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Keine Weihnachtsbescherung für die Traunsteiner Handballer

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Traunsteins Spielmacher Alex Wetsch (hier beim Wurf) war nur durch Fouls zu stoppen und fiel zeitweise angeschlagen aus. (Foto: Seidl)

Trotz einer insgesamt guten und geschlossenen Mannschaftsleistung mussten die Handballer des SBC Traunstein den routinierten TSV Simbach in der Schlussphase aufgrund nachlassender Konzentration und Kraft davonziehen lassen und unterlagen knapp mit 19:22. Gegenüber dem letzten Auswärtsspiel in Allach konnte die Mannschaft bis auf den immer noch angeschlagenen Patrick Fuchs, der schmerzlich vermisst wurde, in Bestbesetzung antreten. Sie war den Gästen in der Abwehr ebenbürtig. Doch wie so oft in dieser Saison in der Landesliga Süd wurde das Spiel wieder einmal im Angriff verloren.


Starke Defensive mit starkem Torwart

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In der 10. Spielminute traf Alex Wetsch zum 4:3 für den SBC. Dann bekam zunächst Simbach eine Zeitstrafe und dann auch Bastian Hollmann wegen Meckerns. Moritz Angerer verwarf den folgenden Strafwurf. Keine der Mannschaften konnte sich in den ersten 30 Minuten absetzen. Der SBC lebte von einer gut gestaffelten Abwehr sowie einem glänzend reagierenden Torwart Christoph Bachhuber. Die Räume wurden dichtgemacht.

Im Angriff zeichnete sich jedoch bereits ab, dass auch die Gäste in ihrer Abwehr Beton anrührten und sich die Kreisstädter schwer taten, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Bei den Traunsteinern war Spielmacher Alex Wetsch der Garant für Tore und verwandelte drei Siebenmeter, während bei Simbach Rückraumspieler Andreas Brand überragte und aus dem Rückraum in der ersten Hälfte fünf Treffer erzielen konnte. Die letzten drei Treffer auf Traunsteiner Seite zum Halbzeitstand von 12:12 erzielten Bastian Hollmann mit einem Heber von der Rechtsaußenposition, Manuel Schnur mit einem Konter und Alex Wetsch mit einem Strafwurf.

Nach dem Wechsel bot sich zunächst das gleiche Bild. Doch nach dem 13:12 durch Bastian Hollmann überschlugen sich in der 35. Minute die Ereignisse, als Alex Wetsch beim Sprung geschubst wurde, unglücklich auf dem Hallenboden landete und sich an der Schulter verletzte. Dieses böse Foul wurde jedoch von den Schiedsrichtern nicht geahndet und die Emotionen in der Halle kochten hoch.

Traunstein war jedoch zunächst nicht geschockt, sondern konnte durch zwei schnelle Kontertore des agilen Bastian Hollmann sogar auf 15:13 erhöhen. Aber ein weiterer Treffer wollte einfach nicht gelingen und durch zwei schnelle Treffer der Gäste stand es in der 45. Minute wieder Unentschieden.

Dann wurde Herbert Wagner sehr schön am Kreis angespielt und erzielte das 16:15, jedoch mussten kurz danach hintereinander sowohl Moritz Angerer als auch Herbert Wagner mit Zeitstrafen vom Platz und Simbach nutzte diesen Vorteil zum 16:16-Gleichstand.

Jetzt merkte man dem SBC den Kräfteverschleiß an und das Fehlen von Spielmacher Alex Wetsch wurde immer deutlicher. Ab der 50. Minute brach das Unheil über die Traunsteiner Handballer herein, denn Simbach erzielte fünf Tore in Folge und schraubte das Ergebnis binnen kurzer Zeit auf 16:21 – das war die Vorentscheidung. Zwar konnte Spielmacher Alex Wetsch nochmals eingesetzt werden und einen Treffer erzielen, ebenso wie Benedikt Sperl und Herbert Wagner, doch das änderte nur wenig am 19:22-Endstand.

Viel Beifall für ein spannendes Spiel

Die zahlreichen Zuschauer waren dennoch zufrieden und spendeten viel Schlussapplaus. Denn sie hatten ein spannendes, kämpferisch einwandfreies und insgesamt auch faires Handballspiel gesehen mit einem letztendlich verdienten Sieger aus Simbach.

Jetzt haben die Traunsteiner vier Wochen Zeit, alle Verletzungen auszukurieren, denn bereits am 10. Januar beginnt die Rückrunde. Dann wollen die Traunsteiner das schaffen, was ihnen im Jahr 2014 nicht vergönnt war, nämlich den ersten Sieg in der Landesliga einzufahren. Weit davon ist man nicht entfernt, doch es hat sich wieder gezeigt, dass man nur in Bestbesetzung konkurrenzfähig ist. Sobald ein wichtiger Spieler ausfällt, hat man bei diesem hohen Spielniveau kaum eine Chance.

Für den Sportbund Chiemgau Traunstein spielten im Tor Christoph Bachhuber und Alexander Langenfaß sowie Moritz Angerer, Victor Daniel, Bastian Hollmann (5), Simon Krumscheid, Jürgen Markon, Philipp Fuchs, Michael Schanz, Manuel Schnur (1), Benedikt Sperl (1/1), Herbert Wagner (4), Alex Wetsch (8/3), Tamas Weywara. sn