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Kamml schoss Waging II in die Kreisklasse

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Florian Görgmeier – hier im Zweikampf mit Freilassings Recep Yildiz – machte mit seinem Treffer zum 3:1den Aufstieg des TSV Waging II perfekt. (Fotos: Butzhammer)

In der 78. Minute war der Fußball-Aufstiegskrimi zwischen dem TSV Freilassing und dem TSV Waging II entschieden: Andreas Kamml – im Hinspiel schon zweimal erfolgreich – nahm aus 25 Meter Maß und der Ball flog wie an der Schnur gezogen in den rechten Winkel zur 2:1-Führung für die »Seerosen«. Als im nächsten Angriff Florian Görgmeier das 3:1 erzielte, gab es kein Halten mehr. Der TSV Waging II ist in der A-Klasse durchmarschiert und hat den Kreisklassen-Aufstieg im »Nachsitzen« geschafft.


»Ein Wahnsinn, was heute passiert ist. Ich bin total sprachlos«, war »Seerosen«-Trainer Thomas Hirschhalmer nach dem Spiel freudentrunken. Sein Gegenüber Ali Gezer war bitter enttäuscht, trug aber die Niederlage mit Fassung: »Heute war Waging eindeutig besser und damit sind sie verdient aufgestiegen.«

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Die Taktik beider Mannschaften war eine andere als in der Vorwoche beim 4:3-Erfolg der »Seerosen«. Vor 600 Zuschauern im Badylon begannen beide Teams verhalten, sodass Chancen Mangelware blieben. In der Folge kam Waging besser ins Spiel und profitierte von der Unsicherheit von Freilassings Schlussmann Sergen Batur, der beim Herauslaufen mehrmals patzte.

Das konnten zunächst Johannes Barmbichler (3.) und Florian Görgmeier mit einem Schuss an den Außenpfosten nicht ausnutzen (8.). Doch die nächste Unsicherheit von Batur führte zum 0:1. Er unterlief im Fünfmeterraum eine Flanke und die Deckung brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Das Geschenk nahm Wolfgang Schneckenpointner dankend an und schoss aus dem Getümmel heraus aus 13 Meter flach ins linke Eck (22.). Aber der TSV schlug zurück: Vom Anstoß heraus wurde Nurettin Ölmez in Szene gesetzt, der flitzte die Grundlinie entlang und bediente in Mittelstürmerposition Cinar Akyildiz, der keine Mühe mehr hatte und den Ausgleich markierte – es waren keine 60 Sekunden seit dem Führungstreffer vergangen. Das war es dann aber auch im ersten Durchgang. Sabit Sadiku ließ seine Farben kurz jubeln (38.), doch er stand im Abseits.

Wer in der zweiten Hälfte Besserung erwartete, wurde enttäuscht. Freilassing hatte an diesem Tag nicht die Klasse und auch nicht den Mut. »Wir haben heute nicht das gebracht, was wir können. Das Spiel nach vorne war von zu vielen Abspielfehlern geprägt«, bilanzierte Ali Gezer: »Kein Vergleich zum Hinspiel.«

Waging hatte wieder die erste Möglichkeit, Christian Maders Freistoß senkte sich ans hintere Lattenkreuz (56.). Dann brannte es zweimal vor Thomas Bischof im »Seerosen«-Kasten. Erst wurde ein Fehler von ihm fast bestraft, aber Florian Schwangler rettete beim Schuss von Ölmez (66.) auf der Linie. Und als wieder eine brenzlige Situation entstand, wurde das Leder mit vereinten Kräften der vielbeinigen Abwehr und Bischof geklärt (74.). .

Dann kamen die Minuten von Kamml und Görgmeier. Kamml spielte mit Mader Bande und zog aus 25 Meter in den Winkel ab, Görgmeier tanzte in der Folgeaktion die Abwehr samt Batur aus und schob zur Entscheidung ins leere Tor – 1:3 (79.). »Dass es ausgerechnet mir gelingt, hat mich besonders gefreut«, meinte Torschütze Andreas Kamml, der zuletzt für die wichtigen Tore zuständig war:

Damit hat sich der TSV Waging II mit der tollen Saison als Aufsteiger aus der B-Klasse mit dem Durchmarsch in die Kreisklasse belohnt. De Väter des Erfolges, Thomas Hirschhalmer und Christian Huber wurden von den Spielern enthusiastisch gefeiert. Der TSV Freilassing scheiterte dagegen schon das dritte Mal in Folge in der Relegation. td

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