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Keine Punkte für den SVK im Inn-Salzach-Duell

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Der Kirchanschöringer Tobias Schild (links) stoppte in dieser Szene Robin Ungerath. Der Wasserburger erzielte das 1:0 für die »Löwen«. (Foto: Butzhammer)

Mit 2:0 gewannen die »Löwen« vom TSV Wasserburg am Freitagabend gegen den SV Kirchanschöring das Inn-Salzach-Duell in der Fußball-Bayernliga Süd. Für »Löwen«-Trainer Leonhard Haas ging »der Sieg absolut in Ordnung«. SVK-Trainer Seppi Weiß sprach von einem Abnutzungskampf. Bemerkenswert war – selbst für neutrale Beobachter – neben dem nicht gerade imposanten Grün und der sichtlich in die Jahre gekommenen Flutlicht-Anlage die Verteilung der gelben Karten mit 8:1 für die Gäste. Schiedsrichter Philipp Götz aus Schwandorf agierte diesbezüglich das eine oder andere mal mit zweierlei Augenmaß.


Wasserburgs Haas sprach natürlich »von einem absolut verdienten 2:0 Erfolg, denn wir hätten zur Halbzeit schon höher in Führung liegen können«. Er ergänzte: »Schon in den ersten 45 Minuten wäre das zweite Tor nicht unverdient gewesen.« Man habe das Tor dann auch gemacht und Kirchanschöring hätte ohnehin über das gesamte Spiel nur eine sehr gute Chance gehabt – Während seine Elf sieben, acht gute Möglichkeiten gehabt hätten, hob der selbstbewusste Wasserburger hervor.

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Weiß sah das nüchterner. Seine Mannschaft sei in den ersten 20 Minuten nicht richtig ins Spiel gekommen. »Da haben wir zu wenig zweite Bälle gewonnen«, monierte er. Der Gegner sei immer einen Schritt schneller gewesen. Wobei er seiner Mannschaft auf keinen Fall absprechen wollte, nicht gekämpft zu haben. »Die Aktionen nach vorne waren aber nicht klar«, betonte er.

Der SVK hätte sich vorne nicht behaupten und den Ball nicht in den gefährlichen Bereich bringen können, erklärte der Coach. »Darum haben wir so gut wie keine Möglichkeiten gehabt.« Die Innstädter wären einen Tick aggressiver gewesen, wobei gegen Ende mit der Chance von Philipp Hartl vielleicht noch 10 oder 15 Minuten Zeit gewesen wäre, »das Ding noch auf ein Unentschieden zu bringen«. Aber das, so Weiß ehrlich, »wäre nicht verdient gewesen«. Die favorisierte Heimelf sei am Ende des Tages einfach immer präsenter gewesen.

Fast hätte es für beide Seiten mit zwei Wasserburger- Freistößen von der linken Seite ein Déjà-vu wie im Hinspiel gegeben (2./8. Minute), während die SVK-Versuche drüber oder neben dem Kasten landeten. Die Führung für die »Löwen« fiel nach rund einer halben Stunde: Torjäger Robin Ungerath setzte sich auf der linken Seite im Zweikampf durch und schoss ins rechte Eck ein (29.). Kurz vor der Pause drehten die Innstädter richtig auf, Lucas Knauer wagte den ersten Schuss aufs Tor in dieser Partie aus dem Spiel heraus (38.). Dann stand Bruno Goncalves frei – schoss aber links vorbei (39.). In der nächsten Szene konnte Stefan Schönberger im SVK-Kasten einen Schuss von Ungerath entschärfen (40.), ehe Johannes Lindner rechts am Gäste-Tor vorbei schoss und erneut Ungerath die Kugel knapp über den Querbalken donnerte. Kirchanschöring hätte dagegen nach Vorarbeit von Lukas Pöllner mit Manuel Omelanowsky den Ausgleich erzielen können, doch ein Wasserburger Feldspieler klärte auf der Linie (45.).

Nach dem Seitenwechsel versuchte es die Weiß-Elf mit Weitschüssen. Tobias Schild (47.) und Manuel Jung (48.) traten die Kugel aber gen Nachthimmel unter dem kümmerlichen Wasserburger Flutlicht. Auf der Gegenseite lenkte Tormann Schönberger ein Geschoss von Johannes Hain zunächst an die Latte, während die Kugel hinterher sogar noch auf dem Querbalken aufsetzte (50.).

Das 2:0 folgte nach einer Ecke von links. »Da haben wir den Ball schon bei der Faustabwehr nicht gut klären können«, bewertete Weiß den missglückten Abwehrversuch. Der Ball landete bei Albert Schaberl, der den Ball laut Weiß »aber auch sauber getroffen hat«. Die Kugel schlug links oben im Gäste-Tor ein (56.). »Leider gehen diese Bälle im Moment eben auch genau rein«, klagte Weiß, der bemängelte: »Wir müssen da auf den zweiten Ball besser draufgehen.«

Das war die Vorentscheidung. Hartl tauchte in der 80. Minute zwar über rechts frei vor »Löwen«-Torwart Dominic Zmugg auf, doch der Schlussmann verkürzte den Winkel und parierte. Das Leder landete wieder bei Hartl, doch der schoss rechts am Pfosten vorbei.

TSV Wasserburg: Zmugg, Höhensteiger, Stephan, Schaberl (89. Scheitzeneder), Hain, Goncalves (70. Simeth), Barthuber (85. Krasniqi), Knauer, Lindner, Weber, Ungerath.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Janietz, Dinkelbach, Probst (72. Birner), Deiter, Kraus, Pöllner, Omelanowsky (64. Hartl), Schild, Reiter (78. Peter), Jung.

Tore: 1:0 Ungerath (29.), 2:0 Schaberl (56.).

Schiedsrichter: Philipp Götz (SC Ettmannsdorf).

Zuschauer: 508. mw