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Karayün dämpft die Euphorie

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Bernd Eimannsberger wird auch heute wieder den SV Kirchanschöring aufs Feld führen, da Kapitän Albert Eder weiterhin verletzt ausfällt. (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring startet in der strapaziösen Fußball-Bayernliga Süd in eine weitere Englische Woche: Am heutigen Freitag um 16.30 Uhr empfangen die Schützlinge von Spielertrainer Yunus Karayün den TSV Kottern im Stadion an der Laufener Straße, am Dienstag (15 Uhr) gastieren sie beim TSV Schwaben Augsburg, und zum Abschluss kommt dann am Samstag, 7. Oktober (Anstoß: 14 Uhr) der TSV Kornburg nach »Anschöring«.


Die Gelb-Schwarzen sind zwar seit fünf Spielen ungeschlagen (dreimal gab’s ein 1:1, zweimal ein 2:0) und haben sich in diesen Begegnungen vor allem taktisch clever und defensivstark präsentiert, doch einen Makel gilt es noch zu beseitigen: Der erste Heimsieg in dieser Saison fehlt noch.

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Die Bilanz im Stadion an der Laufener Straße ist mit zwei Remis und vier Niederlagen (bei einem Torverhältnis von 5:11) ernüchternd. Sollte es zu Hause in ähnlicher Tonart weitergehen, wird man sich wohl nicht so schnell aus dem Abstiegskampf verabschieden können.

Da jedoch in dieser ausgeglichenen Liga – ein einstelliger Tabellenplatz ist für den SVK bei nur zwei Zählern Rückstand auf den aktuellen Neunten 1. FC Sonthofen in Reichweite – fast alles möglich ist, sollten die Kirchanschöringer selbst im Falle eines weiteren Heim-Ausrutschers keinesfalls in Panik verfallen.

»Ich denke schon, dass wir gewappnet sind«

Das sieht auch Yunus Karayün so, der einen Sieg gegen den Rangfünften gar nicht so sehr zur Pflicht erklärt – und die Euphorie sogar ein wenig dämpft: »Jedem, der meint, dass wir jetzt endlich mal den Heim-dreier einfahren müssen, kann ich nur sagen: Kottern ist kein Gegner, der so einfach bezwungen werden kann«, so der Spielertrainer. Die Allgäuer hätten »eine sehr gute Mannschaft und spielen bisher eine Top-Saison«, betont Karayün, »aber das ist ja bekannt, und ich denke schon, dass wir gewappnet sind.« Schließlich wolle seine Elf den positiven Lauf weiter fortsetzen.

Die Partie wurde übrigens auf Wunsch der Gäste auf Freitag vorverlegt, weil der neue TSV-Trainer Frank Wiblishauser (früher FC Bayern München Amateure, 1. FC Nürnberg und FC St. Gallen) am Samstag einen wichtigen Privattermin hat. »Da sind wir den Kotternern aber gerne entgegengekommen, so eine ungewöhnliche Anstoßzeit ist ja auch etwas Besonderes. Ich denke schon, dass trotzdem viele Fans kommen werden«, meint Michael Wengler. Der Kirchanschöringer Teammanager hatte nach dem jüngsten 2:0-Erfolg in Sonthofen ein großes Lob fürs Trainerteam parat: »Wie Yunus Karayün, Harry Gruber, Ötzi Kart und auch Torwartcoach Georg Bobenstetter das Team einstellen, das ist herausragend. Wir erarbeiten uns langsam das Glück, die Philosophie des Trainerteams greift!«

Es fehlen weiterhin einige Stützen

Wengler würde es freuen, »wenn unsere Jungs zu Hause auch mal so befreit aufspielen würden wie auswärts.« Dass das bisher nicht so recht geklappt hat, ist wohl auch eine Kopfsache, weil die Mannschaft alle 14 Tage dem ersten Heimdreier hinterherjagen muss. Zudem muss ja auch der eine oder andere Ausfall kompensiert werden.

So fehlen schon seit Wochen Kapitän Albert Eder (Augenhöhlenbruch) und Martin Söll.So wird auch heute wieder Bernd Eimannsberger – anstelle von Eder – das Team aufs Feld führen. Und nach dem Schlusspfiff möchte er mit seinen Teamkollegen wieder ausgiebig feiern und tanzen – wie zuletzt nach dem Sonthofen-Spiel... cs