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Nachwuchsskispringer Haile Göpfert (WSV Reit im Winkl) zeigte beim Finale des Deutschen Schülercups in Oberhof eine gute Leistung. (Foto: Jan Simon Schäfer)

Julian Fussi krönt sich zum Deutschen Jugendmeister

Was für ein großartiger Erfolg zum Abschluss der Saison: Julian Fussi vom SC Ruhpolding wurde in Oberwiesenthal in Sachsen Deutscher Jugendmeister im Skisprung! Was aus heimischer Sicht bitter war: Das Team Chiemgau/Inngau konnte coronabedingt nicht komplett am Start sein.


Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Oberwiesenthal sind die Jugendlichen ab dem Jahrgang 2006 und älter im Skisprung und in der Nordischen Kombination gestartet. Dabei musste der Nachwuchs wettertechnisch auch einige Hürden nehmen. »Es waren wegen Wind und Neuschnee nur wenige Trainingssprünge machbar«, betonte Axel Malcher, der BSV-Schülertrainer Springen und Nordische Kombination der Region III (Inn/Chiemgau). Gesprungen wurde dabei auf der großen Fichtelbergschanze (HS 105 Meter).

»Leider fiel wegen zu heftigen Wind dann auch das Teamspringen komplett aus«, informierte Malcher weiter. Das Team »Bayerischer Skiverband« hätte hier große Chancen auf den Titel gehabt. In der Mannschaft 1 wären Julian Fussi (SC Ruhpolding), Alexander Angerer (CJD Berchtesgaden), Daniel Gstatter (SC Ruhpolding) und Alexander Reiter (SC Oberstdorf) gestartet.

Neben dem Titelgewinn von Julian Fussi, der am CJD Berchtesgaden ist, gab's auch noch weitere Top-Platzierungen der heimischen Nachwuchskräfte: Christina Feicht (WSV Kiefersfelden) freute sich über den zweiten Platz. Alexander Angerer (CJD Berchtesgaden) und Sebastian Schwarz (WSV Reit im Winkl/CJD Berchtesgaden) belegten jeweils dritte Ränge. Fünfter wurde Daniel Gstatter (SC Ruhpolding/CJD Berchtesgaden). Sechste Ränge gab es für Pirmin Kaiser (WSV Oberaudorf/CJD Berchtesgaden und Magda Höger (WSV Reit im Winkl. In der Nordischen Kombination wusste Julius Borgenheimer (SK Berchtesgaden/CJD Berchtesgaden) mit einem dritten Platz zu überzeugen.

Eine Woche vor der Deutschen Meisterschaft fand bereits das Finale des Deutschen Schülercups der Jahrgänge 2007 und 2008 in Oberhof statt. Gesprungen wurde in Thüringen auf der neuen Wadebergschanze (HS 70 Meter). Auch bei diesem Wettkampf trat das Team Chiemgau/Inngau coronabedingt nicht in voller Mannschaftsstärke an.

Es herrschte zwar Traum-Winterwetter, allerdings war es ziemlich windig – und so war am ersten Wettkampftag nur ein Sprung möglich. Einen schönen Abschluss der Veranstaltung bildete das Teamspringen am zweiten Wettkampftag. Der Bayerische Skiverband gewann bei den Buben in der Besetzung Jonathan Gräbert, Felix Brieden, Elias Holzer (alle WSV Oberaudorf) und Simon Willibald (SC Partenkirchen). Bei den Mädchen kam der BSV auf Rang drei. Es waren Caro Jost (SK Berchtesgaden), Sina Kichle (SC Oberstdorf) und Sophie Eggensberger (SC Oberstdorf) im Einsatz.

In der Gesamtwertung des Deutschen Schülercups gingen fünf der sechs Gesamtsieger an den Bayerischen Skiverband – und die Region III stellte mit Jonathan Gräbert (WSV Oberaudorf/CJD Berchtesgaden) und Felix Brieden (WSV Oberaudorf) zwei davon in der Nordischen Kombination. Top-Plätze belegten in der Nordischen Kombination auch noch: Leon Michels (5. Platz/WSV Kiefersfelden/ CJD Berchtesgaden), Caro Jost (7. Platz/SK Berchtesgaden), Haile Göpfert (11.) und Felix Niemeyer (15./ beide WSV Reit im Winkl).

Im Skispringen war Jonathan Gräbert (WSV Oberaudorf/CJD Berchtesgaden) als Fünfter gut dabei. Elias Holzer (WSV Oberaudorf) und Caro Jost (SK Berchtesgaden) belegten in ihren Altersklassen jeweils den 13. Rang. In den Top 30 landeten auch noch: Leon Michels (17. Platz/WSV Kiefersfelden/CJD Berchtesgaden), Haile Göpfert (18. Platz), Lukas Speicher (25. Platz), Skisprung, und Markus Aberger (28. Platz/ alle WSV Reit im Winkl).

Axel Malcher zog zum Abschluss der Saison ein positives Fazit. »Im Bayerischen Skiverband und besonders in der Region Chiemgau/Inngau haben wir einige Talente in der Nordischen Kombination und im Skisprung«, betonte der erfahrene Coach. »Ausschlaggebend hierfür sind eine gesunde Vereinsarbeit und das Zusammenarbeiten Chiemgau/Inngau.« Er zeigte sich überzeugt davon, dass man es »nur als großes Team eventuell schaffen kann, den einen oder anderen Sportler an die Spitze zu begleiten«.

Malcher ging auch auf die Schanzensituation ein, die »nicht mehr so ist, wie vor 15 bis 20 Jahren«. Er hob aber hervor, »dass wir immer noch die meisten Möglichkeiten in Deutschland haben«. In Berchtesgaden entstehe zum Beispiel gerade der Neu-/Umbau der Kälbersteinschanze in eine moderne Trainingsanlage, lobte er.

»In der Region gibt es eine Elite-Schule des Wintersports und vier unterschiedliche Bundesbehörden, die den Einstieg in den Profi-Bereich möglich machen können.« Alles exzellente Möglichkeiten, um den Nachwuchs gezielt fördern zu können. »Wichtig aber bleibt die Demut im Nachwuchs-Erfolg, der Weg an die Spitze ist noch ein extrem langer«, sagte Axel Malcher und mahnte: »Ein zu frühes Pushen der jungen Sportler ist in der Regel immer gescheitert.«

SB

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