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Julian Erhardt erfüllt sich einen Traum

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Der Überseer Triathlet Julian Erhardt zeigte beim Rennen in Viernheim eine starke Leistung.

Julian Erhardt hat eines seiner großen Ziele in diesem Jahr erreicht: Der Überseer Triathlet holte beim BASF-Triathlon-Cup Rhein-Neckar den Gesamtsieg. Dabei lief das letzte Rennen der Serie in Viernheim nicht ganz nach Plan für den 26-Jährigen, letztlich wurde er dort aber Zweiter und sicherte sich somit im Gesamtklassement Platz eins. »Nun in der ewigen Bestenliste zusammen mit Athleten wie Sebastian Kienle oder Patrick Lange geführt zu werden, macht mich extrem stolz und ist eine große Motivation für mich«, betonte Erhardt.


Nach seinem dreiwöchigen Trainingsblock war der Triathlet gut in Form, was auch sein Sieg beim Unterwössener Halbmarathon eindrucksvoll bewiesen hat (wir berichteten bereits). In Viernheim hatte er dann starke Konkurrenz. »Mit Nils Frommhold und Andi Böcherer waren zwei Athleten des Prädikats Weltklasse am Start«, betonte Erhardt und fügte hinzu: »Und so hatte ich im Prinzip nichts zu verlieren, da mich niemand auf dem Zettel hatte, um auch nur einen der beiden gefährlich werden zu können.«

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Doch es sollte eben anders kommen. »Ich erwischte erneut einen dieser Tage, an denen man meint, fliegen zu können.« Das Schwimmen begann zwar etwas chaotisch, aber Erhardt kam als Fünfter aus dem Wasser und hatte etwa 15 Sekunden Rückstand. Der Wechsel klappte aus seiner Sicht ebenfalls gut. Doch als der Überseer sein Rad aus der Wechselzone schieben wollte, hielt ihn einer der Kampfrichter auf. »Er wollte, dass ich meine am Startband befestigte Startnummer richtig herumdrehe.« In der Eile riss der Profi-Triathlet dabei die Startnummer aus den Sicherheitsnadeln. »Nun wollte der Kampfrichter mich erst recht nicht weiterfahren lassen und teilte mir mit, dass ich nun jede der drei Sicherheitsnadeln wieder feinsäuberlich anbringen soll.« Erhardt platzte beinahe der Kragen. »Aber ich tat, wie mir befohlen und brauchte mit dem angestauten Adrenalin eine gefühlte Ewigkeit.«

So verlor Erhardt eine gute Minute auf die Führenden und ging an Position 15 liegend auf die Radstrecke. »Ich startete mit extrem viel Wut im Bauch die Aufholjagd.« Und die lief wie am Schnürchen: Erhardt überholte Athlet um Athlet. »Der Mann mit dem Hammer kam auch im zweiten Teil der Radstrecke nicht mehr und ich war überrascht ob meiner konstant hohen Wattleistung.« Beim Wechsel zum Laufen war Erhardt schon wieder Fünfter. »Bereits nach zwei Laufkilometern hatte ich dann schon drei weitere Athleten eingesammelt und lief auch an Andi Böcherer vorbei auf Platz zwei.« Anschließend passierte nicht mehr viel. »Überglücklich, aber auch etwas sauer, kam ich dann als Zweitplatzierter hinter Nils Frommhold und vor Andi Böcherer ins Ziel.«

Nun geht es für Julian Erhardt am Sonntag zum Challenge-Rennen an den Walchsee und am 15. September zur Challenge Davos. Bei diesen beiden Mitteldistanz-Rennen möchte Julian Erhardt dann ebenfalls nochmals sein Können unter Beweis stellen. SB