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Keine Freigabe für Eyrainer

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Franz Eyrainer – hier noch im Trikot des SB DJK Rosenheim – muss sich gedulden. Er darf erst ab dem 1. Mai Pflichtspiele für den SB Chiemgau Traunstein absolvieren. (Foto: Butzhammer)

Während Fußball-Regionalligist TSV Buchbach in der Personalie Stefan Mauerkirchner kurz vor dem Ende der Wechselfrist eingelenkt hat (wir berichteten bereits), hat der SB DJK Rosenheim in Sachen Franz Eyrainer nicht nachgegeben. Damit ist der Neuzugang des SB Chiemgau Traunstein zwar bereits für die Testspiele spielberechtigt, für die Punktspiele in der Fußball-Landesliga Südost kann SBC-Trainer Jochen Reil den 29-jährigen Mittelfeldmann aber erst ab 1. Mai einsetzen.


Streitpunkt war folgender: Bei Wechseln in der Winterpause existieren seitens des Verbands keine festgelegten Entschädigungsbeträge. Das heißt, Ablösesummen sind frei verhandelbar. Der SB Chiemgau wäre bereit gewesen, dem Ligarivalen 2500 Euro zu zahlen. Die Rosenheimer forderten für das Eigengewächs – Eyrainer trug seit 2005 das Trikot der Grün-Weißen und bestritt im Herrenbereich unter anderem 92 Bayernliga- und 165 Landesliga-Partien – aber das Doppelte und rückten von dieser Forderung bis zum Schluss auch nicht mehr ab.

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»Das Angebot war völlig unseriös«

»Das Angebot war völlig unseriös«, betonte SBC-Pressesprecher Peter Mallmann. Eyrainer, der in dieser Saison bereits 16 Landesliga-Spiele absolviert hat, muss nun auf seinen nächsten Punktspieleinsatz einige Monate warten. Sein alter Verein, der den Abgang seines Kapitäns am Mittwoch in einer Pressemitteilung auch offiziell verkündet hat, verstärkte sich indes mit fünf neuen Spielern. Vom Bezirksligisten TSV Ebersberg kommt Michael Barthuber, vom Kreisligisten TuS Prien haben sich Maximilian Mayer und Johannes Semmler dem SBR angeschlossen und aus dem Nachwuchs der SpVgg Unterhaching kommen Moritz Hannemann und Lukas Kellner.

Die beiden Vereine wären sich übrigens am Mittwochabend auch in einem Testspiel gegenübergestanden. Doch die Partie wurde bereits am Wochenende abgesagt. Es wären wohl doch zu viele Emotionen in dieser Begegnung gewesen.

Stefan Mauerkirchner hingegen, der nach einem halben Jahr Abstinenz wieder in die Große Kreisstadt zurückgekehrt ist, darf ab sofort wieder für die Traunsteiner auf Torejagd gehen. »Das freut uns alle sehr, dass Stefan wieder da ist«, betonte Manfred Wudy, der 3. Vorstand des SB Chiemgau. Er lobte dabei ausdrücklich den Einsatz eines Wirtschaftsbeirats des Vereins, der die anfallenden Kosten für den Rücktransfer übernommen hat. Wudy hob zudem noch Christoph Kraller, den Geschäftsführer der Südostbayernbahn, hervor. »Er hat bei diesem Wechsel viel Verhandlungsgeschick bewiesen.«

Der SB Chiemgau, der sich im Winter ja auch noch mit Marco Müller und Faruk Zeric verstärkt hat, bereitet sich derweil weiter auf die Frühjahrsrunde vor und testet am kommenden Samstag um 14.30 Uhr auf dem eigenen Kunstrasenplatz gegen den West-Landesligisten SV Raisting. SB