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»Kämpferisch und läuferisch alles geben«

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Er wird mit seinen Teamkollegen in der Abwehr wieder enorm gefordert werden: Stefan Pitzka vom TuS Traunreut. Schließlich haben die Gäste in Stefan De Prato und Francisco Copado zwei hochkarätige Angreifer im Team. (Foto: Weitz)

Elf Punkte liegen zwischen dem TuS Traunreut (15. Rang/8 Zähler) und dem TSV Moosach bei Grafing (5./19), der am heutigen Samstag um 14 Uhr in der Siemensstadt mit dem Tom-Stutz-Team die Klingen kreuzt. Über die Rollenverteilung bräuchte man vor diesem Neulingsduell der Fußball-Bezirksliga Ost also gar nicht zu diskutieren.


Da jedoch die Moosacher zuletzt eine überraschende 1:4-Niederlage gegen den abstiegsbedrohten TSV Waging hinnehmen mussten und der TuS dem Vorjahres-Vizemeister SV/DJK Kolbermoor auf dessen Platz einen großen Kampf lieferte (extrem bitteres 2:3 in letzter Minute), sollten die Grün-Weißen keineswegs von vornherein die Flinte ins Korn werfen. Vielmehr sollten die Traunreuter mit einem engagierten Auftritt versuchen, endlich wieder einen Dreier zu landen, was zuletzt am 29. August gegen den ASV Au (4:3) gelang. Vielleicht ist es ja ein gutes Omen, dass Moosach – wie Au – ein Aufsteiger ist ...

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»Im Gegensatz zu uns haben sich die Moosacher in der Bezirksliga schon voll akklimatisiert, was ihr aktueller fünfter Platz belegt«, meint TuS-Spartenchef Markus Tesche. Er weiß natürlich, »dass sie bestimmt Wiedergutmachung betreiben wollen, denn die Niederlage gegen Waging hatten sie sicher nicht einkalkuliert.«

Auch ein paar »Hochkaräter« der Liga gibt es heute in Traunreut zu sehen: Mit Stefan De Prato kommt der Zweitplatzierte der Torschützenliste (Tesche: »Zwölf Spiele, zwölf Tore – das ist schon eine beeindruckende Bilanz«). Außerdem hat Ex-Profi Francisco Copado trotz seines reifen Alters (41 Jahre) »mit Sicherheit auch noch einiges drauf und wird seine Erfahrung ins Moosacher Spiel mit einbringen«, gibt sich der TuS-Abteilungsleiter respektvoll.

Deshalb werde »nicht nur unsere Abwehrreihe vor eine schwierige Aufgabe gestellt, sondern das gesamte Team muss kämpferisch und läuferisch alles geben und an die Leistung von Kolbermoor anknüpfen«, fordert Tesche.

Die Traunreuter, die heute auf den rotgesperrten Ersel Aydinalp verzichten müssen, hatten bekanntlich den letztjährigen Teilnehmer an der Landesliga-Releganten an den Rand einer Niederlage gebracht, »wobei dann wieder individuelle Fehler ausschlaggebend für die bittere Niederlage waren«, klagt Tesche.

Nun wolle man den Abstand zum rettenden Ufer nicht allzu groß werden lassen – »das heißt für uns, dass gepunktet werden muss!« Insofern erwarte er eine Stutz-Truppe, »die sich nach der Niederlagenserie der letzten Wochen den Arsch aufreißt. Denn wer es immer noch nicht begriffen hat: Es ist Abstiegskampf angesagt!« cs