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Joel Dufter sorgt für eine Überraschung

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Joel Dufter (vorne) ist bei den Deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften im Massenstart auf den zweiten Platz gelaufen. (Foto: Wukits)

Mit Erfolgen der beiden Titelverteidiger sind die Deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften im Massenstart in der Inzeller Max-Aicher-Arena zu Ende gegangen. Claudia Pechstein und Patrick Beckert haben sich erneut den Titel gesichert.


Ein paar hundert Zuschauer hatten bei hochsommerlichen Temperaturen den Weg in die kühle Arena gefunden und sorgten für gute Stimmung. Zunächst machten sich die zwölf Damen daran, ihre Meisterin zu küren. Schon im Vorfeld hatte unter anderem die Berlinerin Bente Kraus angekündigt, Claudia Pechstein über die 16 Runden das Leben schwer zu machen.

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Pechstein: »Ich habe die Initiative ergriffen«

Schließlich war es nach einiger Taktik und Sprintwertungen ein spannender Zieleinlauf. Allerdings war es wieder die 43-jährige Pechstein, die ein knappes Zehntel schneller war als die überraschende Michelle Uhrig. Gute zwei Zehntel fehlten der drittplatzierten Bente Kraus zum Sieg. »Ich bin sehr zufrieden«, meinte die sympathische Berlinerin und freute sich über den engen Zieleinlauf.

Ziemlich entspannt zeigte sich Pechstein am Mikrofon von Stadionsprecher Pino Dufter. »Es hat Spaß gemacht. Danke an die Zuschauer für die Unterstützung. Das Rennen ist okay gewesen. Ich habe dann die Initiative ergriffen und es hat gereicht.« Schließlich verriet Pechstein noch, dass sie immer gerne nach Inzell kommt, nur müsse es nicht so heiß sein. »Trotzdem haben die Eismeister wieder ein tolles Eis hinbekommen«, so das Lob der Ausnahmekönnerin.

Nicht ganz im vorderen Feld haben die beiden Inzellerinnen Gabi Hirschbichler und Roxanne Dufter mitgemischt. Hirschbichler war mit ihrem fünften Platz trotzdem nicht unzufrieden: »Ich habe immer probiert, hinter der Claudia zu bleiben, um vielleicht im Zielspurt was zu machen. Drei Runden vor Schluss ist dann der 'Mann mit dem Hammer' gekommen und dann war nichts mehr zu machen«, meinte die 31-Jährige. Für Roxanne Dufter waren die ersten Runden in Ordnung, dann sei es mental hart geworden. »Spaß hat es trotzdem gemacht«, meinte sie.

Im Rennen der Männer waren es 21 Starter, die sich auf die 16 Runden wagten. Letztendlich lief das Spitzentrio innerhalb von knapp vier Zehnteln ins Ziel. Für die große Überraschung sorgte der Inzeller Joel Dufter, der sich mit Platz zwei quasi als Sandwich-Beilage der Beckert-Brüder aus Erfurt entpuppte. Patrick Beckert holte sich wie im Vorjahr den Sieg, Pedro Beckert schaffte mit dem dritten Platz ebenfalls den Sprung aufs Stockerl. »Ich bin sehr glücklich und habe versucht, immer an Patrick Beckert dran zu bleiben. Das hat ganz gut geklappt«, freute sich Joel Dufter nach seinem Coup.

Für Moritz Geisreiter war es nach einer über einjährigen Verletzungspause der erste Start bei einem Wettkampf. Lange hielt der Zweimeter-Mann mit, ehe er in den letzten Runden dem Tempo Tribut zollen musste und als Siebter über die Ziellinie kam. »Ich fühle mich gut und bin froh, dass ich am Start stehen konnte. Ein gutes Gefühl, dass bei der Belastung der Rücken gehalten hat. So kann ich an den Wettkampf denken und muss mich nicht mehr als Reha-Patient fühlen. Die Leidenszeit ist vorbei, jetzt heißt es wieder Leistungssport. Wenn es auch nicht das Ergebnis geworden ist, das ich mir gewünscht habe.«

Nach der Leidenszeit kommt der »alte Moritz« zurück

Mit einem klaren »Ja« beantwortete Geisreiter die Frage, ob im kommenden Winter wieder der »alte Moritz« zu sehen ist. Hubert Hirschbichler, der den Wettkampf so wie alle anderen aus dem Training heraus bestritten hat, kam auf den achten Platz. – Die Ergebnisse:

Damen: 1. Claudia Pechstein (Senioren), EJB, 8:56,42; 2. Michelle Uhrig (U 23), ESB, 8:56,51; 3. Bente Kraus (Senioren), EJB, 8:56,62; 4. Isabell Ost (Senioren), ESB, 8:56,93; 5. Gabriele Hirschbichler (Senioren), DEC, 9:15,28; 6. Pia-Marie Powik (A 1), SCC, 9:20,85; 7. Stephanie Beckert (Senioren), ECE, 8:56,83; 8. Roxanne Dufter (Senioren), DEC, 8:58,07; 9. Lydia Reinländer (A 1), ECE, 9:01,08; 10. Sophie Reinländer (U 23), ECE, 9:20,68; 11. Lea-Sophie Scholz (B 2), TSC, 9:22,96. – Herren: 1. Patrick Beckert (Senioren), ECE, 8:22,08; 2. Joel Dufter (U 23), DEC, 8:22,39; 3. Pedro Beckert (U 23), ECE, 8:22,46; 4. Jeremias Marx (A 1), ECE, 8:30,89; 5. Alexander Bismar (A 2), TSC, 8:36,78; 6. Jonas Pflug (Senioren), TSC, 8:41,46; 7. Moritz Geisreiter (Senioren), DEC, 8:23,99; 8. Hubert Hirschbichler (Senioren), DEC, 8:25,08; 9. Willi Koschel (Senioren), ESB, 8:30,69; 10. Johannes Brunner (A 2), ECG, 8:31,05; 11. Clemens Gawer (U 23), EVD 8:31,36; 12. Noel Müller (U 23), ECC, 8:31,47; 13. Berend de Haas (A 2), ECG, 8:39,75; 14. Denis Dressel (Senioren), ECE, 8:39,86; 15. Fridtjof Petzold (A 2), CPV, 8:49,04. SHu