weather-image
18°

Kein Jubel trotz starker Leistung

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Mitten im Getümmel: der Audi R8 LMS ultra von Christopher Haase und Harold Primat, hier an vierter Position. (Foto: Phoenix)

Phoenix Racing hat beim dritten Lauf zur Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring (VLN) mit Frank Stippler, Ferdinand Stuck und Johannes Stuck (beide Österreich) den ersten sowie mit dem Kirchanschöringer Christopher Haase und Harold Primat (Schweiz) den dritten Platz belegt.


Zum Jubeln war dem Team aus Meuspath jedoch nicht zumute, vielmehr war es ein Erfolg mit Trauerflor. Denn das Vier-Stunden-Rennen war nach knapp drei Stunden vorzeitig abgebrochen worden, nachdem der Opel-Fahrer Wolf Silvester am Streckenrand ausgerollt und anschließend offenbar infolge gesundheitlicher Probleme verstorben war.

Anzeige

»Wir alle sind sehr betroffen. Das Mitgefühl des gesamten Phoenix-Teams gilt der Familie und den Angehörigen von Wolf Sylvester«, erklärte Phoenix-Teamchef Ernst Moser.

Im Training wurden schon beim ersten Anlauf beide Audi R8 LMS ultra mit sehr guten Zeiten von 8:09 bzw. 8:11 Minuten notiert. Gegen Ende des Trainings wurde Haase durch Gelbe Flaggen und Verkehr eingebremst. So reichte es letztlich mit 8:11,428 Minuten zum fünften Startplatz, während Stippler (8:04,362) die »Pole Position« nur knapp verfehlte.

Nach dem Start büßte Stippler kurzfristig einen Platz ein, den er sich aber postwendend zurückholte. Auf nahezu freier Strecke lieferte er sich ein packendes Duell mit dem von der »Pole Position« gestarteten Porsche-Piloten Norbert Siedler mit mehreren Führungswechseln und übernahm nach einer Fabelrunde in 8:03,113 Minuten (181,590 km/h) die Führung. Diese verteidigte Johannes Stuck bei zunehmend schwierigen Bedingungen mit Erfolg. Als sich Ferdinand Stuck schon für den Fahrerwechsel bereit gemacht hatte, erfolgte der Abbruch. »Schade, dass ich nicht zum Fahren gekommen bin«, haderte der 22-Jährige.

Christopher Haase hing in der Anfangsphase für einige Runden hinter einem Mercedes fest. »Das hat einige Zeit gekostet, doch dann konnte ich zügig wieder aufschließen«, erklärte der 25-Jährige, der schließlich an zweiter Stelle liegend den weiß-schwarzen Audi-Sportwagen an Harold Primat übergab. Der Schweizer verlor zunächst einige Positionen, die er in der Folge weitgehend wieder gutmachen konnte. Dann übernahm erneut Haase das Fahrzeug, doch erfolgte dann der Abbruch.

Pech in Le Castellet

Wenige Tage später hatte das Team Phoenix Racing beim dritten Lauf zur Blancpain-Endurance-Serie (BES) in Le Castellet Pech und blieb ohne Punkte. Mit dem zwölften Platz verpassten Enzo Ide, Anthony Kumpen (beide Belgien) und Markus Winkelhock im Audi R 8 LMS ultra mit der Startnummer 16 die Punkteränge knapp. Der Audi R 8 LMS ultra mit Harold Primat (Schweiz), Oliver Jarvis (Großbritannien) und Christopher Haase (Kirchanschöring) und der Startnummer 6 beendete das Drei-Stunden-Rennen auf dem 17. Platz.

Alle Audi R 8 litten unter der Einstufung im Rahmen der »Balance of Performance«, (BoP), die im Vergleich zur Konkurrenz in einer bis zu 15 km/h geringeren Höchstgeschwindigkeit auf den langen Geraden gipfelte. »Auf den Geraden wurden wir immer wieder ausbeschleunigt«, berichtet Christopher Haase. Im Qualifying war der BES-Meister von 2012 eine nahezu perfekte Runde gefahren, doch auch die reichte nur zum 23. Startplatz. Das Schwester-Auto kam nicht über die 40. Position hinaus.

Im Rennen setzten beide Teams auf Risiko, um noch einige Plätze gutzumachen. Haase kam nach einem Dreher auf den 17. Rang. Das andere Team wurde sogar Zwölfter, was auch der guten Teamstrategie zu verdanken war.