Kein Deutscher Meister gekürt

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Nur drei Wettfahrten konnten bei der Deutschen Kielzugvogel-Meisterschaft gesegelt werden, daher wurde sie nur als Schwerpunktregatta gewertet. (Foto: Niessen)

Eigentlich war alles wunderbar geplant: Für die Internationale Deutsche Meisterschaft im Segeln der Kielzugvogelklasse, die auf dem Waginger See vom Waginger Segelclub ausgerichtet wurde, sah die Ausschreibung insgesamt zehn Wettfahrten vor.


Um als Deutsche Meisterschaft gewertet zu werden, hätten bereits vier reguläre Wettfahrten ausgereicht. Doch blieb an den ersten drei geplanten Wettfahrttagen der Wind total aus, und am letzten Wettkampftag reichte es nur noch zu drei Wettfahrten. So gab es zwar in Jörg Friedlein/Jan Beyer (SC Hattingen/YC Mittelrhein) ein Gesamtsieger-Duo, doch als offizielle Titelgewinner durften sie sich eben nicht feiern lassen.

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Für die 36 Segelteams sah es am letzten Wettkampftag zunächst gut aus: Wettfahrtleiter Christian Huber konnte drei reguläre Rennen bei guten Winden starten. Kurz vor dem Beginn der der vierten und entscheidenden Wettfahrt blieb aber der Wind völlig aus. Weil aber in der vom Deutschen Seglerverband vorgeschriebenen Ausschreibung die letzte Startankündigung spätestens um 15 Uhr vorgesehen war, konnte kein offizielles Deutsches Meisterpaar ermittelt werden.

Die Siegermannschaft Jörg Friedlein und Jan Beyer musste sich daher mit dem inoffiziellen Gewinn der Meisterschaft trösten. Mit einem 3., einem 2. und einem 8. Einzelrang lagen sie mit insgesamt 11 Punkten vor den Zweitplatzierten Michael Hotho und Jochen Wepking vom Seglerclub Großheidendorn vom Steinhuder Meer mit 14 Punkten und den mehrfachen Deutschen Meistern Jürgen und Heike Reichardt von der SK Essen-Heisingen mit 16 Punkten.

Als Gesamtvierte folgten Frank Suchanek/Karsten Idel (SK Bayer Uerdingen) vor Alexander Morgenstern/Tanja Seegeleke (Duisburger YC/Eisseglergemeinschaft Steinhuder Meer).

Pech hatte einer der Favoriten, Herbert Kujan vom Staffelsee, der mit seiner erst 15-jährigen Vorschoterin Emilia Wachs (Seebrucker RV) wegen einer technischen Panne bei der ersten Wettfahrt nur Rang 18 belegte, während er die beiden nachfolgenden Durchgänge jeweils souverän für sich entschied. So aber musste er sich mit einem 6. Gesamtrang zufrieden geben. Rang 15 erreichten Gerd und Angelika Diederich (SR Simssee), während vom ausrichtenden Waginger SC das Duo Bernhard Thomele/Christian Kolb den 22. Platz und Leonhard Mader/Heinrich Lenz den 25. Rang verbuchten.

Der WSC-Vorsitzende Elmar Schwarz zeigte sich trotz des Pechs mit den Windverhältnissen aber mit dem gesamten Verlauf der Meisterschaftswoche sehr zufrieden. Vor allem lobte er das große Engagement der zahlreichen Helfer, ohne die eine derartige Veranstaltung nicht durchgeführt werden könnte. Ebenso hob er die Unterstützung durch die Sponsoren hervor. Dank dieser war es zudem möglich, trotz Corona ein umfangreiches Rahmenprogramm für die Teilnehmer anzubieten. So zeigten sich letztlich die Teilnehmer mit den Organisatoren der DM sehr zufrieden – denn für die Windverhältnisse konnten diese ja nichts ... S.H.

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