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Kirchanschöring besiegt Rosenheim

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Kirchanschörings Toni Peter (links) erzielte per Kopf den 1:0-Siegtreffer gegen den TSV 1860 Rosenheim mit Nicolaj Madsen. (Foto: Butzhammer)

Im zweiten Testspiel gegeneinander vor dem Wiederbeginn der unterbrochenen Fußball-Saison hat der Bayernligist SV Kirchanschöring den Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim mit 1:0 (1:0) besiegt. Während Rosenheims Coach Thomas Kasparetti von einem »nicht regionalliga-tauglichen« Auftritt sprach, freute sich SVK-Trainer Seppi Weiß über »ein richtig gutes Spiel« seiner Mannschaft.


Spannung in die Partie brachte der Kirchanschöringer Christoph Dinkelbach schon nach zwei Minuten, als er nur knapp über die Querlatte schoss. Rosenheims Gastspieler Christoph Fenninger – »das Engagement mit ihm könnte übers Wochenende fix werden«, kündigte Trainer Thomas Kasparetti an – zwang SVK-Keeper Stefan Schönberger zu einer Glanzparade per Fußabwehr (15. Minute). Die nächste Chance verzeichnete wieder der Regionalligist (22.), doch am Ende klärte die SVK-Abwehr.

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Das Tor des Tages fiel nach einem Eckball: Kirchanschörings Maxi Reiter trat die Kugel von links Richtung Mitte, Albert Deiter verlängerte und Toni Peter wuchtete die Kugel per Kopf über die Linie zum 1:0 (24.). Nach rund 30 Minuten hatte Reiter das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Gästekeeper Ali Goia. Luca Schmitzberger prüfte mit einem Drehschuss Goia erneut (32.). Kurz vor der Pause glänzte Schönberger wieder, der Nachschuss von Laurin Demolli touchierte abgefälscht die Latte (38.). Für den SVK schoss Yasin Gürcan kurz vor der Pause über das Tor (44.). In Halbzeit zwei düpierte in der 61. Minute Tobias Schild von rechts die Rosenheimer Abwehr, Dinkelbach bediente Lukas Birner, bei dessen Volleyabnahme Torwart Goia sich enorm strecken musste (61.). In der 65. Minute verzog Rosenheims Laurin Demolli rechts am Kasten vorbei und war wohl über sich selbst so verärgert, dass er in der nächsten Szene Schönberger unrühmlich zu Boden brachte, Schiedsrichter Patrick Schönherr beriet sich darauf mit seinem Linienrichter und schickte Demolli mit Rot unter die Dusche. Rosenheims Trainer fehlte in dieser Situation die »nötige Souveränität« seines Stürmers.

SVK-Coach Weiß freute sich über »ein richtig gutes Spiel gegen einen Regionalligisten«. Im Gegensatz zum Spiel gegen Schalding-Heining (0:5) »haben wir uns gesagt: Wir müssen wieder Kirchanschöring sein.« Der SVK stehe für »Zusammenhalt, gemeinsam kompakt in den Zweikämpfen stehen«. Das habe man über die 90 Minuten gesehen. Weiß äußerte »wirklich Respekt vor den Burschen, wie die das heute gemacht haben.« Man werde das Spiel aber auch mit Sicherheit nicht überbewerten.

Für Rosenheims Trainer habe sich während der 90 Minuten »ganz klar gezeigt, auf welchem Niveau wir momentan sind«. Für ihn kristallisiere sich nun immer deutlicher die Startelf heraus. »Wir haben viel rotiert in den letzten Spielen«, sagte Thomas Kasparetti. Die Frage sei jetzt, wer auf dem Niveau auf den Punkt genau da sein könne und wer nicht. Aus dieser Hinsicht sei das Testspiel »richtig gut gewesen« und habe den Spielern den Spiegel vors Gesicht gehalten.

Momentan legt der 1860-Trainer im Training viel Augenmerk auf das Aufbauspiel, denn »wenn das nicht klappt, sieht man, dass die Spieler anfangen zu verkrampfen. Da schaltet sich der Kopf ein, dann traut man sich das nicht mehr zu. Das führt zu hängenden Köpfen, man kommt in die Zweikämpfe nicht mehr rein und der Gegner kommt zu Torchancen.« So gehe der ganze Fokus verloren. »Immer, wenn der Kopf im Fußball ausschlaggebend ist, schaut es schlecht aus.«

Für die Rosenheimer sei es nun wichtig, »beim ersten Wettkampfspiel im Ligabetrieb voll da zu sein«, betonte Trainer Thomas Kasparetti. »Von dem her sind wir voll im Plan und es war gut, einen Dämpfer bekommen zu haben. Kompliment an Kirchanschöring, die haben das heute richtig gut gemacht.« mw

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