torwart Mustafa Heß attackierte und somit einen Pressball provozierte, schon für ein Ausrufezeichen sorgen können. Im Eiltempo ging es weiter, diesmal auf der anderen Seite als nach einem Angriff der Hausherren SVK-Schlussmann Lu Hoyer bereits überwunden war, Yasin Gürcan aber hellwach in die Bresche sprang und den Ball klärte (12.). Auf der Gegenseite traf Manuel Omelanowsky das Leder aus halbrechter Position volley und zwang Mustafa Heß zu einer Glanztat (14.).

Es war eine Landesligapartie mit Pfiff, die allerdings nur 90 Besucher sehen wollten. Den Kirchanschöringern war das aber egal, sie verzeichneten ein klares Chancenplus im ersten Durchgang, das kurz vor dem Pausenpfiff zum 1:0 für Gelb-Schwarz führte: Flo Hofmann zirkelte einen Flankenball in den Sechzehnmeterraum, wo Christian Heinrich goldrichtig stand und in Torjäger-Manier einnickte – 1:0 (41.).

Im zweiten Durchgang starteten die Teams weniger turbulent, stattdessen gestaltete sich das Geschehen ausgeglichener. Einziger Vorwurf an die Gäste war, dass sie die Echinger zu lange im Spiel ließen. Das sollte sich nach 71 Minuten rächen, als Fabijan Hrgota den Ausgleich machte. Es spricht aber eindeutig für die Qualität des SV Kirchanschöring, dass danach noch eine Schippe drauf gelegt wurde. In der 75. Minute schlug schließlich die Stunde von Bernd Eimannsberger: Frisch auf dem Feld fasste sich der Mittelfeldmann aus 25 Meter ein Herz und wuchtete die Kugel unhaltbar für Heß ins Kreuzeck.

Das wäre es dann auch gewesen, hätte nicht ein Echinger noch zum Schluss für einen faden Beigeschmack gesorgt. Kirchanschörings Christian Jung hatte bei einer Standardsituation plötzlich einen Ellenbogen im Gesicht, bei dieser Aktion brach er sich wohl die Nase. Ansonsten war es aber ein guter Tag für die Kirchanschöringer. Sie brennen nun auf die Wochen der Wahrheit mit Spitzenspielen gegen den FC Töging, den VfB Hallbergmoos und den SE Freising. bts