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»Keine großen Neuinvestitionen«

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Auch beim TSV Traunwalchen-Matzing sind die Sportanlagen in den Traunauen derzeit verwaist. Corona-bedingt hat der Vorsitzende Hans Huber auch die Order an die Abteilungen ausgegeben, mit den Finanzen verantwortungsbewusst umzugehen. (Foto: Rasch)

Schneeweiße Hänge und schöne Abfahrten: Davon können im Moment auch die Skifahrer des TSV Traunwalchen-Matzing nur träumen. »Auf die Piste, fertig, los!« Das ist zurzeit nicht möglich. Um sich aber trotzdem fit zu halten, bietet die Skiabteilung des TSV einmal wöchentlich Online-Skigymnastik an. »Dieses Angebot wird auch sehr gut angenommen«, erklärte der TSV-Vorsitzende Hans Huber. Ansonsten ruhe aber der Sportbetrieb wegen Corona gänzlich, ergänzte er.


Vor allem für die Kinder und Jugendlichen sei es sehr hart, keinen Sport gemeinsam mit anderen betreiben zu können, sagte Huber im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Auch der gesellschaftliche Bereich komme zu kurz, fügte er an. Denn ein Verein wie der TSV lebe vom Breitensport und da sei es auch wichtig, dass man sich nach dem Sport auch mal gemütlich zusammensitze und gemeinsam feiere.

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Alle Abteilungen würden unter dem Lockdown leiden, betonte der Vorsitzende. So konnten zum Beispiel die Skifahrer keine Skikurse durchführen oder den traditionellen Skibasar veranstalten. Auch die sehr beliebten Volleyball-Hallenturniere mussten gecancelt werden. Als positiv bezeichnete Huber, dass es trotz Corona geklappt habe, im Herbst letzten Jahres die in die Jahre gekommenen Tennisplätze durch Allwetterplätze zu ersetzen. Durch den neuen Belag mit einem verschwindend geringen Pflegeaufwand kann jetzt theoretisch das ganze Jahr über Tennis gespielt werden.

Huber befürchtet auch, dass sich die lange Pause negativ auf den Spielbetrieb – vor allem im Fußball – auswirken könnte. »Es wird schwierig werden, die Fußballmannschaften in der bisherigen Form aufrechtzuerhalten. Mit Abmeldungen von Mannschaften ist durchaus zu rechnen.«

Zudem sei festzustellen, dass aufgrund der Pandemie einige Mitglieder aus dem Verein ausgetreten seien. Der Verein stehe zwar finanziell nicht schlecht da und durch den momentanen Stillstand habe man im Sportheim auch weniger Wasser- und Stromverbrauch. »Aber diese Einsparungen reichen nicht aus, um die Einnahmeverluste auszugleichen.«

Deshalb habe der Verein das jährliche Budget angeglichen. »Heuer wird es keine großen Neuinvestitionen geben«, gab Huber bekannt. Auch die Abteilungen seien zu einem verantwortungsbewussten, finanziellen Handeln aufgefordert worden, sagte er.

Weiter teilte der Vorsitzende mit, dass normalerweise in diesem Frühjahr im Rahmen der Jahreshauptversammlung auch die Neuwahl der Vorstandschaft anstünde. Wann und in welcher Form eine Versammlung möglich sein werde, stehe bis dato noch nicht fest. Die Vorstandssitzungen würden aktuell online durchgeführt und es fände ein vermehrter E-Mail-Austausch statt. »All das erschwert es natürlich, einen Verein im Moment durch die Corona-Krise zu führen.« ga

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