weather-image
18°

»Kein berauschendes Spiel« des SVK

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Kein Durchkommen gab es für Kirchanschörings Albert Deiter (am Ball) beim TSV Kottern mit Torschütze Matthias Jocham (Mitte) und Philipp Vedder. (Foto: Wengler)

3:0 (0:0) hieß es am Samstag vor 420 Zuschauern in der Abt-Arena im Kemptner Stadtteil St. Mang im Bayernliga-Duell des Tabellenzweiten TSV Kottern gegen den SV Kirchanschöring. Ein Spiel, das SVK-Trainer Michael Kostner hinterher als »kurzweilig« ansah: »Ein verdienter Sieg für die Heimelf«, sagte der SVK-Trainer, aber »kein berauschendes Spiel für die Zuschauer, sondern taktisch geprägt.«


Für die Zuschauer war es in der Tat »nicht spektakulär«, wie auch der Allgäuer Trainer Esad Kahric die 90 Minuten umschrieb. Die Heimelf stand tief, teilweise mit elf Mann in der eigenen Hälfte und wartete ab, was die Gäste aus Kirchanschöring entgegensetzen würden. So dauerte es fast 20 Minuten, ehe es zu ersten, nennenswerten Strafraum-Szenen kam.

Anzeige

Die waren dann den Gästen vorbehalten: Eine Flanke von Yasin Gürcan von rechts konnte Albert Deiter nicht verwerten (18. Minute), darauf landete die Kugel bei Max Vogl, der das Leder aus 20 Metern gen Tor donnerte, aber knapp neben den rechten Pfosten setzte. SVK-Torwart Dominic Zmugg bekam in den ersten 45 Minuten keinen einzigen gefährlichen Ball aufs Gehäuse, was aber auch am guten Umschaltspiel der Kirchanschöringer Abwehr lag.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte: Die Allgäuer machten wenig Anstalten, anzugreifen, während die SVK-Abwehr mit Querpässen versuchte, die Heimelf aus der Defensive zu locken. So fiel das 1:0 für Kottern fast aus heiterem Himmel: Maximilian Moll flankte von rechts, SVK-Kapitän Albert Eder verlängerte unfreiwillig per Kopf und am hinteren Eck des Fünfmeterraums schob Matthias Jocham ein (59.).

Kurz darauf wäre der Ausgleich möglich gewesen, doch der Schuss von Albert Deiter flog knapp über das Kotterner Tor (62.). Als die SVK-Abwehr nach einem Eckball von rechts von Jocham das Leder nicht aus der Gefahrenzone brachte, schoss Marco Miller links von der Straufraumgrenze zum 2:0 ein (67.) – die Vorentscheidung.

Michael Kostner versuchte zwar, mit einem Doppelwechsel die Offensive zu stärken, doch gegen das Allgäuer Abwehr-Bollwerk war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Dagegen blieb Kottern bei Kontern brandgefährlich: In der 86. Minute kam Drazen Jelic über rechts, Marcello Barbera verlängerte auf den mitgelaufenen und besser postierten David Mihajlovic, der das Leder lässig rechts neben den Pfosten platzierte (3:0).

Die größte SVK-Chance des Spiels hatte danach Luka Ban, dessen Schuss nach einem Eckball aber abgefälscht über die Latte zischte.

Seine Mannschaft habe den ersten Fehler gemacht, erklärte Michael Kostner nach Spielende, und sei deshalb als Verlierer vom Platz gegangen. Nach dem 1:0 zeigten die Allgäuer ihre Konterstärke. »Da haben wir aufmachen müssen«, meinte der SVK-Trainer. Seinen Kollegen Esad Kahric, der im letzten Jahr noch den 1. FC Sonthofen trainierte, lobte er als »alten Fuchs« – und sprach ihm »Anerkennung und Wertschätzung« angesichts des Tabellenplatzes aus.

Esad Kahric bedankte sich für die »tollen Worte«, von einem Gegner, der »nach den überragenden Siegen gegen Pullach und Türkgücü« heute mit drei Toren im Gepäck heimfahren müsse. Er machte seiner Mannschaft ein »riesen Kompliment«, deren Leistung er in der ersten Halbzeit allerdings »nicht begeisternd« fand. Da habe es viele Situationen nach Balleroberungen gegeben, die »schlecht« zu Ende gespielt wurden, Ballverluste die die Gäste aus Kirchanschöring aufgebaut hätten. Insgesamt habe der TSV Kottern aber alles umgesetzt, was sich die Mannschaft vorgenommen hatte.

TSV Kottern: Heiland, Hänsle, Jocham, Fichtl, Mihajlovic, Barbera, Miller, Moll (76. Redle), Vedder, Speiser (83. Jelic), Yazir (90.+2 Franke).

SV Kirchanschöring: Zmugg, Ban, Eder, Muteba (69. Hartl), Deiter, Köck, Gürcan (69. Urban), Vogl (82. Streibl), Hofmann, Schild, Jung.

Tore: 1:0 Jocham (59.), 2:0 Miller (67.), 3:0 Mihajlovic (86.).

Schiedsrichter: Manuel Müller (Sankt Wolfgang).

Zuschauer: 420. mw

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein
Einstellungen