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Keine Angst vor dem Spitzenreiter

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Er hofft mit dem SV Kirchanschöring auf eine starke Leistung gegen den Tabellenführer: Alexander Köberich. (Foto: Butzhammer)

Betrachtet man die bisherigen Spiele des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring gegen die fünf Erstplatzierten der Tabelle, so hat sich das Ensemble von Patrick Mölzl durchaus schon mehrmals als Favoritenschreck präsentiert: Fünfmal konnten die Gelb-Schwarzen punkten, jeweils mit einem Remis. Ein Sieg gegen einen Regionalliga-Anwärter fehlt allerdings noch.


Es wäre zwar vermessen, diesen ausgerechnet im morgigen Heimspiel gegen Liga-Primus VfR Garching zu fordern (Anstoß im Stadion an der Laufener Straße ist um 15 Uhr). Doch zuzutrauen ist dem SVK alles, nachdem er schon im Hinspiel ein bärenstarkes 1:1 gegen die Truppe von Daniel Weber geschafft hatte.

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Der Samstags-Auftritt, zu dem wieder eine tolle Kulisse erwartet wird, bildet für die Mannen um Kapitän Albert Eder den Auftakt einer englischen Woche. Am kommenden Mittwoch steht die neuerliche Heimvorstellung gegen die DJK Vilzing auf dem Plan, am Samstag, 30. April, um 14 Uhr gastiert die Mölzl-Elf dann beim TSV Schwabmünchen.

»Wir müssen weiter hart arbeiten«

Der achte Tabellenrang, den der SVK derzeit belegt, ist zwar eine feine Sache, doch für eine Entwarnung ist es noch viel zu früh, da der Vorsprung des Neulings auf die »rote Zone« nur sieben Zähler beträgt. Nach Ansicht des früheren Altenmarkters »Xandi« Köberich, im Winter aus Tirol zurückgekehrt, läuft es bis dato zwar »wirklich fast optimal«. Doch jeder im Team wisse, »dass wir, wie schon in der Winterpause, weiter hart arbeiten müssen, um in der Liga zu bleiben«, so der 26-jährige Defensivmann, den man durchaus schon als Routinier bezeichnen kann.

Das Potenzial im Team sei groß, so Köberich, aber noch nicht ausgeschöpft. »Deshalb versuchen wir, uns kontinuierlich zu verbessern und in den Spielen Gas zu geben«, betont er. Neben der Mannschaft wachse auch »langsam das Umfeld«, freut sich »Xandi«. Zuletzt in Dachau war mehr als ein Drittel des Publikums aus Kirchanschöring angereist. »Das ist schon eine tolle Resonanz auf unsere Leistungen«, erklärt Köberich.

Gegen den VfR erwartet er »ein ähnlich knappes und spannendes Spiel wie vor drei Wochen gegen den SV Pullach (1:1).« Garching sei sehr spielstark und stehe zu Recht ganz oben. Aber der SVK hätte »bereits bewiesen, dass wir auch gegen die Top-Teams bestehen können«, meint Köberich.

Insofern ist das morgige Spiel eine reizvolle Aufgabe für die Gastgeber, was auch Mölzl bestätigt. Er spricht von einer »Bewährungschance gegen eine super Mannschaft«, die als klarer Favorit anreise. Der SVK habe dennoch »nichts zu verschenken«, redet der Ex-Profi Klartext, »wir werden alles dafür tun, um die Punkte bei uns zu behalten.«

Auch Weber ist sich dessen bewusst, dass die Kirchanschöringer »gerne den Klassenerhalt feiern würden – aber da machen wir ihnen einen Strich durch die Rechnung.« Er wisse, so der VfR-Trainer, »dass wir Favorit sind.« Und stellt klar, dass ihm ein Remis auch zu wenig wäre: »Wir wollen gewinnen«, so lautet das Ziel der Gäste, die die Meisterschaft so früh wie möglich unter Dach und Fach bringen möchten.

Vor allem auf einen Akteur kann sich Weber im bisherigen Saisonverlauf voll und ganz verlassen: Dennis Niebauer. Mit 23 Treffern liegt der Offensivmann – gleichauf mit dem Heimstettener Orhan Akkurt – auf Rang eins der Torschützenliste. Der Drittplatzierte Josip Tomic (TSV 1860 Rosenheim) hat sieben Treffer weniger erzielt, der Zweite in der VfR-internen Liste, der Ex-Buchbacher Mario Staudigl, gar erst sieben Tore gemacht. In dieser Region befindet sich im Übrigen auch der SVK-Top-Torjäger Manuel Omelanowsky (9), der auch morgen wieder spielentscheidend »knipsen« und sein Trefferkonto zweistellig gestalten möchte. cs