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Kampf um die Olympia-Chancen

Mit den Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften im Eisschnelllaufen geht an diesem Wochenende einer der ersten großen Saisonhöhepunkte in der Inzeller Max-Aicher-Arena über die Bühne.

Er hofft auf eine gute Leistung vor heimischem Publikum: Hubert Hirschbichler. (Foto: Wukits)

Nach Ansicht von Chefbundestrainer Markus Eicher haben die Wettkämpfe in diesem Jahr wegen der Olympischen Spiele einen ganz besonderen Stellenwert. »Die Athleten können sich nur bei dieser Meisterschaft für die Weltcups nominieren. Nur über die Weltcups kann man die Eintrittskarte für Sotschi erreichen«, erklärt Eicher.

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Die Kriterien für das Ticket zu Olympia sind Platzierungen bis Platz 8 oder zweimal im Weltcup unter den besten 16.

Deswegen ist an diesem Samstag (ab 14 Uhr) und Sonntag (ab 10 Uhr) auch die komplette deutsche Spitze am Start. Auch jene Sportler, die durch ihre Vorleistung aus der letzten Saison bereits für den Weltcup gesetzt sind, müssen antreten. Von ihnen wird ein sogenannter Leistungsnachwuchs erwartet.

Vom DEC Inzell sind Moritz Geisreiter sowie Gabi und Hubert Hirschbichler, Georg Lisowski und Roxanne Dufter am Start. Bereits für den Weltcup vornominiert ist Moritz Geisreiter.

»Ich denke, er will auf seiner Heimbahn sicherlich seine Titelsammlung vergrößern«, glaubt Eicher. Allerdings hat Moritz Geisreiter ein schwieriges Trainingsjahr hinter sich. Nach seinem Beinbruch beim Skifahren im März hatte er einen längeren Trainingsausfall und die Nachwirkungen spürt er teilweise immer noch.

Trotzdem traut Eicher seinem Schützling in den ersten Weltcups im November und Dezember gute Leistungen zu.

Zufrieden ist der Trainer mit der Entwicklung von Gabi Hirschbichler. Sie bereitet sich individuell am heimischen Stützpunkt vor und zeigte sich bei den ersten Rennen in einer guten Verfassung. Ihr Bruder Hubert Hirschbichler hat in dieser Saison mehr Wert auf eine größere Umfangbelastung im Training gelegt. Das soll ihm auf den 1000 und 1500 Metern zugutekommen. »Ich glaube, beide haben gute Chancen, sich für den Weltcup zu qualifizieren«, meint Eicher.

Nach einem sehr schwierigen Jahr 2012 mit schweren Verletzungen und Krankheiten hat sich Roxanne Dufter bisher ohne Störungen durch die Saison geschlagen. Laut ihres Trainers zeigt ihre Entwicklung klar in eine positive Richtung.

»Jetzt müssen nur noch ihre Nerven halten, um am Wochenende den Lohn ihrer Mühen zu ernten«, hofft der Trainer.

Insgesamt ist Markus Eicher mit dem Verlauf der Saisonvorbereitung sehr zufrieden. Man habe den bewährten trainingsmethodischen Weg der Nationalmannschaft beibehalten.

Durch die hohe Zahl von Lehrgangstagen sei es möglich gewesen, gemeinsam auf einem sehr hohen Niveau zu trainieren. »Es gab wenige Störungen und die Sportler sind auf die Wettkämpfe, die jetzt anstehen, gut vorbereitet.« Eicher weiß aber auch, dass der Wert der Leistungen im Vorfeld erst bei den Weltcups ab November sichtbar wird. So führt der erste Weltcupblock nach Calgary und Salz Lake City im November und im Dezember nach Astana und Berlin. Vom 7. bis 9. März 2014 sind dann die Athleten beim Weltcup in Inzell zu Gast.

Das DM-Programm: Samstag, ab 14 Uhr: 1000 Meter Damen und Herren; 3000 Meter Damen (AK 3000 Meter Junioren); 5000 Meter Herren. – Sonntag ab 10 Uhr: 500 Meter Damen und Herren (Lauf 1); 1500 Meter Damen und Herren; 500 Meter Damen und Herren (Lauf 2); 5000 Meter Damen; 10 000 Meter Herren. SHu.