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Kein souveräner Derby-Sieg

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Wagings Hans Huber kann den Ball gegen Florian Marchl und Issa Ndiaye nicht im SBC-Tor unterbringen. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Marchl (46. Petzka), Sebastian Mayer, Bauer, Thudt (84. Maaßen), Schön, Mauerkirchner, Schneider (46. Wendlinger), Waritschlager, Dengel, Daniel.


TSV Waging: Endlmaier, Mühlbacher, Eder, Tobias Hösle, Hinterreiter, Gabler, Sternhuber, Schilling (65. Gröbner), Huber, Quast, Mühlthaler (65. Schmidt).

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Schiedsrichter: Maier (SV Hohenlinden).

Zuschauer: 750.

Tore: 1:0 (15.) Thudt, 2:0 (73.) Waritschlager, 3:0 (86.) Schön.

Rote Karten: keine. – Gelb-Rote Karten: keine.

Der SB Chiemgau Traunstein hat zwar die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga Ost verteidigt, von einem souveränen Derby-Sieg gegen den TSV Waging kann aber trotz des vermeintlich klaren 3:0-Endstands keineswegs die Rede sein. Vor allem in der ersten Halbzeit machten die »Seerosen« dem Favoriten dank ihrer Gefährlichkeit bei Standardsituationen das Leben schwer.

»Nach der Traunsteiner 1:0-Führung waren wir in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft«, bilanzierte Wagings Trainer Berni Zeif, »es ist schon deprimierend, dass wir durch eine Standardsituation ein unglückliches Gegentor kriegen und selbst aus ungefähr acht Standards kein Kapital schlagen.«

Auch SBC-Trainer Adam Gawron gab zu, dass die Waginger phasenweise dominant aufgetreten seien und »die Linien sehr gut zugemacht« hätten. »Hut ab!«, sagte er zur Gäste-Vorstellung im ersten Durchgang. »Aber nach der Pause haben die Waginger dann doch mehr zugelassen.« In seiner Truppe müsse er in dieser Trainingswoche »an den Basics arbeiten«, so Gawron.

Vor 750 Zuschauern im EHG-Sportpark – auch Werner Lorant saß auf der Tribüne – ging es mit je einer Topchance auf beiden Seiten los: Zunächst schloss Tony Schneider (ersetzte den verletzten Florian Griesbeck) nach mustergültigem Querpass von Stefan Mauerkirchner so schwach ab, dass Michael Endlmaier im Gäste-Kasten keine Probleme hatte (3.). Auf der Gegenseite bediente Stefan Mühlthaler den im Zentrum freien Hansi Huber, der das Leder am langen Eck des Traunsteiner Gehäuses vorbei spitzelte (12.).

Drei Minuten später »klingelte« es erstmals im Waginger Tor: Ein Freistoß von Patrick Schön wurde noch von Jochen Thudt mit dem Scheitel verlängert, ehe der Ball im langen Eck landete – Endlmaier ohne Chance. Apropos Endlmaier: Der Stammtorhüter, noch immer nicht ganz fit, stand erstmals nach seiner Verletzungspause wieder im Gehäuse der »Seerosen«. Zeif kommentierte das mit den Worten: »Es tut der Mannschaft schon gut, dass er wieder dabei ist.«

In der Folge waren die Gäste vom Waginger See gleich mehrmals nah dran am Ausgleich: Waldemar Daniel rettete in höchster Not gegen Tobias Hösle, Stefan Hinterreiter und Mühlthaler hatten nach Ecken kein Glück im Abschluss, und einen tückischen Distanz-Freistoßaufsetzer von Tobias Hösle – fast alle seiner Standards hatten es in sich – lenkte SBC-Schlussmann Issa Ndiaye zur Ecke. Die letzte Gelegenheit vor der Pause besaß Schneider, als er aus spitzem Winkel im toll reagierenden Endlmaier seinen Meister fand (34.).

Mit einem Doppelwechsel reagierte Gawron auf die wenig prickelnde Vorstellung seiner Elf: Zu Beginn der zweiten Halbzeit schickte er Markus Wendlinger und Patrick Petzka (für Schneider und Florian Marchl) auf den Rasen. Nun wirkte die Traunsteiner Mannschaft stabiler, Waging tauchte nur noch selten gefährlich vor Ndiaye auf. Ein 18-Meter-Schuss von Manuel Sternhuber, den der Torwart parierte, war noch eine der wenigen Ausnahmen (50.). Außerdem kam Sebastian Schilling nach Pass von Wolfgang Gabler einen Schritt zu spät (64.).

Die Gastgeber wurden ab Mitte des zweiten Durchgangs zwingender. Dominik Waritschlager zielte zunächst noch am langen Eck vorbei (69.), ehe er in der 73. Minute seinen vierten Saisontreffer markierte: Eine präzise Flanke von Georg Dengel versenkte er aus elf Meter per Kopf im linken Eck. Sebastian Mayer vergab per Kopf nach Schön-Freistoß die Chance zum 3:0, das schließlich in der 86. Minute Patrick Schön selbst vorbehalten blieb. Er spielte den Ball aus etwa 20 Meter souverän ins leere Tor, nachdem Endlmaier am Sechzehner ein Klärungsversuch gegen Mauerkirchner misslungen war. cs

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