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Kaltstart in Gröbenzell

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Gegen Memmingen gelang der Traunsteiner Mannschaft um Stefan Gruber (Mitte), hier im Kampf mit Mauro Santalucia (links) und Pedro Anjos ein Befreiungsschlag. Doch nun geht es ohne große Vorbereitung nach Gröbenzell. (Foto: Weitz)

Alles andere als optimal ist die Vorbereitungsphase der Basketballer des TV Traunstein auf ihren ersten Auftritt im neuen Jahr verlaufen: Nachdem die Folgen des Katastrophenfalls am vergangenen Samstag bereits den geplanten Rückrundenauftakt gegen Rosenheim verhindert hatten, blieben die Turnhallen der Großen Kreisstadt auch in dieser Woche geschlossen. Da auch in der näheren Umgebung kein Zeitfenster zu bekommen war, treten die Korbjäger ihre heutige Reise nach Gröbenzell ohne den gewohnten Trainingsrhythmus an. Die letzte gemeinsame Einheit liegt nun schon 14 Tage zurück.


Dennoch will dies im TVT-Lager niemand als Ausrede gelten lassen. »Es ist, wie es ist«, sagt Trainer Enes Tadzic. »Wir werden uns nicht über die höhere Gewalt beklagen und auch trotz der langen Zwangspause alles versuchen, um das Spiel beim Tabellendritten zu gewinnen.« Im Hinspiel – dem damals ersten Heimauftritt in der Bayernliga – hielt der TVT gegen Slama Jama Gröbenzell bis ins Schlussviertel gut mit und verkaufte sich trotz der 54:64-Niederlage teuer. Die Ausgangslage hat sich vor dem Rückspiel im Münchner Westen kaum geändert.

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So geht der Turnverein als klarer Außenseiter in das Duell mit dem Aufstiegsanwärter. Dieser hat sich nach dem bitteren Regionalliga-Abstieg recht schnell rehabilitiert und befindet sich derzeit bei einer Bilanz von neun Siegen zu drei Niederlagen in direkter Schlagdistanz zum neuen Tabellenführer aus Unterhaching (10:2). Der nahm zuletzt im Topspiel beim MTSV Schwabing II erfolgreich Revanche für die Hinspielniederlage und siegte eindrucksvoll mit 93:54. Um den Anschluss an die Spitze zu halten, helfen Gröbenzell derzeit also nur Siege.

Das gilt auch für den TVT, der sich trotz des Befreiungsschlags kurz vor Weihnachten gegen Memmingen auch auf absehbare Zeit in akuter Abstiegsgefahr befinden wird. Unterbrechung finden die kommenden drei »Monate der Wahrheit« lediglich durch den Bayernpokal, in dem die TVT-Basketballer komplett frei aufspielen können. Das Los bescherte den Traunsteinern im Achtelfinale ein Heimspiel gegen den TSV Weilheim. Noch vor zwei Jahren standen sich beide Mannschaften in der Bezirksoberliga gegenüber. Nach addierten drei Aufstiegen lautet das Duell, das voraussichtlich Mitte Februar ausgetragen wird, nun Bayernliga gegen Regionalliga.

Ebenfalls einen alten Bekannten – wenngleich aus der Bezirksliga – heißen die Damen am kommenden Montag in der Saaldorfer Mehrzweckhalle willkommen: Um 20 Uhr trifft die MSG TV Traunstein/SV Saaldorf in ihrer Achtelfinalpartie auf den ASV Rott II. Das Ligaspiel hatte das Team von Sebastian Kösterke Ende Oktober mit 62:54 für sich entschieden.

Seither driften die Formkurven der beiden Dauerkontrahenten jedoch stark auseinander: Während die MSG, deren geplanter Rückrundenauftakt gegen Wasserburg zuletzt doch noch kurzfristig verschoben wurde, zwei Niederlagen kassierte, gab es für den ASV vier Siege. Spannend bleibt, ob die jeweiligen Trends auch im Bayernpokal Bestand haben werden. SK