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Kein Spielbetrieb für zwei Wochen: Bayerischer Fußball-Verband verhängt Zwangspause

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Ein Fußball liegt auf dem Spielfeld
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Foto: Matthias Balk/dpa

Die stetig steigenden Fallzahlen von Corona-Infizierten und die immer schwierigere Lageentwicklung trifft jetzt auch den Fußball hart: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat als Vorsorgemaßnahme den kompletten Spielbetrieb für mindestens zwei Wochen eingestellt. Wie der Verband am Freitagvormittag mitteilt, finden bis einschließlich 23. März im gesamten Freistaat keine Spiele mehr statt.


Der Bayerische Fußball-Verband setzt wegen des Coronavirus den Spielbetrieb erst einmal aus. Das betrifft rund 25.000 Mannschaften und mehr als 1,6 Millionen Menschen im Freistaat. Auch vom Training wird abgeraten.

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Mehr als 25.000 Fußball-Amateurmannschaften müssen eine Zwangspause einlegen. Dies betrifft alle Amateurligen in Bayern. Es sollen nicht nur die Spiele ausfallen, auch von Trainingseinheiten der Mannschaften wird zum Schutz der Gesundheit und um weitere Ansteckungen zu vermeiden abgeraten. Zuvor hatten schon andere Landesverbände den Spielbetrieb ausgesetzt.

Zuvor hatte es Sorgen angesichts der aktuellen Coronavirus-Krise gegeben, ob und wie die nächsten Spieltage abgehalten werden. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sind in Bayern verboten. Während manche kleineren Vereine damit keine Probleme haben, schränkt die Regelung andere ein. Zudem werde das Verbot von lokalen Behörden unterschiedlich interpretiert.

Der Bayerische Fußball-Verband ist der größte der insgesamt 21 Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund und der größte im Bayerischen Landes-Sportverband organisierte Sportfachverband. Im BFV sind rund 4600 Vereine mit insgesamt mehr als 1,6 Millionen Mitgliedern organisiert. Im Amateurspielbetrieb sind laut Verband gut 25.000 Mannschaften in allen Altersklassen organisiert. Pro Wochenende finden rund 13.000 Spiele statt.

Die Präsidenten und Geschäftsführer der Regional- und Landesverbände hatten sich am Dienstag auf ihrer gemeinsamen Sitzung intensiv mit dem Thema Coronavirus und dessen Auswirkungen auf den deutschen Fußball beschäftigt. Die zu bewältigenden Fragen sind nicht zuletzt im Amateurfußball angesichts von rund 140.000 gemeldeten Mannschaften vielfältig.

Alle Vereine wurden aufgefordert, aktiv zu prüfen, ob es Spielerinnen und Spieler in ihren Mannschaften gibt, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Der DFB und seine Regional- und Landesverbände appellierten an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine, diese Spielerinnen und Spieler – unabhängig von etwaigen Symptomen – derzeit weder an Spielen noch im Trainingsbetrieb teilnehmen zu lassen. red/dpa

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