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Joel Dufter beendet seine Karriere als Eisschnellläufer. Für den DEC Inzell steht er aber beim Eishockey weiter auf dem Eis. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Joel Dufter beendet seine Karriere

Die Spatzen in Inzell haben es schon länger von den Dächern gepfiffen, nun ist es offiziell: Joel Dufter vom DEC Inzell wird seine Karriere als Eisschnellläufer beenden, der 27-Jährige bleibt allerdings auf dem Eis und zwar als Spieler der Ersten Eishockeymannschaft beim DEC in der Bezirksliga. 


»Mein Entschluss ist schon länger festgestanden«, erklärt Dufter. »Ich habe zehn Jahre Leistungssport gemacht, vor allem mit dem Verband in Deutschland war und ist es sehr schwierig. Dazu hat mir zuletzt aber auch noch die Motivation gefehlt. Da ist mir der Abschied leicht gefallen.« Da Dufter schon immer dem Handwerk verbunden war, hat er eine Ausbildung bei der Inzeller Zimmerei Kecht begonnen. Im September wird er deswegen auch wieder die Schulbank drücken.

Nachdem die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) Dufters Trainer Danny Leger vor den Olympischen Spielen 2022 keinen neuen Vertrag mehr gegeben hatte, war der Kurzstreckenspezialist ins norwegische Team zum ehemaligen Weltklassesprinter Jeremy Wotherspoon aus Kanada gewechselt. Für Dufter eine völlig neue Erfahrung und ein wichtiger Schritt in seiner Karriere: »Das war mal was anderes und ich kann nur jedem empfehlen, so einen Schritt zu machen.«

Kurz vor den Olympischen Spielen in Peking erwischte den Inzeller allerdings Corona und er kam erst auf den letzten Drücker nach China. Gute Leistungen, wie er es sich vorgenommen hatte, sprangen jedoch nicht mehr heraus. International hatte Joel Dufter 2013/14 für ein erstes Ausrufezeichen gesorgt, als er beim Juniorenweltcup in Bjugun Erster über 1000 Meter – seine Paradestrecke – wurde. Über diese Strecke hält er auch den deutschen Rekord. Auf der 400-Meter-Bahn gab es für den Inzeller »gute und schlechte Zeiten. Ich will mich aber nicht beschweren: Ich habe die Welt gesehen und zwei Olympische Spiele bestritten.«

Erfreut ist Joel Dufter über die Leistungen der jungen Inzeller Eisschnellläufer. »Wir haben einen tollen Nachwuchs und hervorragende Trainer«, lobt er. Ob er selber mal als Trainer an der Bahn stehen wird, das steht noch in den Sternen. »Ich glaube schon, in ein paar Jahren. Hoffentlich ändert sich aber einiges im Verband, der Eisschnelllauf in Deutschland ist aktuell auf keinem guten Weg«, gibt er zu bedenken. Deshalb heißt es für ihn nun erst mal »Sport ohne Stress mit dem Verband«, wie es der 27-Jährige formuliert. Für Joel Dufter geht es zurück zu den Wurzeln – zum Eishockey. »Ich war schon im Frühjahr ein paarmal im Training. Auf den Schlittschuhen bin ich schnell, das mit dem Puck und dem Spielverständnis braucht noch Zeit«, gibt er zu.

SHu

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