weather-image
24°

»Keine Schnitzer wie in Sonthofen«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Patrick Mölzl (rechts, hier im Duell mit Erlbachs Wolfgang Hahn) kann sich diesmal ganz auf seine Trainerrolle konzentrieren, er fällt nämlich heute für das Spiel gegen den TSV 1860 Rosenheim verletzt aus. (Foto: Butzhammer)

Zum zweiten Mal binnen drei Wochen ist der Fußball-Bayernligist SV Kirchanschöring Gastgeber für einen Inn/Salzach-Rivalen: Die Mannschaft von Trainer Patrick Mölzl begrüßt am heutigen Samstag um 14 Uhr im Stadion an der Laufener Straße den Tabellensiebten TSV 1860 Rosenheim, der vor eineinhalb Jahren noch in der Regionalliga Bayern vertreten war und in der Saison 2011/12 in souveräner Manier den Titel in der eingleisigen Bayernliga geholt hatte – seinerzeit wies man beispielsweise 14 Zähler Vorsprung auf den TSV Buchbach auf.


Das erste Rückrunden-Heimspiel der Gelb-Schwarzen dürfte auch insofern eine knifflige Angelegenheit werden, da die Gäste in dieser Woche einen Trainerwechsel vorgenommen haben und erstmals mit Robert Mayer (ersetzt vorerst Patrik Peltram) an der Seitenlinie antreten werden.

Anzeige

Beide Teams sind auf Wiedergutmachung aus

Beide Teams haben sich am vergangenen Wochenende nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Der SVK ging bei Spitzenreiter 1. FC Sonthofen mit 0:5 unter und verlor zudem Rotsünder Albert Eder. Für die Sechziger lief’s auch nicht besser, sie verloren vor eigenem Publikum gegen die abstiegsbedrohte SpVgg Hankofen-Hailing mit 2:3, wobei sie zwischenzeitlich sogar mit 0:3 im Rückstand lagen.

Das Hinspiel in Rosenheim endete 4:2 für den ehemaligen Regionalligisten, »wobei unser Torjäger Danijel Majdancevic mit drei Kisten der überragende Mann auf dem Platz war«, erinnert sich 1860-Pressesprecher Nicolas Foltin. »Ähnliches erhoffen wir uns von Danijel auch in diesem sicher heiß umkämpften Derby, doch auch Josip Tomic (Vierter der aktuellen Bayernliga-Torschützenliste, d. Red.) will unbedingt wieder einbomben.«

Die Personalsituation dürfte also auf Seiten der Gäste besser sein als bei den »Anschöringern«, die neben Eder auch auf Bernd Eimannsberger (fällt bis zur Winterpause aus) und den am vergangenen Samstag schon zur Pause verletzungsbedingt ausgewechselten Spielertrainer Patrick Mölzl verzichten müssen. »Gerade auf den Schlüsselpositionen ist unsere Spielerdecke dünn«, klagt Michael Wengler aus dem SVK-Medienteam.

Allerdings sollte der Hinspiel-Auftritt den Kirchanschöringern durchaus eine positive Sichtweise auf den heutigen Inn/Salzach-Schlager geben – das sieht auch Wengler so: »In Rosenheim waren wir keinesfalls chancenlos. Ganz im Gegenteil: Das Spiel wurde in der zweiten Halbzeit durch einen Elfmeterpfiff entschieden, der auf unserer Seite leider ausgeblieben ist. Bis Mitte der zweiten Halbzeit waren wir ebenbürtig und sind sogar zweimal in Führung gegangen.«

»Neuerliche Niederlage wäre kein Beinbruch«

Wengler ist im Übrigen der Auffassung, »dass eine neuerliche Niederlage gegen den traditionsreichen und renommierten Verein aus Rosenheim kein Beinbruch wäre«. Dennoch möchte die SVK-Mannschaft mindestens einen Zähler behalten, am liebsten deren drei. »Dazu dürfen wir uns aber keine Schnitzer wie in Sonthofen erlauben. Denn wenn die etablierten Bayernliga-Teams erst einmal gegen uns in Führung liegen, ist es schwierig, solche Spiele noch zu drehen.«

Er fügte hinzu: »Gegen den Tabellenführer kann man verlieren, die Frage des ,wie’ ist aber eine andere.« Insofern fordert er »zu Hause eine Wiedergutmachung, denn unsere Jungs sind gerade dem heimischen Publikum im bisherigen Saisonverlauf einiges schuldig geblieben.«

Respekt haben die bisherigen Leistungen der Kirchanschöringer den Gegnern allemal eingeflößt. So feierten die Sonthofener den Sieg über den SVK derart lautstark in der Kabine, als hätten sie schon den Titel in der Tasche. Und auch die Rosenheimer wären sich nach den Worten von »Nico« Foltin schon mit einem Remis nicht ganz unzufrieden. »Mindestens ein Punkt«, sei das Ziel der Sechziger für die heutige Begegnung. cs

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein